Veranstaltungen des Referats Gleichstellungspolitik

Auf folgender Seite findet ihr die Veranstaltungen bzw. Veranstaltungsempfehlungen des Referats Gleichstellungspolitik.

 

Aktionstage Gesellschaft. Macht. Geschlecht. 2019

- vorläfiges Programm, Änderungen vorbehalten -

 

Freitag, 03.05.2019 – 17:00 Uhr

Vortrag & Kurzfilme PorYes – feministische Konzepte in der Pornografie

Die Pornoindustrie ist stark von sexistischen Darstellungen geprägt. Frauen werden häufig als passive Objekte gezeigt, die wie selbstverständlich die männlichen Wünsche und Fantasien bedienen. Männer werden auf unsensible, irreale Dauerständer reduziert. Damit bleibt wenig Raum für einen positiven, mutigen und bewussten Zugang zur eigenen Lust und einen wertschätzenden Umgang mit dem eigenen und anderen Körper/n. Die feministische Bewegung schafft hier seit Jahrzehnten aktiv Alternativen und produziert lust- und powervolle Pornografie abseits von normativen Gendergrenzen und diskriminierenden Schönheitsidealen. Lexi Heinrich stellt verschiedene Ansätze, Künstler*innen und Aktivist*innen mit Filmbeispielen und Gesprächseinladungen vor.

Ort: Café OHA
Referent:innen: Lexi Heinrich (Organisatorin PorYes – Feminist Porn Award Europe, Mitarbeiterin bei Dr. Laura Meritt)

 

Dienstag, 07.05.2019 – 18:30 Uhr

Vortrag LSBTIAQ* – Diversity für Anfänger:innen und Fortgeschrittene*

Schon mal was von Neutrois gehört? Asexualität? Quoiromantik? Genderflux?
Die Gleichstellung der Ehe ist geschafft, Social Media-Seiten erkennen die Geschlechtervielfalt an und machen teilweise gar keine Vorgaben mehr, Polyamorie wird in Kinofilmen thematisiert.
Aber was genau ist das eigentlich alles? Unser Vortrag mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde beleuchtet, was neben Monogamie, Hetero, Homo, Bi und Trans* noch alles zu vielfältigen Lebensweisen gehört.

– Die Vorlesung ist kostenlos und offen für alle Interessierten –

Ort: TU Dresden (GER 37)
Referent:in: Gerede e.V.

 

Mittwoch, 08.05.2019 – 19:00 Uhr

Workshop Trans* an der Uni

In dem Workshop wollen wir gemeinsam erarbeiten, was es heißt, trans* an der Hochschule zu sein und wie sich die Hochschulen ändern sollten, um trans* Studierenden gerecht zu werden.


Ort: TU Dresden (HSZ 101)
Referent:innen: Lukas & Martin (AG SchLaU)

 

Montag, 13.05.2019 – 18:00 Uhr

Stadtrundgang Feministory

Wo trafen sich Lesben in der DDR ? Was hat Pegida mit unrasierten Achseln zu tun ? Und wer spült in der Neustadt eigentlich die Teller ab ?
Feministische Ereignisse, Persönlichkeiten und Geschichten sind im Dresdner Stadtbild erst einmal nicht sichtbar. Gemeinsam wollen wir feministische Themen anhand eines Rundgangs durch die Stadt sichtbarmachen und entdecken.
Wir laden euch ein mit uns zusammen Dresden durch die lila Brille zu sehen!
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Where did Lesbians meet in the GDR? What does Pegida have to do with unshaved armpits? And who exactly does the dishes in the “Neustadt”?
Feminist events, personalities and stories remain unseen and unheard of in Dresden. Together with you we want to reveal and discover feminist topics during our tour through the city.
Come take a look at Dresden through purple-tinted glasses!

Ort/Startpunkt: Dresden Alaunplatz (Haltestelle)
Referent:innen: Feministory

 

Dienstag, 14.05.2019 – 18:30 Uhr

Vortrag Feminismus 4.0! Radikal-, Liberal-, Post-, Queer-, Gaga-.... Feminismus... Geschichte feministischer Ideen und Bewegungen seit den 80er Jahren

Die Anzahl der sogen. "Bindestrich-Feminismen" bzw. 'attributiven' Feminismen (Günther 2013) hat in den letzten Jahrzehnten noch weiter zugenommen. Dies zeigt zweierlei: Erstens haben wir es mittlerweile mit einer schon fast unübersichtlichen Anzahl an theoretischen Zugängen, Denkweisen sowie politischen Praxen zu tun, zweitens zeigt diese Entwicklung aber eben auch die Vielfalt und den Ideenreichtum innerhalb einer postmodernen Welle des Feminismus. Der Vortrag gibt kursorisch einen Überblick über feministische Ideen im wissenschaftlichen Diskurs sowie den sozialen Bewegungen seit der 1980er Jahre.

Ort: TU Dresden (HSZ 304)
Referentin: Jana Günther (promovierte Dipl.-Sozialwiss.)

 

Samstag, 18.05.2019 – 17:00 Uhr

Workshop FLINT-Autist*innen - Empowerment zwischen Fremdbestimmung und Unsichtbarkeit

Sowohl in den Medien wie auch in der Forschung sind autistische FLINT-Personen unterrepräsentiert. Viele von uns bleiben bis ins Erwachsenenalter undiagnostiziert und ohne Wörter für unser Erleben. Auch im Aktivismus finden wir, sowie erwachsene Autist*innen allgemein, wenig Gehör: Die Diskussion wird meist aus der Sicht und mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Eltern autistischer Kinder geführt.
In dieser Veranstaltung wird die Sicht der FLINT-Autist*innen und unser Alltag zentriert. Was kann ich mir unter autistischem Spektrum vorstellen, kann ich mich darin verorten? Welche Erfahrungen machen ich und andere Autist*innen, wie benennen wir diese? Welche Bewältigungsstrategien haben wir gefunden, um im neurotypischen Alltag zurecht zu kommen, welche Fragestellungen bleiben noch offen?
Um eine theoretische Struktur zu bieten, werden die Neurodiversitätstheorie und das soziale/kulturelle Modell der Behinderung in Grundzügen dargestellt.

Dauer: 3 h
Ort: TU Dresden (REC D16)
Referent:in: Leo Grolmus

 

Montag, 20.05.2019 – 18:30 Uhr

Vortrag Sexistische Werbung?! Soziologischer Blick auf Frauen-Männer-Verhältnisse in Reklame.

Schon ab dem Kleinkindalter werden Gesellschaftsmitglieder viele Male am Tag mit Werbungen konfrontiert: im Radio beim Frühstücken, auf Großplakaten beim Warten auf den Bus, in Schaufenstern beim Einkaufen, im Briefkasten beim Postrausholen , im Fernsehen und auf Online-Portalen beim Videos schauen, usw. Meistens nehmenAkteur*innen nicht wahr, dass die Reklame quasi-omnipräsent ist, und dass sie tagtäglich als Angehörige einer oder mehrerer Zielgruppen Gegenstand kommerzieller Strategien sind, welche ihre Denk- und Verhaltensweisen beeinflussen wollen. Das Ziel des Vortrages ist es, einen reflexiven Blick auf Werbung anzuregen. Er wird insbesondere beleuchten, dass in Reklamen häufig nicht nur für einen zum Verkauf stehenden Produkt, sondern auch für ein normativ geprägtes Geschlechterarrangement geworben wird. Vor dem Hintergrund des soziologischen Forschungsstandes und anhand zahlreicher Werbeplakate wird er aufdecken, wie in der Werbung die Hierarchisierung der Geschlechter viel subtiler als nur über einen bloßen ‚Sexismus‘ verläuft.

Ort: TU Dresden (HSZ 403)
Referentin: Dr. Anne-Laure Garcia

 

Mittwoch, 22.05.2019 – 16:00 Uhr

Workshop Kritische Männlichkeitsreflexion

Männlichkeit stellt in der patriarchalen Gesellschaft die Norm dar und wird höher bewertet als Weiblichkeit - dadurch entstehende Privilegien werden jedoch meist übersehen. Im Workshop setzen wir uns mit Männlichkeiten in unseren Lebenswirklichkeiten auseinander. Wir reflektieren, wie wir auf Partys, in Politgruppen, in Freundschaften und Beziehungen selbst Männlichkeiten herstellen, stützen und wahrnehmen. Voraussetzung: Bereitschaft zur kritischen Selbstreflexion.

Dauer: 4 h
Ort: TU Dresden (MER 03)
Referent: David Herling
Anmeldung: Um den Workshop besser planen zu können, wird um unverbindliche Anmeldung per Email gebeten. (Die Teilnahme ist auch ohne Anmeldung möglich.)

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der UN-Women-Initiative Dresden statt.

 

Mittwoch, 22.05.2019 – 18:30 Uhr

Vorstellung Forschungsprojekt Sexualobjekte – Drehscheibe zwischen Wissen, Macht, Lust, Beziehungsarbeit und Produktionsverhältnissen

Leben wir in einer durch ‚1968‘ sexuell befreiten Gesellschaft, in einer (queer-)feministischen Diktatur oder im neoliberalen Update eines Patriarchats, das uns zur Arbeit an technisch optimierten Orgasmen zwingt? Diskussionen um Pluralisierung und/oder Ökonomisierung des Sex sind meist mit polarisierten Normvorstellungen verbunden, während die Phänomene widersprüchlicher ausfallen.
Unser Forschungsprojekt untersucht die ambivalente Rolle von Sexspielzeugen, Verhütungs-, Potenzmitteln und Sexualobjekten aller Art im Kontext einer fortschreitenden Normalisierung aber auch Ökonomisierung diverser sexueller Praktiken und fragt nach der Vermittlungsrolle dieser Objekte in größeren gesellschaftlichen Zusammenhängen:
In welchen politisch-ökonomischen Kontexten entsteht Wissen über Sexualität, Körperlichkeit, Gesundheit, Geschlechtlichkeit und Begehren? Wie ist es mit gesellschaftlichen Dynamiken und Kämpfen verflochten? Wie sind historisch-soziale Veränderungen des Sexualwissens mit Transformationen der Arbeitsteilung, der Produktions-, Reproduktions- und der Geschlechterverhältnisse verbunden? Welche neuen Möglichkeiten sexualitätsbezogener Körper-, Selbst- und Weltverhältnisse werden dabei eröffnet und mit welchen emanzipatorischen Ansprüchen und Potentialen, aber auch mit welchen Macht- und Ausbeutungsverhältnissen ist dies verbunden?

Ort: TU Dresden (WIL C107)
Referent:innen: Nora Molinari & Dr. Tino Heim

 

Donnerstag, 23.05.2019 – 17:30 Uhr

Vortrag Welche Rolle spielt Knast aus einer feministischen Perspektive?

Strafe wird angewendet für die Sanktionierung unerwünschten Verhaltens. Dabei ist der Knast die höchste Form von Strafe in Deutschland. Laut dem statistischem Bundesamt saßen in deutschen Knästen am 30. November 5341 Frauen ein. Wer sind diese Frauen? Wofür werden sie bestraft? Wie viele von ihnen identifizieren sich überhaupt als Frauen?

Knast erfüllt eine strukturelle Funktion, etwa bei der Verwaltung von Armut. Doch welche Rolle erfüllen Frauen*knäste? Wie helfen sie dabei ein patriachales geschlechterbinäres System aufrecht zu erhalten? Das deutsche Knastsystem unterscheidet zwischen Frauen und Männern, je nachdem was im Pass steht. Es ist nicht vorgesehen, dass manche Menschen weder Frau noch Mann sind oder sich nicht mit dem identifizieren, was im Pass steht.

Wir wollen mit euch über den genderspezifischen Charakter von Bestrafung sprechen. Denn die Praktiken in den  Frauen*knästen werden spezifisch nach Geschlecht geplant und erfüllen einen bestimmten Zweck- so können wir das falsche Konzept aufbrechen, dass Frauen*knäste etwas nebensächliches sind und Männerknäste die Norm konstituieren.

Knast ist eine feministische Angelegenheit!

Ort: TU Dresden (HSZ 201)
Referent:innen: ABC

 

Freitag, 24.05.2019 – 16:40 Uhr

Vortrag Reframe Fat Reclaim Movement - Diskriminierung_Trauma im Körper transformativ begegnen

In diesem Vortrag geht es darum, wie strukturelle Diskriminierung_Trauma auf den Körper zielt und sich in ihn einschreibt. Näher ausgeführt wird das am Beispiel der Diskriminierung gegen dicke_fette Körper.
Es werden Forderungen an einen transformativen und heilsamen Bewegungsraum gestellt, in dem verkörperten Diskriminierungserfahrungen neu und kollektiv begegnet werden kann. Auf diese Weise soll Bewegung im doppelten Sinne wirksam sein: über das Spüren des eigenen Körpers in einem barrierearmen körperpositiven Raum und Bewegung als politischer Zusammenschluss durch einen ganzheitlichen, kollektiven Ansatz. Zentral für diese Neurahmung von Bewegung ist die Hinterfragung und Neukonzeption von Gesundheit im Allgemeinen, in der ein Gewichtsreduktionsfokus und der eine-Lösung-für-alle-Ansatz des Diätindustriekomplexes abgelehnt wird. Widerständig zum dominanten Gesundheitsdiskurs können in diesen Bewegungsräumen intersektionale Bündnisse und Neuverhandlungen stattfinden.
Dabei soll es am Beispiel meiner somatischen (körperbezogenen) Empowermentarbeit „Reframe Fat – Reclaim Movement“ gezeigt werden, wie das konkret umsetzbar ist. Aufregend!

Ort: TU Dresden (GER 37)
Referent:in: Mäks*

 

Samstag, 25.05.2019 –  13:00 Uhr

Workshop Reclaim your fatness!

Somatisches Empowerment für Körper, die von Schlankheitsnormen abweichen

Ziel des Workshops ist es Raum für körperpositive Bestärkung von Menschen zu schaffen, die sonst eher von Beschämung und Diskriminierung aufgrund ihres dicken_fetten* Körpers betroffen sind.
Kaum ein anderes Gewebe ist gesellschaftlich derart negativ aufgeladen und in Gesundheits-, Leistungs- und Begehrensdiskurse verstrickt. Durch einen kurzen Input zu Fett als Gewebe, wollen wir ihm eine neue Rahmung geben: Wie sieht das überhaupt aus? Was sind Aufgaben und Eigenschaften? Gefüttert mit diesen neuen Bildern wollen wir uns zusammen kleinen Spürexperimente widmen (keinerlei „fitness“ oder ähnliches nötig, keine Berührungen).

Danach tauschen wir uns aus: über unser Fett und die Erfahrungen als dicke_fette Person in dieser Welt, Wünsche und subversive Strategien, Widerstand und fette Vorbilder.
*dick_fett bezieht sich nicht auf Gewicht oder medizinische Maße für Schlankheit. Es ist eine Selbstbezeichnung, die bedeutet, dass wer von einer Schlankheitsnorm abweicht, dafür strukturell diskriminiert (z.B. sind öffentliche Räume nicht auf sie ausgerichtet, wie Sitzgrößen und wie viel Kilogramm sie tragen, oder gesellschaftlich wird dick_fett mit hässlich, faul und willensschwach verbunden)
oder beschämt wird (z.B. beschimpft oder immer wieder aufgefordert werden abzunehmen).
Sich dick_fett zu nennen bedeutet auch, das als politisch anzusehen und abzulehnen. Dafür werden diese negativ besetzten Wörter zurück genommen und ihnen eine neue Bedeutung gegeben. Eingeladen sind somit alle Menschen, die sich damit identifizieren können. Somatisches Empowerment für Körper, die von Schlankheitsnormen abweichen
Ziel des Workshops ist es Raum für körperpositive Bestärkung von Menschen zu schaffen, die sonst eher von Beschämung und Diskriminierung aufgrund ihres dicken_fetten* Körpers betroffen sind..

Ort: TU Dresden (Falkenbrunnen Sportzentrum 001)
Referent:in: Mäks*

 

 

Sonntag, 26.05.2019 – 18:30 Uhr

Vortrag Antifeminismus im deutschsprachigen Raum: Inhalte, Strukturen, Argumentationsmuster

„Gender-Mainstreaming ist intellektueller Wohlstandsmüll“, „Ehe und Familie vor!“, “Unsere Demokratie entwickelt sich allmählich zur Femokratie“ – in Zeiten des parlamentarischen und gesamtgesellschaftlichen Rechtsrucks/ Rollbacks zeigt auch der Antifeminismus seine vielfältigen Gesichter. Im Rahmen des Beitrags werden exemplarisch die verschiedenen Ausprägungen antifeministischer Aktivitäten im deutschsprachigen Raum beleuchtet. Neben religiösem Fundamentalismus, welcher unter anderem von sogenannten „Lebensschützer_innen“ vertreten wird und moderneren “Anti-Gender-Gruppierungen”, welche sich primär gegen progressive Sexualpädagogik an Schulen ausspricht, soll auch die antifeministische Männerrechtsbewegung genauer betrachtet werden. Die Bewegung formierte sich in den 80er Jahren und ist auch derzeit insbesondere in den sozialen Medien vertreten. Hierbei soll geklärt werden, welche Inhalte verschiedene antifeministische Gruppierungen transportieren, wie weit sich diese überschneiden und welchen Strategien sie sich in verschiedenen Räumen und Öffentlichkeiten bedienen.
Nach dem etwa einstündigen Input-Impuls wird es Möglichkeit zu (kritischen) Nachfragen und zu Diskussion geben.


Len Schmid ist Sozialwissenschaftler_in, Sexualwissenschaftler_in (i.A.), Autor_in und Herausgeber_in. Len beschäftigt sich mit den Verknüpfungen von antifeministischen und rechtsextremistischen Spektren. Len hat außerdem das Buch “Lookismus Normierte Körper – Diskriminierende Mechanismen – (Self-)Empowerment” mitherausgegeben.

Ort: TU Dresden (GER 37)
Referent:in: Len Schmid

 

Achtung, geändert: Mittwoch, 29.05.2019 – 18 Uhr

Workshop Master Suppression Techniques (MSTs) - strukturelle Unterdrückungsformen erkennen und bewusst bekämpfen

Hast du dich schon einmal gefragt, warum die Diskriminierung von Frauen, Inter und trans Personen so flächendeckend praktiziert wird? Und ob man dabei ein Muster erkennen kann? 

Berit As, Parlamentarierin in Norwegen in den 70ern, brachte es schon damals auf den Punkt: Sie formulierte die sogenannten "Master Suppression Techniques" (MSTs), die die einzelnen Unterdrückungsmechanismen schön verständlich aufschlüsseln. 
Im Workshop werden wir uns diese Master Suppression Techniques einmal genauer anschauen. Doch nur Identifizieren reicht nicht! 
Anschließend wollen wir Strategien entwickeln, um gegen die erkannten Unterdrückungsmechanismen vorzugehen!
Menschen des gesamten Geschlechtsspektrums sind eingeladen teilzunehmen.
 
Ort: TU Dresden (HSZ 103)
Referentin: Paula Moser
Anmeldung: Um den Workshop besser planen zu können, wird um unverbindliche Anmeldung per Email gebeten. (Die Teilnahme ist auch ohne Anmeldung möglich.)
 
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der UN-Women-Initiative Dresden statt.
 
 
Dienstag, 04.06.2019 – 20 Uhr

FEMTALK @ NIGHT - work/life/polit balance?

Es kommen wieder famose Szenegäste zusammen, um in dieser zweiten Ausgabe des femtalks über diverse Lebensfragen zu debattieren: Wie ist es um unsere work/life/polit balance bestellt? Ist es nach 20 Semestern soweit gewesen, sich jetzt einen Teilzeitjob im Büro zu suchen, um die Politarbeit zu finanzieren? Oder arbeitest du schon seit du 15 bist im Handwerk und hast Politik immer nebenher gemacht? Oder verweigerst du Lohnarbeit, um dich voll und ganz der politischen Arbeit widmen zu können? Wird deine Politarbeit jetzt bezahlt oder versuchst du immernoch vergeblich, deine Kolleg_innen zu organisieren?
In dieser Talkshow wird getalkt - persönlich, radikal und mit Haltung!

Ort: AZ Conni

Moderation: Iréne und Janine

 

Hinweis zu Studium Generale

Es gibt die Möglichkeit für die Teilnahme an den Aktionstagen 2 ECTS im Aquabereich zu erhalten, wenn eine Prüfungsleistung in Form eines Portfolios erbracht wird. Weitere Informationen zur Prüfungsleistung und Einschreibung gibt es auf OPAL.

Der angekündigte Lesekreis muss leider entfallen.

 

 

Die Aktionstage werden vom StuRa der HTW Dresden finanziell unterstützt.

 

 


Veranstaltungsempfehlungen

Dienstag, 04. Juni 2019 - 19:00 Uhr im Klemperer-Saal (SLUB, Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek)

#gendertroubled. Antifeminismus und Mobilisierungen gegen „Gender“

Vortrags- und Diskussionsabend mit Franziska Schutzbach und Juliane Lang

Seitdem sich Frauen für ihre Rechte, für Entscheidungsmacht über ihr eigenes Leben und Chancengleichheit einsetzen, müssen sie mit harschem Gegenwind rechnen. Dabei variiert der Antifeminismus über die Jahrzehnte in Formen, Schwerpunkten und Strategien. In der jüngsten Zeit ist insbesondere der Begriff gender von Seiten neuer rechter und anderer antifeministischer Akteur*innen in einen Kampfbegriff verwandelt worden. Unter dem Vorwurf des „Genderismus“ werden Personen, die sich politisch oder wissenschaftlich zu Geschlechterverhältnissen äußern, öffentlich beleidigt und bedroht. Erkenntnisse sozial- und kulturwissenschaftlicher Forschungen zu Geschlecht werden pauschal abgewertet, Gleichstellungsmaßnahmen lächerlich gemacht und für überflüssig erklärt. Solche Akte der Schmähung und Herabsetzung sind ein zentraler Bestandteil der Mobilisierung im Konflikt um den Erhalt und die Veränderung von Geschlechterverhältnissen. Der Diskurs um Gender ermöglicht einen Brückenschlag zwischen rechten Weltanschauungen und jenen, die als der bürgerlichen Mitte zugehörig gelten.

Im Rahmen des Vortrags- und Diskussionsabend referiert Franziska Schutzbach über rechte Diskursstrategien und -verschiebungen. Juliane Lang beleuchtet in ihrem Beitrag die dahinterliegende Akteurslandschaft. In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum soll die Frage nach Gegenstrategien im Mittelpunkt stehen.



Referentinnen:
Franziska Schutzbach (Basel), Geschlechterforscherin und Soziologin, Autorin von „Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien im Überblick“ (Zürich/München 2019)
Juliane Lang (Berlin/Marburg), Erziehungs- und Geschlechterwissenschaftlerin, Mitherausgeberin von „Antifeminismus in Bewegung. Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt“ (Hamburg 2018)

Moderation:
Felix Schilk (Institut für Soziologie, TU Dresden)

Organisatorinnen: Sonja Engel (SFB 1285 Invektivität, TU Dresden), Jana Günther (Institut für Soziologie, TU Dresden)


Eine Kooperationsveranstaltung des SFB 1285 – Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung und des Instituts für Soziologie der TU Dresden.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die durch beleidigende, sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische, anti-muslimische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Gleiches gilt für Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen oder die bereits in der Vergangenheit durch derartiges Verhalten in Erscheinung getreten sind.