Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie

AKTIONSTAGE 2015*

09. bis 21. November 2015

Vom 9. bis 21. November 2015 finden in diesem Jahr zum 7. Mal die Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie in Dresden statt. Wir möchten sowohl Studierende als auch interessierte Gäste herzlich zu den Veranstaltungen einladen.

Unter dem Motto „Rollenbilder - zwischen Prägung und Politik“ hat das Referat Gleichstellungspolitik des StuRa der TU Dresden eine vielseitige Veranstaltungsreihe für euch organisiert.
 
Mit der Unterstützung von weiteren Gruppen und Organisationen aus Hochschule und Gesellschaft ist es auch in diesem Jahr gelungen, euch ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Seht es euch an und kommt vorbei! Ob zu einer oder gleich zu mehreren Veranstaltungen – es warten zwei Wochen voller interessanter Veranstaltungen, spannender Diskussionen, eine fette Party und viele neue Eindrücke auf euch!
 
Dank der finanziellen Unterstützung durch den StuRa und unsere Kooperationspartner*innen sind alle Veranstaltungen bis auf die Party am 21.11. kostenfrei. Wir hoffen, dass für alle Interessierten etwas spannendes dabei ist und freuen uns über Feedback.

Hier findet ihr den Gesamtüberblick, darunter die Ankündigungstexte zu den einzelnen Terminen. Alternativ könnt ihr euch auf Facebook die Events anschauen und "liken".

 

Veranstaltungen im Überblick

Datum     

Uhrzeit        

Veranstaltungstitel                      

Ort     

Montag
09. November

18:30 - 20:00


Vortrag und Diskussion: LSBT(HIATQNSPDGCS_*)


HSZ E05


Dienstag
10. November

18:30 - 20:00


Vortrag: Heteronormativität und Sexismus im Deutschrap


HSZ E03


Mittwoch
11. November

16:40 - 20:00


Workshop: Rethinking Masculinities


HSZ E03


Freitag
13. November

16:00 - 19:00


Workshop: Macht_Worte


Gerede e.V.


Samstag
14. November

12:00 - 15:00


Workshop: Body Image und Fat Empowerment


kosmotique


Sonntag
15. November

14:00 - 20:00


cafém - feminismus zum kennen_lernen & Lesung: "Goodbye Gender"


kosmotique


Montag
16. November

16:40 - 18:10


Vortrag: Antifeminismus von Rechts


HSZ 101


Dienstag
17. November

ab 19:00 Uhr


Vortrag mit Lesung: Familie und Geschlecht im Wandel


AZ Conni


Donnerstag
19. November

16:40 - 20:00


Workshop: Bentley Mode - Der Paradiesvogel Hip Hop


HSZ E03


Freitag
20. November

ab 19:00 Uhr


Diskussion: Lesbenvernetzung in „queeren Zeiten“


HSZ E01


Samstag
21. November

16:30 - 19:00

ab 23:00 Uhr


Workshop: DJ*ing

Party: the art of R_EVOLUTION vs. {nee}klischee


Sabotage

 


       


Programm
 

MONTAG, 09.11.2015

Vortrag und Diskussion: LSBT(HIATQNSPDGCS_*)  – Diversity für Anfänger_innen und Fortgeschrittene

18:30-20:00 Uhr, Hörsaalzentrum Raum E05

Schon mal was von Neutrois gehört? Asexualität? Quoiromantik? Genderflux? 
Die Gleichstellung von Ehe und eingetragener Lebenspartner_innenschaft ist nur noch eine Frage der Zeit, Facebook kennt mittlerweile über 50 verschiedene Geschlechtsidentitäten und Polyamorie wird in Kinofilmen thematisiert.
Aber was genau ist das eigentlich alles? 
Unser Vortrag mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde beleuchtet, was neben Monogamie, Hetero, Homo, Bi und Trans* noch alles zu vielfältigen Lebensweisen gehört.
 
Veranstaltet von: Gerede e.V.
 

DIENSTAG, 10.11.2015

Vortrag: „Warum rap ich nur von Schlampen die ich bums…“- Heteronormativität und Sexismus im Deutschrap

18:30-20:00 Uhr, Hörsaalzentrum Raum E03

Eine kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten gehen der aktuellen Deutschrap-Szene.  Anhand des Heteronormativitätskonzeptes wird erläutert, inwiefern Machtstrukturen und Hierarchieverhältnisse textlich reproduziert werden.
Alle Teilnehmenden sind herzlich dazu eingeladen, eigene Musikbeispiele mitzubringen und diese in der Gruppe zu diskutieren.
Wichtig: in dem Vortrag wird es um z.T. explizit sexistische und frauenverachtende Texte gehen. Seid achtsam mit Euch!
Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten. Bitte gebt Bescheid, falls Ihr Übersetzung benötigt.
 
Referentin: Anne Fekete
Veranstaltet von: Gerede e.V.
 

MITTWOCH, 11.11.2015

Workshop: Rethinking Masculinities - ist Männlichkeit noch zeitgemäß?

16:40-20:00 Uhr, Hörsaalzentrum Raum E03

Wann ist ein Mann ein Mann? Wie denken wir heute über Männer? Welche  Fragen und Probleme stellen sich den Männern von heute und wie verändert sich das Bild von Männlichkeit dadurch? 
Zusammen wollen wir uns informieren, Erfahrungen austauschen, und vor allem diskutieren. Dabei werfen wir sowohl einen Blick auf klassische, als auch 'neue' Männlichkeiten. Wir betrachten deren Ansätze zur Problemlösung und stellen die Frage: Was heißt  Männlichkeit heute? Wie kann sie aussehen, was soll sie leisten?
 
Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.
 
Referent_in: Muriel Aichberger studiert Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie an der LMU München und arbeitet dort im Queer-Referat de  Studierendenvertretung mit. Er beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit kritischer Männlichkeitsforschung und betätigt sich als queere*r und schwule*r Aktivist*in.
 

FREITAG, 13.11.2015

Vortrag: Macht_Worte

16:00-19:00 Uhr, Gerede e.V. (Prießnitzstr. 18)

Unsere Sprache ist nicht die Abbildung der Realität, sondern erschafft diese.
In dem Workshop soll es darum gehen, wie Sprache Machtpositionen und Hierarchisierungen reproduziert. In einem geschützten Raum werden wir uns über eigene Erfahrungen mit Sexismen, Rassismen und Ableism austauschen und gemeinsam Handlungsstrategien für einen empowernden Umgang mit Sprache in Wort und Schrift entwickeln.
Don't hate your enemies - support your friends :)
 
Referentin: Anne Fekete
Veranstaltet von: Gerede e.V.
 

SAMSTAG, 14.11.2015

Workshop: Body Image und Fat Empowerment

12:00-16:00 Uhr, kosmotique (Martin-Luther-Str. 13)

In entspannter und sicherer Atmosphäre wollen wir uns mit dem Thema "Körperbild", u.a. fetter Diskriminierung, der "Fat Empowerment"-Bewegung und den Erwartungen an dicke_fette Menschen beschäftigen. Thema ist sowohl unser Körper und unsere Beziehung zu ihm, als auch andere inspirierende Menschen. Außerdem wollen wir Strategien finden, wie  wir in einer dickenfeindlichen Gesellschaft zurecht kommen, und wie wir diese  Gesellschaft gehörig auf den Kopf stellen können.
Wenn gewünscht, können wir im Anschluss an den Workshop das fette Tabu brechen, in der Öffentlichkeit schlemmen zu gehen.
 
Der Workshop ist für alle Menschen, die in ihrem Leben mit dicker Diskriminierung und Fett-Feindlichkeit konfrontiert sind und sich kritisch und feministisch mit dem Thema auseinandersetzen möchten. Ganz herzlich willkommen sind auch Menschen, die sich in der fat activist Bewegung wenig repräsentiert fühlen, weil sie vom Bild der abled white hetero cis Frau abweichen.
 
Referent_in: Marek hält Vorträge zu Queerfeminismus, Heterosexismus und Dickenfeindlichkeit. Er_sie war unter anderem am Queerfeministischen Sommercamp Süd beteiligt und hat sich lange in der LGBT-Jugendarbeit engagiert. Er_sie ist dick, able-bodied, weiß und genderfluid/transmaskulin/Nichtbinär-Bär.
 

SONNTAG, 15.11.2015

cafém - feminismus zum kennen_lernen mit Lesung: "Goodbye Gender"

14:00-20:00 Uhr, kosmotique (Martin-Luther-Str. 13)

geht das – ein leben ohne gender? Geschichten vom versuchen und scheitern, heiter und sehr traurig, von verbindungen mit menschen und ihren irritationen und einem für viele vielleicht neuen lösungsansatz: sich von gender als kategorie zu verabschieden. „Goodbye Gender“ macht den anfang.

Neben Kaffee, Brunch (zu dem gern etwas mitgebracht werden kann) und vielen zines und Büchern zum stöbern, dürfen wir in diesem cafém Steff vom Verlag für antidiskriminierendes Handeln "w_orten & meer" begrüßen.

 
Referent_in: Steff bringt nicht nur Bücher mit, sondern wird auch aus "Goodbye Gender" lesen, ein persönliches sowie unterhaltsames Buch von Rae Spoon und Ivan E. Coyote.
Veranstaltet von: e*vibes (IG cafém)

 

MONTAG, 16.11.2015

Vortrag: Antifeminismus von Rechts

16:40-18:10 Uhr, Hörsaalzentrum Raum 101

Im selbsterklärten "Kampf gegen den Genderismus" und mit populistischen Forderungen zur Besserstellung "deutscher Familien" hat die extreme Rechte strömungsübergreifend Themen ausgemacht, von denen sie sich Anschluss an Diskurse im bürgerlichen Mainstream verspricht. Unter Schlagwörtern wie "Frühsexualisierung" von Kindern, "Raubtierfeminismus" und einer omnipotenten "Genderisierung" ganzer Gesellschaften machen derzeit antifeministische Akteure unterschiedlicher politischer Spektren Stimmung gegen Familien- und Gleichstellungspolitiken, die "Ehe für alle" und die Anerkennung vielfältiger Lebensformen. Auch wenn eine offene Zusammenarbeit zwischen der extremen und bürgerlichen Rechten bislang nur punktuell zu beobachten ist, zeugen gegenseitige Bezugnahmen und geteilte Argumentationslinien von Schnittmengen im organisierten Antifeminismus diesseits und jenseits der extremen Rechten.
Der Vortrag diskutiert Schnittmengen und Unterschiede in den Strategien des in sich heterogenen Milieus antifeministischer Akteure und fragt, inwieweit es der extremen Rechten gelingt, aktuell Einfluss in gesellschaftliche Debatten etwa um die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare zu gewinnen.
 
Referentin: Juliane Lang, Geschlechter- und Erziehungswissenschaftlerin, Mitglied im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus, beschäftigt sich seit Jahren mit Geschlechterpolitiken in der extremen Rechten und beobachtet aktuelle Renaissancen im Antifeminismus einer breiten Zahl an Akteuren auch außerhalb der extremen Rechten.
 
 

DIENSTAG, 17.11.2015

Familie und Geschlecht im Wandel –Mit Lesung aus: „Mama, Papa, Kind? Von Singles, Co-Eltern und anderen Familien“

ab 19:00 Uhr, AZ Conni (Rudolf-Leonhard-Str. 39)

In Feuilletons, Talkshows und auf der Straße wird heftig um vermeintliche Normalität in Bezug auf Geschlecht und Familie gestritten. Jochen König lebt alleine mit seinen beiden Kindern in Berlin. Seine große Tochter nennt ihn „Mama“, die kleine ist Teil einer Co-Eltern-Familie mit zwei weiteren Müttern. In seinem Vortrag inklusive Lesung geht es um Geschlechterrollen, Familienkonstellationen, Kindeswohl und die Reaktionen auf seine Familie.

Referent: Jochen König schreibt in seinem wunderschönen Büro mit Blick über den Görlitzer Park über seine Familie, über Familien im Allgemeinen, über Geschlechter, über Liebe und Sex, über Nachmittage auf dem Spielplatz, übers Scheitern und über Überforderung, über Väter und über die Aufteilung von care-Arbeit.
 
Veranstaltet von: e*vibes

 


DONNERSTAG, 19.11.2015

Workshop: Bentley Mode: Paradiesvogel Hip Hop, der die Grenzen des Möglichen neu auslotet

16:40 - 20:00 Uhr, Hörsaalzentrum Raum E03

Bentley Mode [bent-li: mu:d] Substantiv: Eine Identität, die sich nicht den gesellschaftlichen Normen beugt. Sich nicht zu verstecken, sondern ein Paradiesvogel zu sein. Etwa selbstbewusst das eigene Schwarzsein zu leben anstatt sich gesellschaftlich Schwarz machen zu lassen. Oder, sich nicht von der Gesellschaft queer zuschreiben zu lassen, sondern die eigene, queere Identität in vollen Zügen ausleben, Sexualität von veralteten Moralvorstellungen loslösen und Unsicherheiten mit Selbstvertrauen gegenübergetreten.
Gladys Bentley war eine Sängerin der Harlem Renaissance der 1920’er Jahre, die ihre hypermännliche Erscheinung durch ihren weißen Smoking und Zylinder bis zum Exzess zelebriert hat. Sie flirtete mit den weiblichen Teilen des Publikums während sie bekannte Lieder mit veränderten Lyrics in verruchte Neuinterpretationen mit Drag Queens als Backgroundtänzer*innen inszenierte.
 
In ihrem Workshop wird Shirlette Songs von ihrem Album „T4GB“ vorstellen, die diesen Bentley Mode illustrieren. Daneben wird sie euch sowohl Künstler*innen vorstellen, die den Bentley Mode heute verkörpern (Mykki Blanco, Angel Haze…) als auch den historischen genreübergreifenden Kontext von Bentley Mode darstellen (Grace Jones, Sylvester).
 
Sprache: Der Workshop findet in englischer Lautsprache statt. This presentation will be held in English.
Referentin: Shirlette Ammons
 

FREITAG, 20.11.2015

Diskussion: Lesbenvernetzung in „queeren Zeiten“

ab 19:00 Uhr, Hörsaalzentrum Raum E01

Wo sind die Lesben?
Lesbisches Netzwerken erfolgt im Interesse der Sichtbarkeit von Lesben in der Gesellschaft. Die Veranstaltung thematisiert die  Vernetzung von Lesben(initiativen) vor dem Hintergrund der  Veränderungstendenzen in der Gesellschaft. Wie wird heute queer- und lesbenpolitisch agiert? Werden Lesben (un-)sichtbarer in unserer  vermeintlich diskriminierungsfreier gewordenen Vielfaltsgesellschaft?  Wie finden sich die Interessen, heterogenen Lebensentwürfe und  Bedürfnisse der Lesben in der LSBTIQ*-Community wieder? 

Podium: Ilona Bubeck (Berlin, Querverlag), Claudia Koltzenburg (Nürtingen, lesbische Aktivistin) und Maria Bühner (Leipzig, Kulturwissenschaftlerin).
Veranstaltet von: FrauenLebenVielfalt e.V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und dem StuRa TUD.

 

SAMSTAG, 21.11.2015

Workshop: DJ*ing

16:00-19:30 Uhr, Club Sabotage (Bautzner Straße 75 Hinterhof)

Was genau machen diese Dj*s eigentlich wenn sie am  Pult stehen? Welche Knöpfe drehen, schieben, drücken sie wann und warum und wie machen sie das mit diesen Übergängen? Dieser Workshop bietet eine  Einführung zu dem Thema Auflegen mit MP3. Ich erkläre euch grundlegend  die Technik mit der ihr es zu tun haben werdet. Außerdem gibt es eine Einführung in die Programme Virtual DJ und/oder Traktor. Bitte bringt die Musik mit, mit der ihr rumprobieren wollt. Da ich gemerkt habe, dass  es cooler ist, wenn Frauen*Lesben*Trans* bei so einem WS zu diesem Thema unter sich sind, richtet sich der Workshop auch an eben diese (sorry Jungs). Da die Selbsterfahrung eine große Rolle spielt, ist der Workshop auf 6 Personen begrenzt. Um Anmeldung unter gleistellung@stura.tu-dresden.de wird gebeten.
 
Referentin: L_Sa hat seit 10 Jahren mit dem Auflegen zu tun. Ihr Herz schlägt für politische Zusammenhänge, die ein freieres bzw. entspannteres Setting ermöglichen, als die meisten Mainstreampartys.
Veranstaltet von: e*vibes

 

Party: the art of R_EVOLUTION vs. {nee}klischee - Unter den Pflastersteinen wartet der Sandstrand dazu noch Rap und Mukke vom Tonband.
 
ab 23:00 Uhr, Club Sabotage (Bautzner Straße 75 Hinterhof)
Wie viel: 6-8 Geld
Was: indietronic/ electropop/ deephouse/ hiphop
"Wir formen Herzen aus unseren Daumen und Zeigefingern und demonstrieren für freie Liebe."
 
Es wird mal wieder Zeit für eine Party mit einem klarem Statement gegen Sexismus, Rassismus und Homophobie in Dresden. In Anbetracht der aktuellen Situation vor Ort ist es um so wichtiger Schutzräume zu schaffen. Dabei sind das Sabotage und the art of r_evolution Teil der Bewegung gegen menschenverachtendes, diskriminierendes Gedankengut. In Kooperation mit Jennifer Gegenläufer und dem Leipziger Kollektiv {nee}klischee legen wir den Fokus der nächsten Veranstaltung auf HipHop. Es warten wieder einmal 2 Floors auf euch, ein Liveact und 5 großartige Dj*s.
 
Let’s smash the white racist, homophobic patriarchal and bullshit paradigm.
Be queer! Stay loud! Fuck true!
 
Jennifer Gegenläufers junge Biographie erzählt von spannungsreichen Gleichzeitigkeiten: Rap-Musik feiern aber Sexismus erfahren, außergewöhnlich Smart-Sein aber die Schule verkacken, die Welt erleben wollen aber mit Depressionen kämpfen. Als weiblich verortet zu werden, sich jedoch als nicht-binär zu betrachten. Der Gegenläufer hat die Gabe Spieße umzudrehen und mit brachialer Kreativität homophobe Statements von irgendwo aus der Mehrheitsgesellschaft in Grund und Boden zu flowen. Oder der „Generation Pegida“ ihre menschenfeindliche Einfalt zu erklären. Oder die globalwirtschaftlichen Zusammenhänge hinter einem Mettbrötchen darzulegen. Oder was man sich sonst so zwangsläufig argumentativ draufholt, wenn man als frühzeitig-politisierte, einzige als weiblich gelesene Person in einer Metalltechnik-Klasse dem Alltag standhalten will.
 
Jennifer Gegenläufer hat es faustdick hinter den Ohren, denn die 19-jährige Braunschweiger*in hat nichts geschenkt bekommen auf dem Weg zu dem Punkt, von dem aus sie nun Musik und politischen Aktivismus eng zusammendenkt. Die Autodidakt*in ist gesegnet mit dem Feuer unterm Hintern, das man braucht, wenn man die Welt zu einem besseren Ort machen möchte und sich nicht in die seichten Gewässer der positionslosen Popkultur begeben mag. Konfrontativ aber liebevoll, ernst aber ironisch, autonom aber kollektiv: Jennifer Gegenläufer hat sich auf die Widersprüche eingelassen, die mit dem Label „Zeckenrap“ verbunden sind. Sie bleibt trotz der Gesamtscheiße gut gelaunt und ist willens sich mit allen -ismen anzulegen und daraus mitreißende Songs zu werkeln.
 
Euch erwartet weiterhin ein diskriminierungsfreier Raum zum Feiern, Tanzen und Sein.
Wir finden es gibt zu wenige Veranstaltungen die ein entsprechendes Selbstverständnis haben und dieses umsetzen. Da das Kollektiv aus Open Your Fucking Mind entstanden ist, haben wir uns vorerst 1:1 an diesem Selbstverständnis bedient. Wir betrachten dieses allerdings als dynamisch und ihr seid aktiv dazu aufgefordert Dinge, die euch wichtig sind, mit einzubringen. Gerne könnt ihr uns schreiben, ansprechen oder euch über sonstige Kanäle zu Wort melden. Wir freuen uns!
 
LiveAct: Jennifer Gegenläufer [Springstoff] https://soundcloud.com/jennifergegenlaeufer 
Schallplattenunterhalter_innen:

*Hinweis:

Ausgeschlossen von den Veranstaltungen sind Personen, die rechten Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische, homophobe oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zu Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen zu verweisen.



Aktionstage 2014

Programm-Rückblick

Bei den Aktionstagen 2015 haben wir eine große Themenvielfalt abgedeckt. An vielen Stellen ging es darum, was Feminismus heutzutage bedeutet und welche aktuellen Debatten geführt werden. Eine Neuigkeit war dieses Jahr die Kooperation mit dem MOVE IT!-Filmfestival unter dem Schwerpunkt Sex | Gender | Identity.

Das Plakat könnt ihr hier herunterladen, den Programmflyer haben wir ebenfalls archiviert. Was an anderen Hochschulen los war ist auf dieser Seite gesammelt.


Aktionstage 2013

Programm-Rückblick

Das Motto der Aktionstage 2013 war Intersektionalität. Mit Intersektionalität ist dabei die Überschneidung von unterschiedlichen Kategorien wie Geschlecht, Begehren, Hautfarbe, Religion, Alter, Beeinträchtigungen etc. gemeint. Menschen werden also nicht nur aufgrund einer Kategorie wie bspw. Geschlecht diskriminiert, sondern häufig auch aufgrund mehrerer Kategorien, d.h. sie sind von Diskriminierung in anderer Weise betroffen. In den Veranstaltungen der Aktionstagen 2013 ging es schwerpunktmäßig um die Betrachtung von Mehrfachdiskriminierungen.

Anhand des Programmflyers und des Plakates könnt ihr nochmal auf die Aktionstage 2013 zurück blicken.

Finanziell getragen wurde Das Programm durch die Studierenderäte von TU, HTW und HfbK Dresden und unserer Kooperationspartner*innen sowie der GFF
 

Audio-Mitschnitte

Bei einigen Veranstaltungen durften wir Audio-Mitschnitte machen. Diese könnte ihr unter http://www.mixcloud.com/Aktionswoche_Dresden/ nachhören.

 


 

Aktionstage 2012

Hier findet ihr das Programm und die Materialien der 4. Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie vom 30. Oktober bis 16. November 2012.

 

Unsere Kooperationspartner*innen 2012

 


 

Aktionstage 2011

Hier findet ihr das Programm und die Materialien der 3. Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie vom 7. bis 11. November 2011.

Materialien:

Unsere Koopertionspartner*innen 2011:

 

Damit auch alle rechtzeitig die Räume der Veranstaltungen finden, gibt hier den Lageplan zu TU Campus. Mit Hilfe des Campusnavigator der TU Dresden könnt ihr die angegebenen Gebäude und Räume finden

 


 

Aktionstage 2010

Hier findet ihr das Programm und die Materialien der 2. Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie vom 8. bis 12. November 2010.

Materialien:

 


 

Aktionstage 2009

Hier findet ihr das Programm der 1. Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie vom 28.4. bis 07.05.2009.