„Inklusion oder Integration? - Eine Diskussion über den Weg zu einer Schule für Alle“

Datum: 
Dienstag, 17. April 2012 - 18:00
Ort: 
WIR AG, Martin-Luther-Straße 21, Neustadt
Veranstaltet von: 
Rosa-Luxemburg-Stiftung Dresden

Mit:         Holger Weidauer, Leipzig


Das Wort „Inklusion“ geistert seit einigen Jahren durch die bildungspolitische Debatte. Dabei scheint es vielen, auch und gerade politischen VerantwortungsträgerInnen, nur ein neuer Begriff für „Integration“. Dass diese Annahme nicht korrekt ist und was „Inklusion“ bedeutet, soll unsere Veranstaltung zeigen. Wir wollen beleuchten, inwieweit sich die beiden Konzepte voneinander unterscheiden. Auch scheint es notwendig zu kritisieren, dass das Konzept der „Inklusion“ nur in der schulpolitischen Diskussion stattfindet und, darin noch mehr verkürzt, auf die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen hinausläuft. Dabei fordern UN-Menschenrechtskonventionen wie auch ein emanzipatorisches Menschenbild wesentlich mehr.

Darüber hinaus thematisiert werden, wie kooperativ, oder nicht, sich die Bundesregierung und die Kultusministerkonferenz zum Konzept der „Inklusion“ und zu den UN-Konventionen verhalten. Wir werden auch in diesem Zusammenhang nicht umhin können, das vielfach in Deutschland praktizierte Modell des gegliederten Schulsystems in Frage zu stellen und darauf hinzuweisen, dass es „Inklusion“ unmöglich möglich macht und sogar den Ansprüchen eines Konzepts der „Integration“ widerspricht.