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Unischlussverkauf
Studierendenvertretungen wollen über die Kürzungspläne für die TU Dresden informieren und diskutieren
Der anhaltenden Unklarheit über die konkreten Auswirkungen der bevorstehenden Kürzungen an der TU Dresden, wollen verschiedene Fachschaften in Kooperation mit dem Studentenrat durch eine Podiumsdiskussion am 03.05.2012 ab 17.00 Uhr im Hörsaalzentrum der TU Dresden begegnen. Ein Mitglied der Konferenz sächsischer Studierender (KSS) wird hierzu zunächst die aktuell vorgesehenen Stellenstreichungen aufschlüsseln und einen Bogen zu anderen sächsischen Hochschulen schlagen. Im Anschluss soll mit Vertreterinnen und Vertretern von Studierendenschaft, Rektorat, Regierung, Opposition und Wirtschaft über die Pläne diskutiert werden.
Die Stellenkürzungen an sächsischen Hochschulen sind ein Thema, das in bestimmten Gremien immer wieder diskutiert, aber viel zu spät in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt worden ist. Das ist auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Strukturgespräche geheim sind und wegen entsprechender Geheimhaltungsklauseln keine Informationen offiziell nach außen dringen dürfen. Robert Stübner, Sprecher des FSR-ph!l, erklärt hierzu: „Solange diese Intransparenz eine Debatte verhindert und der Haushalt mitsamt Bildungskahlschlag Mitte des Jahres an der Öffentlichkeit vorbei durchgewunken werden kann, hat das Kabinett Tillich auf fragwürdige Weise erfolgreich gearbeitet.“
Über die bereits vorliegenden Kürzungspläne, ihren Sinn und Unsinn sowie ihre Alternativen sollen die Teilnehmer_innen des Podiums aufklären. Das verantwortliche Finanzministerium lehnte eine Einladung bereits aus Zeitmangel ab, da man gerade mit den Haushaltsplanungen beschäftigt sei und verwies daraufhin an das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst weiter. Robert Stübner hierzu: „Offensichtlich hält man eine Rechtfertigung des Haushaltsplans gegenüber den Betroffenen für nicht nötig oder man getraut sich schon vor seiner Verabschiedung nicht mehr, den Haushalt überhaupt öffentlich zu vertreten. Mit einem Weitergeben des 'Schwarzen Peters' wollen wir uns allerdings nicht zufrieden geben, weshalb das Podium die wichtigsten Akteure umfassen soll.“
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion soll schließlich noch den Studierenden die Gelegenheit gegeben werden, sich von ihren Fachschaftsräten über die speziellen Auswirkungen der Kürzungen auf die einzelnen Studiengänge informieren zu lassen. Die Veranstaltung wird abschließend gemütlich am Grill ausklingen gelassen.
