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Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie
AKTIONSTAGE 2011*
Das Referat Gleichstellungspolitik beteiligt sich in diesem Jahr zum 3. Mal an "Gesellschaft Macht Geschlecht - Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie". Die Aktionstage finden vom 7. bis 11. November 2011 an der TU Dresden statt.
Bereits zum 6. Mal ruft der freie zusammenschluss von student*Innenschaften (fzs) zur Aktionswoche "Gesellschaft Macht Geschlecht - Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie" auf. Das Referat Gleichstellungspolitik des StuRa der TU Dresden organisiert in diesem Rahmen zum 3. Mal in Folge die Aktionstage an der TU Dresden. Mit der Unterstützung zahlreicher Gruppen und Organisationen aus Hochschule und Gesellschaft ist es uns gelungen, euch ein umfangreiches und vielfältiges Programm zusammenzustellen, das neben Vorträgen und Workshops auch ein abwechslungsreiches Abendprogramm zu bieten hat. Wir laden euch herzlich zu einer Woche mit spannenden Veranstaltungen, erkenntnisreichen Diskussionen und viel Spaß ein.
Den Aufruf des fzs zu den diesjährigen Aktionstagen könnt ihr hier nachlesen. Informationen zu Veranstaltungen anderer Studierendenvertretungen erhaltet ihr auf diesen Seiten.
UNSERE KOOPERATIONSPARTNER*INNEN
- Referat Politische Bildung, StuRa der TU Dresden
- Grüne Hochschulgruppe Dresden
- DIE LINKE.SDS Hochschulgruppe Dresden
- Juso Hochschulgruppe Dresden
- Kino im Kasten - studentisches Programmkinon der TU
- Gerede e.V. Dresden
- weiterdenken - Heinrich Böll Stiftung Sachsen
- Campusbüro Uni mit Kinder, TU Dresden
- Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung in Sachsen
- die bühne e.V. - das Theater der TU
- Bärenzwinger Dresden
MATERIALIEN
- Plakat 1: Ampelfigur
- Plakat 2: Wann hast du deinen Eltern gesagt, dass du heterosexuell bist?
- Aufkleber
- Programmflyer (Kurzübersicht)
- Programm (Langfassung)
- Info-Folie für Overhead-Projektoren (auch Polylux genannt)
PROGRAMM
- Damit auch alle rechtzeitig die Räume der Veranstaltungen finden, gibt hier den Lageplan zu TU Campus.
Montag, 07.11.2011
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Vortrag: „Bei uns an der Schule gibt’s auch welche...“
über den ganz normalen Alltag(swahnsinn) von trans*/schwul/lesbischen Jugendlichen
16.40 - 18.10 Uhr, HSZ 201
Die wenigen Studien über trans*/schwul/lesbische Jugendliche zeichnen kein gutes Bild über deren Situation. Sei es die Familie, der Freundeskreis oder die Schule: potenziell besteht für geoutete (als auch nicht-geoutete) Jugendliche die Gefahr des Mobbing, der Diskriminierung, des Darüber-Lustig-Machens usw. Doch welche Möglichkeiten gibt es, gerade im Kontext Schule einen sicheren und freundlichen Ort für Alle zu schaffen? Wie kann mit der Thematik im Unterricht umgegangen werden? Was hat Mathematik mit Lesben zu tun? Und: Wie kann über nicht-heterosexuelle Schüler_innen gesprochen werden, ohne sie als „die Anderen“ zu betrachten?
Der (aktive) Vortrag stellt einen Versuch dar, sich an diese Fragen anzunähern. Dabei wird zunächst der Fokus auf verschiedene Begrifflichkeiten (trans*, queer usw.) gelegt. Darauf aufbauend werden unterschiedliche Studien vorgestellt, welche sich mit der Situation von nicht-heterosexuellen Jugendlichen auseinandersetzen. Gemeinsam werden anschließend Strategien für einen diskriminierungsfreien Lernort Schule erarbeitet bzw. erörtert.-
Vortrag: Queer und Kapitalismuskritik!
18.30 - 20.00 Uhr, HSZ 201
„Geschlecht“ als Kategorie zeigte sich historisch als produktiv für kapitalistische Produktionsweise. Löhne konnten gedrückt werden: Frauenlöhne sind noch heute erheblich geringer als Männerlöhne. Frauen konnten in „Krisenzeiten“ mit der Ideologie „Frauen an den Herd“ aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden – und tauchten dann nicht in der Bilanz des privaten Unternehmers auf.
Gleichzeitig bilden Geschlecht und Sexualität Ziele kapitalistischer Produktion. So verhalten Menschen sich geschlechtlich und stellen sich stetig als „Mann“ oder „Frau“ her. Das gelingt vielfach mit Produkten, wie Kleidung, Hobbies, Fitness, Erlebnis- und Reiseberichten. Mit diesen kann man sich seiner „Weiblichkeit“ bzw. „Männlichkeit“ versichern und dafür Sorge tragen, in der eigenen Peergroup anerkannt zu sein.
Ausgehend von einer Analyse von Geschlecht und kapitalistischer Produktionsweise und der derzeitigen Aktualisierung (Individualisierung, Flexibilisierung) werden Ansätze für queer-feministische Kapitalismuskritik diskutiert.-
Lesung: Egalitäre Töchter and other Stereotypes
20.45 Uhr, die bühne, Teplitzer Str. 26 (Weberbau)
Es wird geladen zu einem bilingualen literarischen Abend. Neben selbstverfassten Kleinoden auf deutsch und englisch--mal ernst, mal augenzwinkernd--, kommen Auszüge aus Gerd Brantenbergers 1977 erschienenem Roman "Die Töchter Egalias" zum Vortrag. Auch wenn schon etwas älteren Jahrgangs, bietet der Roman doch viel Stoff zum Schmunzeln und Nachdenken. Kommen, hören, lachen und inspiriert nach Hause gehen.
veranstaltet vom: Referat Gleichstellungspolitik
Dienstag, 08.11.2011
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Vortrag: Folter, Haft und Hinrichtung - Der weltweite Kampf für Menschenrechte von sexuellen Minderheiten
16.40 - 18.10 Uhr, BEY 98
In 85 Staaten wird Homosexualität heute noch strafrechtlich verfolgt, in einigen Ländern der islamischen Welt mit der Todesstrafe bedroht. Auch in Europa schlägt Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) mitunter noch Hass entgegen.
Mutige AktivistInnen treten heute auf allen Kontinenten für die Menschenrechte von LGBT ein, machen deutlich, dass diese Rechte universell und unteilbar sind, dass LGBT-Rechte Menschenrechte sind.
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung unterstützt diesen Kampf durch konkrete Hilfe und Spendenaufrufe, Veranstaltungen im In- und Ausland sowie Informationsvermittlung an die Verantwortlichen der Auswärtigen Politik, der internationalen Zusammenarbeit und der Menschenrechtsarbeit.
Referent: Axel Hochrein (Gründungsvorstand der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, Bundesvorstand und Sprecher des Lesben und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) und Leiter von diversen Kampagne des LSVD)
veranstaltet von: Grüne Hochschulgruppe und Weiterdenken der Heinrich-Böll-Stiftung in Sachsen
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LEIDER MUSS DIESE VERANSTALTUNG WEGEN ERKRANKUNG DER REFERENTIN ENTFALLEN. WIR BITTEN UM ENTSCHULDIGUNG. Vortrag mit Diskussion: Sachsens Gleichstellungspolitik - Ene, Mene, Muh und Raus bist Du?
18.30 - 20.00 Uhr, BEY 98
Sowohl durch die Verfassung als auch durch das Europa- und Bundesrecht ist Sachsen verpflichtet, für die volle Gleichstellung aller Menschen zu sorgen. Jedoch wurde in den vergangenen Jahren erneut deutlich, dass die sächsische Regierung ihrem Gleichstellungsauftrag wenig Bedeutung zukommen lässt. So spielt die sexuelle Identität eines Menschen im Freistaat Sachsen noch immer eine wesentliche Rolle. Dies wird nicht nur im gesellschaftlichen Alltag deutlich, sondern spiegelt sich auch in den landeseigenen Gesetzen wieder. Denn Gleichstellung bedeutet auch, dass jedwede Diskriminierung auf Grund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung abzubauen ist. Das beispielsweise das vor zehn Jahren in Kraft getretene Recht der Eingetragenen Lebenspartnerschaft in Sachsen noch immer nicht vollständig umgesetzt wurde, ist neben den fatalen Kürzungen von Gleichstellungsprojekten landesweit, nur einer der Gründe dafür, dass Sachsen im bundesweiten Vergleich konstant seine Position als gleichstellungspolitisches Schlusslicht manifestiert. Der Freistaat Sachsen wird somit zum Negativstandort und verliert neben seiner gesellschaftlichen Attraktivität auch an wirtschaftlichem Potential.
In der Veranstaltung wird Eva Jähnigen, MdL, in einem Inputreferat näher auf die bestehenden Probleme eingehen. Im Anschluss sollen gemeinsam mit euch Erfahrungen ausgetauscht und mögliche Ansätze für eine erfolgreiche sächsische Gleichstellungspolitik diskutiert werden.
Referentin: Eva Jähningen (MdL, Bündnis 90/Grüne)
veranstaltet von: Grüne Hochschulgruppe
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Film und Diskussion: "XXY" (Original mit deutschen Untertitel)
21.00 Uhr, Kino im Kasten (August-Bebel-Str. 20)
Alex ist fünfzehn – und hat ein Geheimnis. Aufgrund einer seltenen Laune der Natur ist sie beides: Mädchen und Junge. Die Eltern sind mit ihr aus Buenes Aires an eine einsame Küste gezogen, weg vom Geschwätz der Leute. Eines Tages kommt ein befreundeter Chirurg mit seiner Familie zu Besuch. Könnte, sollte man vielleicht?
Dabei möchte Alex nur den Dingen ihren Lauf lassen. Da kommt ihr Alvaro gerade recht, der sechszehnjährige Sohn der Gäste. Ein Kandidat für das erste Mal? Alvaro ist überrumpelt – und fasziniert von der herausfordernden Art mit der Alex ans Werk geht …
Weitere Informationen: http://xxy-film.de/index.html sowie auf der KiK-Homepage
veranstaltet vom: Kino im Kasten und Referat Gleichstellungspolitik
Mittwoch, 09.11.2011
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Workshop: Blickpunkt Gleichstellung - Sexuelle Identität geht uns alle an!
14.30 - 16.30 Uhr, WIL C 204
Sexualität und sexuelle Identitäten sind spannende Themen, die jede und jeden von uns betreffen. Gemeinhin wissen wir allerdings über diese Themen weniger, als wir im Vergleich für eine Führerscheinprüfung lernen. Es lohnt sich jedoch, einmal näher in dieses Dickicht aus Mythen, Vorbehalten, Tabus und Lustvollem vorzudringen.
Jeder und jede von uns besitzt seine eigene, ganz persönliche sexuelle Identität, die sich aus mindestens vier Einzelkomponenten zusammensetzt. Unsere körperlichen Geschlechtsmerkmale (Biologische Geschlechtlichkeit) spielen dabei eine ebenso große Rolle, wie unsere Geschlechtsidentität (Psychische Geschlechtlichkeit), unser geschlechtliches Rollenverhalten (Soziale Geschlechtlichkeit) und unsere sexuelle Orientierung. Alle vier Komponenten sind eingebettet in Verhaltens-, Denk- und Handlungsweisen, welche stark durch die Erziehung im Elternhaus und vor allem auch durch unseren kulturellen Hintergrund geprägt und beeinflusst werden.
Der Vortrag will einerseits verwirren und andererseits entwirren aus der Vielfalt der Lebensweisen. Es soll dabei deutlich werden, wie schnell aus Unwissenheit Diskriminierung und Ausgrenzung wird und welche Möglichkeiten und Chancen sich aus Aufklärungsarbeit und sachlichen Informationen ergeben.
Referentin: Morena Gutte, Diplom Sozialpädagogin und systemische Beraterin. Arbeitet seit 2001 im Gerede – homo, bi und trans e.V. in Dresden als Beraterin. Außerdem leitet sie das Bildungsprojekt „Respekt beginnt im Kopf“, welches Workshops für Jugendliche sowie Fortbildungsangebote für Fachkräfte aus Schule und Jugendhilfe im Bereich vielfältiger Lebensweisen anbietet.
veranstaltet vom: Gerede e.V. Dresden
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Seminar: Konzeptueller Wandel in der Geschlechtertheorie
16.40 - 18.10 Uhr, HSZ E01
In dieser Veranstaltung wird zum Thema gemacht, wie sich Konzepte der Frauen- und Geschlechterforschung in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben - Von der Unterscheidung zwischen Sex und Gender zum Dekonstruktivismus.
Die Veranstaltung ist Teil des studentischen Seminars "Was heißt denn hier Geschlecht?!?" (Programm bei unseren Veranstaltungempfehlungen und bei facebook)
Das Seminar „Was heißt denn hier Geschlecht?!?“ ist eine Veranstaltungsreihe, die im Wintersemester 2011/2012 dazu einlädt, sich einen Überblick über die historische Entwicklungen von Geschlechterverhältnissen und theoretischen Zugängen der Frauen- und Geschlechterforschung zu verschaffen (Doing Gender, Dekonstruktivismus, Queer Studies etc.). Auf dieser Grundlage sollen spezifisch ausgewählte Theorie- und Themenbereiche vertieft werden um so neue Perspektiven bei der Betrachtung und Interpretation des sozialen Phänomens Geschlecht in einzelnen Kontexten zu eröffnen, die miteinander diskutiert werden sollen. Die Seminarplanung ist offen, bunt und flexibel gestaltet, so dass vorgeschlagene oder gewünschte Themen gern mit aufgenommen werden können.
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Vortrag: Frauen und Männer in der Werbung
18.30 - 20.00 Uhr, HSZ E01
Täglich sind wir einer Flut von Werbereizen ausgesetzt, die wir mehr oder weniger bewusst wahrnehmen. Neben der Werbung für Auto, Eis oder Outdoor-Kleidung bekommen wir darüber hinaus häufig subtile Inszenierungen von Weiblichkeit und Männlichkeit mitgeliefert. Sie führt uns vor, was angeblich typisch weiblich und typisch männlich ist. Werbung spiegelt eine Gesellschaft demnach nicht nur wider, sondern gestaltet sie auch aktiv mit. Hierfür verwendet Werbung oft stereotype Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit, die den gesellschaftlichen Rollenvorstellungen oft weit hinterherhinken. Trotzdem vermitteln Werbebotschaften in diesem Zusammenhang Wert- und Normvorstellungen, die sich mit Hilfe der beworbenen Produkte verwirklichen lassen sollen und als erstrebenswert gelten.
Der Vortrag lässt sich von der Frage leiten, wie Frauen und Männer in der Werbung dargestellt werden und welche Bilder und Stereotype über die Geschlechter präsentiert werden.
Referentin: Maria Kropp (M. A. Politikwissenschaft, Soziologie, Romanistik an der TU Dresden, Bildungsreferentin bei der Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung)
veranstaltet vom: Referat Gleichstellungspolitik
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Gespräch: Aktiv werden - Neue Sprösslinge stellen sich vor
20.15 Uhr, HSZ E01
In Dresden sind einige neue feministische, queere, und gleichstellungs-orientierte Projekte am entstehen. Ob Forum G, die AG Slutwalk Dresden, das Projekt Hollaback Dresden oder die Ladyfest Dresden Crew, in Dresden geht zur Zeit so einiges. Neben diesen neuen Projekten, die immer nach neuen und interessierten Mithelfenden suchen, werden sich auch schon etwas etabliertere Projekte, wie das LiebesLeben, vorstellen. Wer also nicht nur sitzen und zuhören, sondern nach den Aktionstagen auch selber aktiv werden will, ist herzlich eingeladen.
veranstaltet vom: Referat Gleichstellungspolitik, StuRa TU Dresden
Donnerstag, 10.11.2011
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"Wie sehen die denn aus?!" - Workshop zur Entstehung und Reproduktion von Vorurteilen
16.40 - 18.30 Uhr, BEY 98
Im Workshop soll gemeinsam mit den Teilnehmer_innen Strategien entwickelt werden, wie auf weit verbreitete Vorurteile am besten reagiert werden kann. Dazu werden mit ausgebildeten Trainer_innen konkrete Situationen, in denen einem Vorurteile begegnen können, durchgespielt und Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Als inhaltliche Grundlage dient ein Inputvortrag über die Entstehung von Vorurteile und wie diese Verbreitung finden.
Referent*innen: 2 Trainer_innen des Netzwerks für Demokratie und Courage (NDC)
Das NDC setzt seit 10 Jahren demokratiefördernde Bildungsarbeit an Schulen und Ausbildungseinrichtungen um. Ziel ihrer Arbeit ist es, Vorurteile abzubauen und klar gegen menschenverachtende Äußerungen aufzutreten.
veranstaltet von: Juso Hochschulgruppe Dresden
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Vortrag: Alles kinderleicht? Wege schwul-/lesbischer Familienplanung
19.00 - 21.00 Uhr, HSZ 201
Die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz der Vielfalt sexueller Orientierungen erleichtert schwulen Männern und lesbischen Frauen heute ihr Coming Out, bevor sie fest intime Beziehungen eingehen. Früher sah das häufig anders aus. Erst im Rahmen einer heterosexuellen Beziehung wurden sich Männer und Frauen ihrer homosexuellen Neigung bewusst und/oder fanden den Mut diese auch zu leben. Dieser Weg war leidvoll, hatte er dennoch auch etwas Gutes: Lesbische Frauen und Männer wurden relativ einfach und unkompliziert Eltern. Noch heute stammt die Mehrheit der Kinder in homosexuellen Beziehungen aus vorangegangenen heterosexuellen Beziehungen der Partner/innen. Elternschaft und homosexuelle Lebensweisen sind heute zunehmend miteinander denk- und lebbar. Entsprechend wird die Frage nach einem Lebensentwurf mit oder ohne Kinder auch zu einem selbstverständlichen Bestandteil schwul-lesbischer Biografien.
Doch wie wird dieser Elternwunsch realisierbar für gleichgeschlechtliche Paare? Lesben und Schwule geben Pflege- und Adoptivkindern ein neues Zuhause. Lesbische Frauen entscheiden sich für ein leibliches Kind durch heterologe Insemination oder realisieren gemeinsam mit schwulen Männerpaaren ihren Kinderwunsch als so genannte Queerfamily.
Der Vortrag beleuchtet Wege der Familienrealisation für Lesben und Schwule mit dem Hintergrund der aktuellen Rechtslage in Deutschland.
Referentin: Elke Jansen (Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin, sie leitet seit 2002 das Projekt „Regenbogenfamilie“ im LSVD (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland). Das in diesem Rahmen etablierte bundesweite Beratungsangebot für Regenbogenfamilien und Fachpersonal wurde dank der Unterstützung des BMFSFJ eingerichtet und seit einigen Jahren aus LSVD-Mitgliedsbeiträgen weiterfinanziert (www.family.lsvd.de))
veranstaltet vom: Gerede e.V. Dresden und Campusbüro
Freitag, 11.11.2011
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Abschlussbrunch
11.00 - 13.00 Uhr, StuRa-Gebäude
Wir laden alle TeilnehmerInnen der Veranstaltungen und die OrganisatorInnen zum einem entspannten Abschlussbrunch ein, um gemeinsam mit uns einen Rückblick auf die Aktionstage zu werfen. Was war gut an den Aktionstagen, was hätte besser sein können. Welche Aha-Erlebnisse und neue Einsichten sind entstanden? Wo haben sich mehr Fragen aufgetan als beantwortet wurden? Damit möchten wir die Aktionstage abschließen und uns Rückmeldungen und Ideen für die nächsten Aktionstage holen. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.
veranstaltet vom: Referat Gleichstellungspolitik
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Workshop: Mein Körper, mein Haus - Selbsterkundung
14.50 - 18.10 Uhr, HSZ 101
Auch wenn ich mich hier oder da zuordne, oder andere mich zuordnen anhand meiner Kleidung, meiner Bewegung, meines Aussehens, meines offensichtlichen Geschlechts, bin ich doch einzigartig in der Zusammenstellung all dessen was mich ausmacht. Wir widmen uns in diesem Workshop spielerisch vorallem der Körpersprache und -Wahrnehmung, außen, innen, und dem eigenen Gefühl für uns und unserem Körper.
Referentin: Karolin Kaden (Kulturgestalterin, Prozessorganisatorin- Koordinatorin, Mensch in Bewegung, Clownin, Fortbildung im Bereich Kommunikation, Tanz und Theaterpädagogik)
Anmeldung erforderlich! Email an gleichstellung@stura.tu-dresden.de
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Queersounds
22.00 Uhr, Bärenzwinger
Es mag sein, dass sich an einem 11.11. viele Menschen dem Faschingebeginn hingeben, aber wir bevorzugen dann doch die Abschlussparty der Aktionstage gegen Sexismus und Homphobie. Denn in dieser Nacht bringen wir auf der Bühne des Bärenzwinger drei Traumduos zusammen, die in diesem Jahr schon einige (queere) Partys gerockt und elektrisiert haben.
warmup:
FLiERS // DieSeR - Independent Club // IndieStream/IndieTronic // http://www.myspace.com/wearefliers
Der eine braucht volle Klanglandschaften und mitreißende Melodien. Die andere kann sich eine Clubnacht ohne treibende Beats gar nicht mehr vorstellen. Der eine möchte die Menschen schweben lassen. Die andere liebt es, wenn die Gäste mit dem Fuß stampfen. Gemeinsam handeln sie Set für Set Kompromisse zwischen IndieStream und IndieTronic aus. Weit gehen sie auseinander, wenn es um BritRock und HipHop geht. Aber in einem sind sie sich einig: beatlastig und tanzbar soll es sein, gern auch höchst aktuell.
live:
Live At Kalibou Beach // Dresden // electro/pop/bot // http://www.liveatkaliboubeach.com
Durch die Scherben der letzten Nacht dröhnt und scheppert der Trash-Pop-Koloss dem kalten Nordwind entgegen. Zwei Kinderkosmonauten schwenken ihre Fähnchen. Bereits seit 2007 schlägt die Karawane in Europa ihre Zelte auf und zermalmte dabei Tonnen an körnigen Bytes zu Zauberstaub. Dieser Flitterkram über Platten und Cassetten gestreut, brachte inzwischen mehrere EP’s, zwei Alben und Remixe für etliche Nachtnomaden hervor. Aktuelle Veröffentlichung: Portland EP (2011).
aftershow:
L_Sa & kikimike // SQUEERDANCE & YEAH-Party // Beat'n'Indie // http://www.facebook.com/kikimike.design
Derzeit wird das Nachtleben dieser Stadt von zwei Frauen unsicher gemacht, die ihre Mischung gekonnt Beat'n'Indie nennen. Neben diversen Solosets, sind sie als Team monatlich bei der YEAH-Party zu erleben.
Eintritt: 5 € / 3 € (Studierende)
So kannst du mitmachen
Bei der Organisation der Aktionstage (z.B. Flyer verteilen, Plakate aufhängen, Beteiligung an einer Lesung etc.) würden wir uns über Unterstützung sehr freuen. Wenn du also Lust und Zeit hast, dich an der Organisation der Aktionstage zu beteiligen (in welchem Umfang auch immer), dann schreib uns einen Email an gleichstellung@stura.tu-dresden.de. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben uns gezeigt, dass wir jede Hand gut gebrauchen können.
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*Hinweis: Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die rechten Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen.
MEHR INFORMATIONEN
zu den Aktionstagen findet ihr auf dem Aktionstage-Blog und in unserer Facebook-Gruppe "Gesellschaft Macht Geschlecht - Aktionstage gegen Sexismus & Homophobie '11"
Aktionstage 2010
Hier findet ihr das Programm und die Materialien der Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie vom 8. bis 12. November 2010.
Materialien:
- Plakat 1: Ampelfigur
- Plakat 2: Wann hast du deinen Eltern gesagt, dass du heterosexuell bist?
- Plakat 3: Ihr Prof meint, sie ist ziemlich gut in Statistik (für 'ne Frau)
- Postkarte 1: Mensch
- Postkarte 2: Wann hast du deinen Eltern gesagt, dass du heterosexuell bist?
- Postkarte 3: Chefsessel: 90 % W, Vorzimmer: 95 % M - Wäre doch unfair, oder?
