Aktuelles

Protokoll der öffentlichen Ausschusssitzung vom 18. Juni 2012

Wie gewünscht, wird euch hiermit die Niederschrift der Ausschusssitzung, die Gutachten der Experten sowie die vorgeführten Präsentationen zur freien Verfügung gestellt. Bestehen Fragen oder Klärungsbedarf, könnt ihr euch gern an den Geschäftsführer für Hochschulpolitik Andreas Spranger wenden.

Viel Spaß beim Lesen.

 

GF-Sitzung auf 26.07. verschoben

Aufgrund der diesjährigen Sommeruni am Mittwoch, 25. Juli, wird die Sitzung der Geschäftsführung auf Donnerstag, 26. Juli verschoben. Sitzungsbeginn ist wie immer 18:30 im Haus der Jugend (StuRa-Baracke) Zi. 15.

1. Vorbereitungstreffen zu den Aktionstagen gegen Sexismus und Homophobie

Das Referat Gleichstellungspolitik des Studierendenrates der TU Dresden läd zum 1. Vorbereitungstreffen für die Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie 2012 ein.

  • Termin: Freitag, den 13. Juli von 16.00 bis 17.30 Uhr
  • Ort: StuRa-Gebäude (Sitzungsraum)

Er werden noch Personen gesucht, die sich bei der inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung einbringen möchten. Wie das möglich ist, könnt ihr auf der Aktionstage-Seite nachlesen.

Mitschnitt der Ringvorlesung am 27. Juni 2012: Manfred Dahlmann über den Begriff der Form bei Johannes Agnoli

Am 27. Juni 2012 hielt Manfred Dahlmann im Rahmen der Ringvolesung "Demokratie und Gewalt" eine Vortrag mit folgender Ankündigung:

Mitschnitt der Ringvorlesung am 6. Juni 2012: Tobias Peter zu Polizeigewalt in Deutschland

Am 6. Juni 2012 hielt Tobias Peter im Rahmen der Ringvolesung "Demokratie und Gewalt" eine Vortrag mit folgender Ankündigung:

Nazis auf dem Campus

Ende letzter Woche machte das Referat für politische Bildung per Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass mindestens ein Security-Mitarbeiter beim Public Viewing hinter dem Hörsaalzentrum offen Thor – Steinar – Kleidung zur Schau trägt. Die Thematisierung dieses Umstands in den regionalen Medien führte dazu, dass die OrganisatorInnen des Public Viewings laut Eigenaussage die Security – Firma wechseln wollen. Gleichzeitig wurde uns vorgeworfen, das Problem an die Öffentlichkeit statt an die VeranstalterInnen getragen zu haben. Davon abgesehen, dass nach all den Skandalen um Nazis bei Security-Firmen (man denke nicht zuletzt an „Ihre Wache“) es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass sich VeranstalterInnen ihr Security-Personal genauer anschauen, wollten wir verhindern, dass das Problem unter den Teppich gekehrt wird. Die schnelle Reaktion der OrganisatorInnen des Public Viewings gibt uns an dieser Stelle auch Recht; nicht zuletzt weil Nazis zumeist in erster Linie als Imageproblem gesehen werden.

Doch es sollte noch deutlich schlimmer kommen. Nach der gestrigen Campus-Party haben die VeranstalterInnen, die frisch gebackene Exzellenz-Uni und vor allem die Dresdner Konzertsicherheit und Service GmbH (DKS), welche die Security stellte, ein deftiges Imageproblem, dass jedoch ein durch und durch politisches, genauer gesagt: ein Naziproblem, ist. Für die Sicherheit des Festivals sollte nämlich ein who is who der regionalen Naziszene sorgen, unter ihnen der verurteilte Gewalttäter Willy Kunze, der die Angriffe auf türkische Imbisse in der Dresdner Neustadt zur Fußballeuropameisterschaft 2008 koordiniert hatte, und Christian Leister, der ebenfalls für die Beteiligung an diesen Angriffen und außerdem für zwei weitere politisch motivierte Gewaltverbrechen verurteilt wurde.

Die TU Dresden gehört jetzt zur Elite in Deutschland

Die TU Dresden gehört jetzt zur Elite in Deutschland. Neben der Freude und Erleichterung bei Universitätsführung und Politik gibt es auch kritische Stimmen.

Dresden, 15. Juni 2012

Gespanntes Warten in der Alten Mensa der TU Dresden auf den Beginn der Live-Übertragung der Pressekonferenz aus Bonn, die jedoch aufgrund von technischen Problemen nicht durchführbar war. Ab 15 Uhr finden sich Interessierte im Festsaal ein, um eine halbe Stunde später in Jubel auszubrechen, nachdem Prof. Hans Müller-Steinhagen, Rektor der TU Dresden, mit einem lauten „Hurra!“ die Bühne betritt. Seit diesem Zeitpunkt darf sich die TU Dresden offiziell zu den exzellenten Universitäten in Deutschland zählen. Anschließend spricht der Rektor seine Danksagungen aus und erklärt die TU Dresden zu einem „Leuchtturm in der Bildungslandschaft Sachsen“.

Die Erleichterung und Freude des Rektors ist spürbar und nicht zu übersehen. Die Stimmung im Saal des historischen Altbaus scheint ausgelassen. Jedoch finden sich auf dieser Veranstaltung auch kritische Stimmen, die im Vorhinein oft überhört wurden. „Wenn der Freistaat Sachsen eine Leuchtturm-Universität braucht, ist dies ein Zeichen für eine düstere Bildungslandschaft.“ erklärt Andreas Spranger, Geschäftsführer für Hochschulpolitik des StuRa der TU Dresden.

„Der Ministerpräsident Tillich hat der TU Dresden zugesichert, die Stellenkürzungen dort auszusetzen, doch in den restlichen sächsischen Universitäten muss umso mehr Personal abgebaut werden. Diese Ungleichbehandlung führt zu einer Schieflage zwischen den Hochschulen und ist nicht hinzunehmen“, so Spranger weiter.

Seitens der Studierenden gab es in der Vergangenheit immer wieder Bedenken gegenüber der Exzellenzkampagne der TU. Besonders bezüglich der unausgeglichenen Verteilung des Geldes wurde häufig Kritik geäußert, die angekündigte Beteiligung der Studierenden an der Ausgestaltung des „Zukunftskonzeptes“ entpuppte sich als Feigenblatt. Auch die Infoveranstaltungen von der Unileitung konnten die kritischen Studierenden nicht überzeugen, zu oft blieben Fragen offen.

Aus anderen Universitäten, die schon in der vorhergegangenen Periode den Exzellenzstatus erhalten haben, gibt es von Seiten der Studierenden vermehrt Klagen, dass die Lehrqualität unter der Fixierung auf öffentlichkeitswirksame Forschungsvorhaben leidet. „Bei den Studierenden oder Mitarbeiter_innen kommt das Geld nicht an, ein Elitetitel bedeutet keine bessere Ausfinanzierung der Lehre.“, so wird beispielsweise an der FU Berlin die Exzellenzinitiative kritisiert. Vielmehr orientiere sich der Titel an den Maximen wirtschaftlicher Verwertbarkeit und internationaler Sichtbarkeit. „Die Lehre wird auf unmittelbar marktfähige Inhalte reduziert, ein eigenständiges und kritisches Studium ist nicht gewollt und kaum noch möglich.“ gibt Anne Schindler, hochschulpolitische Referentin des AStA der FU zu bedenken.

„Wir hoffen, dass die TU Dresden die Fehler anderer Universitäten nicht wiederholt, und werden die Interessen der größten Mitgliedsgruppe der Hochschule – den Studierenden – gegenüber problematischen Tendenzen in der Prioritätensetzung der Universitätsleitung verteidigen.“, kündigt Spranger an.

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