Archiv

vergangene Veranstaltungen der Referats Gleichstellungspolitik

Veranstaltungsreihe im Sommersemester 2017

Vortrag, 24.05.2017 | 20 Uhr | Kosmotique (Martin-Luther-Str. 13)

Dr. Gisela Notz - "Kritik des Familismus"

Geschichte, Theorie und Realität eines ideologischen Gemäldes

Welche Rolle übernimmt der Staat in der Familienpolitik und wie werden diese gefördert? Wie kann die «normalbesetzte» Kleinfamilie in der Kinder erzogen und pflegebedürftige Menschen versorgt werden sollen
aufgebrochen werden? Im Vortrag geht es um eine historische Rekonstruktion exemplarischer Theorien und Praxen, die zu jenem ideologisierten Familienverständnis führen, das auf das „Gemeinwohl“ abzielt, faktisch aber alle Menschen ausschließt, die nicht zu einer Familie gehören. Am Ende steht die Frage, ob es sinnvoll ist, dieses kritikwürdige System auszuweiten, indem neue Zusammenlebensformen durch von Staat verordnete Gesetze „normalisiert“ werden.

Dr. Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin, war bis Mai 2007 wissenschaftliche Referentin im Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung. Außerdem Lehrbeauftragte und Vertretungsprofessorin an verschiedenen Universitäten. Arbeitsschwerpunkte: Arbeitsmarkt-, Familien-, uns Sozialpolitik, Alternative Ökonomie, historische Frauenforschung.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit ProChoice Sachsen statt und wird etwa 2 Stunden dauern. Eintritt frei.


Input + Austausch, 25.06.2017 | 18 Uhr | [Achtung! Ort geändert:] objekt klein a (Meschwitzstr. 9)

Feminist Porn & Feminist Space: Lustvoller Festivalabschluss mit Filmen von Renata Gąsiorowska, Francy Fabritz und Marianne Vlaschits und anschließendem Podiumsgespräch

„Feminist Porn & Feminist Space“ ist eine Auswahl an vier Filmen, die Orgastisches und sexuelle Erfahrungs- und Grenzräume sowie eine spezifisch weibliche Sichtweise im Film thematisieren. Im anschließenden Podiumsgespräch, moderiert von Lexi (böse&gemein), wird über die gezeigten Filme gesprochen und auch über lesbisches Begehren und weibliche Körpernormen im Porno. Podiumsgäste sind die deutsche Regisseurin Francy Fabritz (ETAGE X, COMING OUT OF SPACE) und die Darstellerin Eva Medusa Gühne (ETAGE X). Die beiden Filme, ETAGE X und COMING OUT OF SPACE von Francy Fabritz werden von einer Videoarbeit der Illustratorin Renata Gąsiorowska und einem Video der Künstlerin Marianne Vlaschits ergänzt.

Kurzfilm-Programm
Gesamte Laufzeit: 45 Minuten

CIPKA (Pussy), Renata Gąsiorowska (8:22 Min., Polen, 2016)
Der Animationsfilm „Cipka“ (Pussy) von Renata Gąsiorowska erzählt von einem jungen Mädchen, die ihren Körper erkundet und weibliche sexuelle Selbsterfahrung emanzipiert.

ETAGE X, Francy Fabritz, 14 Min., (Deutschland, 2016)
Eine zufällige Begegnung im Kaufhausfahrstuhl führt zwei ältere Frauen an ihre Grenzen und zwingt sie zur Improvisation als der Fahrstuhl steckenbleibt. Durch das dringende Bedürfnis der einen auf die Toilette zu müssen, kommt es zu grenzüberschreitenden Erfahrungen beider. Aus einer Peinlichkeit wird Erotik, aus einer Notwendigkeit wird überraschende Vertrautheit und schließlich ein kleines gemeinsames Geheimnis, das Bestand hat, auch als der Fahrstuhl wieder seinen Dienst tut.

Dance With Me, Marianne Vlaschits (8:47 Min., Österreich, 2016)
In einer imaginären und spekulativen Zukunft, in der die Raumfahrt eine rein weibliche Domäne ist, folgt der die Betrachter/in des Videos „Dance with me“der Sicht einer weiblichen Kommandantin, die das kosmische Panorama über einer Tasse Tee mit DMT betrachtet.

COMING OUT OF SPACE, Francy Fabritz (15 Min., Deutschland, 2016)
Zwei Lesben aus dem All landen plötzlich auf der Erde. Weit und breit keine artverwandte Spezies in Sicht, erkunden sie zunächst spielerisch das neue Körpergefühl auf der Erde: die gewohnte Schwerelosigkeit schwindet, Gravitation setzt ein, eine andere Zeitrechnung gilt – eine spielerische Entdeckung von lesbischem Sex.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem böse&gemein-Festival statt und wird etwa 2 Stunden dauern. Eintritt frei.

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Workshop, 26.06.2017 | 18:30 Uhr | TU Dresden - HSZ 201

Kollektiv life's a beach - „trans ♥ sein feiern“

für personen, die sich nicht cis-geschlechtlich positionieren ob transfeminin, transmaskulin, nicht-binär, agender, genderqueer ... was für erfahrungen machen wir in der cis-sexistischen welt? wie gehen wir damit um? wo finden wir unterstützung, wenn wir eine anstrengende situation erlebt haben? was haben wir schon schönes und spannendes erlebt? und was macht am trans* sein spaß? wir wollen mit sprache spielen und unsere eigenen worte finden. wir wollen uns unterstützung geben, wie wir anders mit schwierigen situationen in unserem alltag umgehen können. wir wollen feiern, dass wir für uns einstehen und den mut haben, uns so zu zeigen wie wir sind.

Die Veranstaltung wird vom Kollektiv "life's a beach" betreut und wird etwa 3 Stunden dauern. Eintritt frei.

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im Wintersemester 2016/17

AKTIONSTAGE 2016

November & Dezember 2016

Programmübersicht

 

im Sommersemester 2016

Mit einer kleinen Veranstaltungsreihe im Sommersemester 2016 möchten wir vom Referat Gleichstellungspolitk die Wartezeit bis zu den „Aktionstagen gegen Sexismus und Homophobie“ im kommenden November verkürzen. In drei Veranstaltungen werden unter dem Motto "out of the comfort zone" aktuelle feministische Auseinandersetzungen beleuchtet.
 


im Wintersemester 2015/16

28.01.2016: Vortragsabend Intergeschlecht & Recht mit anschließender Diskussion

ab 16:40 im HSZ Raum 105

Unsere Gesellschaft ist geprägt von der Vorstellung, dass es zwei (gegensätzliche) Geschlechter gibt. Frauen und Männer.
Das spiegelt sich ebenso im Rechtssystem wider, und umgekehrt wird diese Vorstellung auch durch Recht und Gesetz jeden Tag aufs neue (re-) konstruiert und verfestigt.
Um in Deutschland ein Rechtssubjekt zu sein, musste jeder Mensch bislang entweder männlich oder weiblich sein.
Was aber ist mit jenen, die nicht in eine dieser beiden Kategorien passen? Fallen sie dann heraus, werden sie irgendwie hineingepresst, oder kann es gelingen, das Recht an die Realität anzupassen?

Diesen Fragen wollen wir uns zusammen mit den Referentinnen Friederike Boll (Juristin aus Frankfurt) und Vanja (von der Kampagne „Dritte Option“) widmen. Beide Referentinnen werden uns einen Einblick in ihre Perspektive auf das Thema geben, anschließend wollen wir alle zusammen diskutieren.

In Kooperation mit dem Arbeitskreis Kritischer Jurastudent*innen http://akjdresden.blogsport.de

 


 

AKTIONSTAGE 2015*

09. bis 21. November 2015

Vom 9. bis 21. November 2015 finden in diesem Jahr zum 7. Mal die Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie in Dresden statt. Wir möchten sowohl Studierende als auch interessierte Gäste herzlich zu den Veranstaltungen einladen.

Unter dem Motto „Rollenbilder - zwischen Prägung und Politik“ hat das Referat Gleichstellungspolitik des StuRa der TU Dresden eine vielseitige Veranstaltungsreihe für euch organisiert.
 
Mit der Unterstützung von weiteren Gruppen und Organisationen aus Hochschule und Gesellschaft ist es auch in diesem Jahr gelungen, euch ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Seht es euch an und kommt vorbei! Ob zu einer oder gleich zu mehreren Veranstaltungen – es warten zwei Wochen voller interessanter Veranstaltungen, spannender Diskussionen, eine fette Party und viele neue Eindrücke auf euch!
 
Dank der finanziellen Unterstützung durch den StuRa und unsere Kooperationspartner*innen sind alle Veranstaltungen bis auf die Party am 21.11. kostenfrei. Wir hoffen, dass für alle Interessierten etwas spannendes dabei ist und freuen uns über Feedback.

Hier findet ihr den Gesamtüberblick, darunter die Ankündigungstexte zu den einzelnen Terminen. Alternativ könnt ihr euch auf Facebook die Events anschauen und "liken".

 

Veranstaltungen im Überblick

Datum     

Uhrzeit        

Veranstaltungstitel                      

Ort     

Montag
09. November

18:30 - 20:00


Vortrag und Diskussion: LSBT(HIATQNSPDGCS_*)


HSZ E05


Dienstag
10. November

18:30 - 20:00


Vortrag: Heteronormativität und Sexismus im Deutschrap


HSZ E03


Mittwoch
11. November

16:40 - 20:00


Workshop: Rethinking Masculinities


HSZ E03


Freitag
13. November

16:00 - 19:00


Workshop: Macht_Worte


Gerede e.V.


Samstag
14. November

12:00 - 15:00


Workshop: Body Image und Fat Empowerment


kosmotique


Sonntag
15. November

14:00 - 20:00


cafém - feminismus zum kennen_lernen & Lesung: "Goodbye Gender"


kosmotique


Montag
16. November

16:40 - 18:10


Vortrag: Antifeminismus von Rechts


HSZ 101


Dienstag
17. November

ab 19:00 Uhr


Vortrag mit Lesung: Familie und Geschlecht im Wandel


AZ Conni


Donnerstag
19. November

16:40 - 20:00


Workshop: Bentley Mode - Der Paradiesvogel Hip Hop


HSZ E03


Freitag
20. November

ab 19:00 Uhr


Diskussion: Lesbenvernetzung in „queeren Zeiten“


HSZ E01


Samstag
21. November

16:30 - 19:00

ab 23:00 Uhr


Workshop: DJ*ing

Party: the art of R_EVOLUTION vs. {nee}klischee


Sabotage

 


       

im Sommersemester 2015

Mit einer kleinen Veranstaltungsreihe im Sommersemester 2015 möchten wir vom Referat Gleichstellungspolitk die Wartezeit bis zu den „Aktionstagen gegen Sexismus und Homophobie“ im kommenden November verkürzen. In drei Vorträgen werden aktuelle feministische Auseinandersetzungen beleuchtet.
 

 

AKTIONSTAGE 2014

04. bis 27. November 2014

Vom 4. bis 27. November 2014 finden in diesem Jahr zum 6. Mal die Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie in Dresden statt. Wir möchten sowohl Studierende als auch interessierte Gäste herzlich zu den Veranstaltungen einladen.

Seit den ersten Aktionstagen in Dresden 2009 sind aus wenigen Tagen Programm nun ein ganzer Monat voller Veranstaltungen geworden, und auch die Vielfalt ist gestiegen. Die Veranstaltungen sind bis auf die Filmvorführungen des MOVE IT! Festivals grundsätzlich kostenlos. Wir hoffen, dass für alle Interessierten etwas spannendes dabei ist und freuen uns über Feedback.

Neben vielfältigen Vorträgen und Workshops haben wir auch in diesem Jahr wieder ein Kulturprogramm (Lesung, Austellung, Podiumsdiskussion, Dokumentar- und Spielfilme) für euch zusammengestellt. Hier findet ihr den Gesamtüberblick, darunter die Ankündigungstexte zu den einzelnen Terminen. Alternativ könnt ihr euch auf Facebook die Events anschauen und "liken".

 

Veranstaltungen im Überblick

Datum 

Uhrzeit        

Veranstaltungstitel                      

Ort     

Ende Oktober bis
13. November
durchgehend
Ausstellung "Wer braucht Feminismus?"
Foyer des HSZ

04. November bis
09. November

jeweils 20:00 Uhr
MOVE IT! Filmfestival Sex | Gender | Identity

Thalia


Dienstag
04. November

ab 19.00 Uhr


Workshop: Queer - eine Einführung


Kamenzer Str. 13/15


Donnerstag
06. November

ab 20:00 Uhr

Vortrag und Film: Recht auf Abtreibung international

AZ Conni


Dienstag
11. November

14:30 - 16:40

18:30 - 20:00


Foto-Aktion zur Ausstellung: "Feminismus zum Mitmachen"

Vortrag: Wer braucht Feminismus?


Foyer des HSZ

HSZ E05


Mittwoch
12. November

16:40 - 18:10

Vortrag: Die Er­fin­dung von Gleich­heits-​ und Dif­fe­renz­fe­mi­nis­mus
HSZ 101
Donnerstag
13. November

18:30 - 20:00

ab 20:00 Uhr


Vortrag: (Dis)Ability und Geschlecht

Film und Input: Der Kampf um den weiblichen Körper


HSZ 101

AZ Conni


Freitag
14. November

14:00 - 17:30

ab 19:00 Uhr


Workshop: Handlungsstrategien im Umgang mit Antifeminismus

Dialog und Diskussion: Damals - in Ost und West - Lesben in Bewegung


kosmotique

GER 37


Montag
17. November

16:40 - 18:10

18:30 - 20:00


Vortrag: Rape Culture

Vortrag: Das Private ist politisch


HSZ 101

HSZ 101


Dienstag
18. November

16:40 - 18:10

18:30 - 20:00


Vortrag: Definitionsmacht - eine feministische Kritik

Vortrag: <3 eine kurze Kritik der Romantischen Zweierbeziehung


HSZ 401

HSZ 101


Mittwoch
19. November

18:30 - 20:00
Workshop: LiebesLeben -> Achtung: FÄLLT AUS!

HSZ 101
Donnerstag
20. November
ab 20:00 Uhr
Vortrag: Pränataldiagnostik
AZ Conni
Sonntag
23. November
12:00 - 16:00

Mein Fett ist Politisch - Empowerment Workshop
GER 52

Mittwoch
26. November
ab 19:00 Uhr
Swen Röder liest Christa Winsloe: "Wie sag ich's meinen Möpsen?"
Stadtteilhaus
Donnerstag
27. November
ab 20:00 Uhr
Vortrag: Zwangssterilisation von Romnja
AZ Conni


Programm
 

ENDE OKTOBER - MITTE NOVEMBER

Ausstellung "Wer braucht Feminismus?"

“Wer braucht Feminismus?” wurde in Anlehnung an die amerikanische Kampagne “Who needs feminism?” gestaltet. Ziel der Mobilisierungskampagne ist, einen Beitrag zum Imagewandel von Feminismus zu leisten - damit sich die negativen Assoziationen verringern, die Menschen davon abhalten, sich mit Feminismus und damit mit der Verwirklichung von globaler Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen zu identifizieren.
 
Denn wie wir finden sind auch im universitären Kontext diese Ziele noch lange nicht überflüssig - da muss man nur mal einen Blick auf den aktuellen und geplanten Professorinnenanteil werfen.
Und wer sich als Feminist*in bezeichnet, sieht sich auch heutzutage nicht selten mit einer Reihe von Vorurteilen konfrontiert: Männerhass, BH-Verbrennung und weinerlicher Liberalismus sind nur einige von ihnen. Haben diese Klischees wirklich etwas mit Feminismus zu tun? Beschreibt Feminismus nicht einfach nur das Bekenntnis zur politischen, ökonomischen und sozialen Gleichheit der Geschlechter?
Wir glauben, dass es oftmals die Vorurteile sind, mit denen man bei erstem Kontakt mit der feministischen Bewegung zuerst konfrontiert wird. Deshalb wollen wir die diesjährigen Aktionstage mit einer Kampagne einleiten, die eben diese infrage stellt - und Gleichberechtigung als das darstellt, was sie ist: ein Thema, das alle angeht.
 
Doch “Wer braucht Feminismus?” möchte nicht eine einzige ‘offizielle’ Definition von Feminismus abgeben. Wir möchten den Dialog über Feminismus und seine Bedeutung in unserem täglichen Leben anregen, indem wir euch bitten, euer persönliches Argument für Feminismus mit uns zu teilen.
Dazu gibt es am 11.11. zwischen 14:30 und 16:40 Uhr die Foto-Aktion "Feminismus zum Mitmachen" mit professionellem Shooting.

 

DIENSTAG, 04.11.2014 - SONNTAG, 09.11.2014

MOVE IT! Filmfestival

Im Thalia Kino Dresden (Görlitzer Strasse 6)

Schwerpunkt Sex | Gender | Identity

Welche Bedeutung haben unser soziales und unser biologisches Geschlecht für unsere Identität? Wie steht es um Rollenbilder, Gleichstellung und sexuelle Freiheit fast 60 Jahre nach der sexuellen Revolution? Und abgesehen von ihren sozialen Projektionen, wie gut entspricht die strikt binäre Unterscheidung in zwei biologische Geschlechter überhaupt der Wirklichkeit? Diese Fragen betreffen uns alle. Die Filme unseres Schwerpunkts reflektieren Tabus, Klischees und das Problem des Sexismus. Dabei geht es insbesondere auch darum, die Perspektiven von Trans- und Intersexuellen zu zeigen.

Weitere Schwerpunkte: siehe Website

Preis: 6 €/Film

Ticketvorbestellungen bei MOVE IT!
per Telefon: 0351 653 910
per E-Mail: kristin@moveit-festival.de,
oder direkt beim Thalia Kino Dresden unter 0351 652 4705.

Veranstaltet von: MOVE IT!

Pussy Riot -- A Punk Prayer
anschließend Diskussion mit der Gruppe e*vibes.

Das russische Performance-Kollektiv Pussy Riot (deutsch: Muschirandale) punkt mit bunten Strumpfmasken und aggressiven Texten gegen frauenfeindliche Rollenbilder an. Ihr bisher größter Coup war die illegale Aufführung eines „Punkgebets“ in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale, wo sie die heilige Mutter Gottes bitten, Putin und seine Männerbünde zu vernichten. Der Film dokumentiert dieses Ereignis, die anschließenden Gerichtsverfahren gegen die Gruppe, eine hysterisierte Debatte um religiöse Gefühle und schafft vor diesem Hintergrund ein authentisches Portrait der drei Protagonistinnen.

Termin: 04.11. 20:00
Sprache: Original, englische Untertitel

 

Ukraine is not a Brothel

anschließend Diskussion mit der Gruppe e*vibes.

Keine feministische Protestbewegung Europas hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit erregt wie Femen. Ihre medienwirksamen Inszenierungen mit nackten Brüsten und plakativen Slogans werden von der Presse dankbar abgedruckt. Aber welche Menschen stecken hinter dieser Bewegung, wie stehen sie zu ihrem Konzept und in welche Machtstrukturen sind sie eingebunden? Diese Fragen beantwortet Kitty Greens Dokumentation mit einer überraschenden Enthüllungsgeschichte.

Termin: 05.11. 19:00
Sprache: Original, englische Untertitel.

 

The Good Son

Der 22jährige Or hat einen großen Wunsch: Er will eine Frau werden. Doch sein Umfeld in Tel Aviv und seine finanziellen Mittel scheinen dies unmöglich zu machen. Er lässt sich aber nicht unterkriegen und arbeitet einen geheimen Masterplan aus, den er in selbst gedrehten Videos lediglich der Filmemacherin offenbart.  Or ist bereit große Risiken einzugehen und sogar seine geliebte Familie zu belügen: Denn statt nach Oxford zum Medizinstudium, begibt er sich schließlich nach Thailand, um dort die Geschlechtsumwandlung zu vollziehen. Shirly Berkovitz begleitet ihn bei dieser Reise und seiner Rückkehr nach Israel. Sie zeigt das eindrucksvolle Portrait eines mutigen Menschen, der Schmerzen, Ängste und Gewissensbisse in Kauf nimmt, um sich seinen Lebenstraum zu erfüllen und sich selbst zu finden.

Termin: 07.11. 19:00
Sprache: Original, englische Untertitel.


Kismet

Türkische Soap Operas haben Millionen von Fans - nicht nur in der Türkei sondern auch im Nahen Osten, Nord Afrika, in den Balkanländern und Asien. Zugleich scheiden die hier präsentierten Frauenbilder und Lebensentwürfe die Geister der muslimischen Welt. Regisseurin Nina-Maria Pashalidou zeigt exemplarisch wie diese Serien Frauen zur Reflexion und Veränderung ihrer eigenen Lebenssituation inspirieren.

Termin: 09.11. 12:00
Sprache: Original, englische Untertitel.

 

Light Fly, Fly High
Anschließend Gespräch mit Silke Abendschein (freischaffende Kostümbildnerin, Filmemacherin "Chellaponnu") über ihr Engagement für Frauen in Indien.

Boxen ist Thulasis Leidenschaft und ihr Traum wäre eine professionelle Boxkarriere. Doch für ein Mädchen in Indien – noch dazu aus einer niedrigen Kaste – ist Ziel schwer erreichbar. Um einer arrangierten Heirat zu entkommen, verließ sie ihre Familie. Seitdem lebt sie bei Freund*innen, die sie  auch finanziell unterstützen müssen, da Thulasi zahlreiche Wettkämpfe bestehen muss, bevor sie mit ihrem Sport Geld verdienen kann. Als wäre das nicht schon schwer genug, muss Thulasi auch noch den patriarchalen Strukturen ihres Boxclubs, den sexuellen „Angeboten“ ihres Trainers und ihren  Sportverletzungen trotzen. Mit Ehrgeiz, Kampfeswillen und Aufrichtigkeit versucht Thulasi ihren Weg zu gehen. Wird es ihr gelingen?

Termin: 09.11. 13:00
Sprache: Original, englische Untertitel.

 

Slut Phobia
anschließend Diskussion.

Die Regisseurin Sunny Bergmann geht in ihrem Dokumentarfilm Slut Phobia der weiblichen Sexualität auf den Grund. Inwiefern sind Frauen in ihrem Sexleben frei, zu tun und zu lassen, was sie wollen? Die Regisseurin setzt sich mit Vorurteilen und Stereotypen auseinander, indem sie sich auf Reisen durch die Niederlande, England und die USA begibt und neben Experten auch Familienmitglieder sowie Menschen auf der Straße befragt. Dazu schafft sie mittels eines Zelts eine schlafzimmerartige und somit intime Atmosphäre. Neben interessanten Details aus diesen Gesprächen bekommt der Zuschauer auch Denkanstöße zu Fragen, die sich um die Problematisierung von Weiblichkeit und Sexualität drehen.

Termin: 09.11. 15:00
Sprache: Original, englische Untertitel.

 

Intersexion
anschließend Gespräch mit einem Mitglied des Bundesverbandes
Intersexuelle Menschen e.V.

Ist es ein Junge oder ein Mädchen? Das ist die Standardfrage an werdende Eltern. Doch was wenn sich diese Frage nicht so eindeutig beantworten lässt? Wie geht es Menschen mit einer so genannten Sexualdifferenzierungsstörung in einer Gesellschaft, die das Thema der Intersexualität totschweigt? 20 Intersexuelle erzählen aus ihrem Alltag, von traumatischen Erlebnissen, Geschlechtsumwandlungen und dem Wunsch, als gleichwertig betrachtet zu werden. Wieso sollte man wegen etwas ausgeschlossen werden, wofür man nichts kann? Sie wünschen sich eine Toleranz der Unterschiede. Niemand muss sich für den Körper schämen, mit dem er geboren wurde. Menschen sollten sich darüber definieren, wer sie wirklich sind, und nicht über ihre Geschlechtsorgane. Sie sind keine Freaks sondern Menschen wie Du und ich.

Termin: 09.11. 17:15
Sprache: Original, englische Untertitel.

 

DIENSTAG, 04.11.2014

Queer - Einführungsworkshop

ab 19:00 Uhr, Kamenzer Straße 13/15 (Geschäftsstelle der Neustadtpiraten)

Seit Beginn der 90er Jahre untersuchen die Queer-Studies Geschlechterdichotomie und Heteronormativität. Über die Zeit hat sich diese 'Lesart' immer weiter ausgedehnt und ist mittlerweile in den meisten Disziplinen angekommen. Nicht nur akademisch kann Queer auf über 20 Jahre Erfolgsgeschichte zurückblicken, auch als politischer Begriff und Kampfvokabel ist es Heute stark verbreitet. Woher kommt dieses'Queer'? Was wurde und wird darunterverstanden? Was ist daran neuartigund welche Implikationen hat es für unsere Lebensrealitäten?

Referent*in: Muriel Aichberger

Veranstaltet von: AG SchLaU

 

DONNERSTAG, 06.11.2014

Vortrag und Film: Recht auf Abtreibung international

ab 20:00 Uhr, AZ Conni (Rudolf-Leonhard-Str. 39)

In den meisten Ländern ist der Schwangerschaftsabbruch immer noch illegal oder aufgrund seiner Stigmatisierung nicht zugänglich. Weltweit sterben etwa 48.000 Frauen aufgrund dieser Illegalisierung, etwa 5 Mio. tragen schwerwiegende   Gesundheitsschäden davon. Weltweit versuchen Konservative mit der Fokussierung auf die Rechte des Embryos die Lebensrealität und die Bedürfnisse von Frauen unsichtbar zu machen. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Gesetze und Bewegungen, die Frauen davon abhalten ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Diesen Themenkomplex werden wir anhand des Films Abortion Democracy - Poland South Africa zeigen.
 
Abortion Democracy: Poland/South Africa

Englisch/Polnisch mit deutschen Untertiteln
, 50 min.
, Deutschland 2008
,

Warum ist der Zugang zu einer illegalen Abtreibung in Polen leichter als zu einer legalen Abtreibung in Südafrika?
 Der Film vergleicht die politischen, legislativen und gesellschaftlichen Entwicklungen bezüglich des Schwangerschaftsabbruchs in den Ländern Polen und Südafrika.

Referentin: Sarah Diehl

, Schriftstellerin und Dokumentarfilmerin, arbeitet seit neun Jahren zu reproduktiven Rechten von Frauen weltweit

Veranstaltet von: AZ Conni

 

DIENSTAG, 11.11.2014

Foto-Aktion: Feminismus zum Mitmachen
 
Die Aktion zur Ausstellung "Wer braucht Feminismus?"
Wollt ihr auch auf einem Plakat zu sehen sein? Habt ihr der Welt etwas darüber zu sagen, warum IHR Feminismus braucht?
Dann kommt am 11.11. zwischen 14:30 und 16:40 zu unserer Foto-Aktion vorbei!
Die Kampagne lebt von den aktuellen und diversen Repräsentationen EURER Meinungen. Helft uns, das Image vom heutigen Feminismus der Realität anzunähern.
Und wer weiß, vielleicht seht ihr ja in der nächsten Ausstellung eurem eigenen Gesicht entgegen...

 

Vortrag: Wer braucht Feminismus?

18:30 bis 20:00 Uhr, Hörsaalzentrum Raum E05

"Feminismus veranlasst Frauen dazu, ihre Männer zu verlassen, ihre Kinder zu töten, Hexerei zu praktizieren und lesbisch zu werden." Und überhaupt: Feminismus braucht doch heute keiner mehr, oder?
Wer sich als Feminist*in bezeichnet, sieht sich auch heutzutage nicht selten mit einer Reihe von Vorurteilen konfrontiert: Männerhass, BH-Verbrennung und weinerlicher Liberalismus sind nur einige von ihnen. Haben diese Klischees wirklich etwas mit Feminismus zu tun? Beschreibt Feminismus nicht einfach nur das Bekenntnis zur politischen, ökonomischen und sozialen Gleichheit der Geschlechter? Was ist Feminismus heutzutage überhaupt - und was nicht?
 

Referentin: Jasmin Mittag, Leiterin der Mobilisierungskampagne "Wer braucht Feminismus?" setzt sich im Vortrag und anschließender Diskussion mit diesen Fragen auseinander und berichtet von Erfahrungen im Rahmen der Kampagnen-Arbeit.

 

MITTWOCH, 12.11.2014

Vortrag: Die Er­fin­dung von Gleich­heits-​ und Dif­fe­renz­fe­mi­nis­mus

16:40 bis 18:10 Uhr, Hörsaalzentrum Raum 101

Differenz- und Gleichheitsfeminismus sind zentrale Kategorien für das Erzählen der Geschichte feministischen Denkens. Durch eine historisierende Dekonstruktion, welche einer Reihe ausgewählter theoretischer Wanderungsprozesse nachgeht, soll die Entstehung dieses Antagonismus zunächst nachgezeichnet und schließlich kritisiert werden. 
Dabei werden vor allem die produktiven Aspekte von theoretischen Wanderungen und kulturellen Übersetzungsprozessen eine Rolle spielen. Maßgeblich im Dreieck Frankreich, USA und Deutschland haben sich im Zuge mehrerer zum Teil überkreuzter Rezeptionsprozesse Narrative über feministische Theorie entwickelt, welche die tatsächlichen Antagonismen, Konflikt- und Spannungslinien nicht zu erzählen helfen, sondern stattdessen vielmehr verschleiern. Vor allem die Schriften von Simone de Beauvoir, Luce Irigaray, Monique Wittig, aber auch Judith Butler spielen für diese theoretischen Wanderungs- und Rezeptionsprozesse eine zentrale Rolle.
Kontrastiert werden sollen diese Analysen mit der Frage nach der Bedeutungglobalisierter Wissensproduktion für mindestens ehemals emanzipatorische Theorie- und Kritikgebäude. Welches sind die heute wirkmächtigen Kriterien, denen sich eine institutionalisierte queerfeministische Forschung unterwerfen muss? Welches könnten alternative Formen emanzipatorischer und kritischer Wissensproduktion sein? Welche Rolle spielt Übersetzung darin?
 

Referentin: Cornelia Möser, Studium der Kulturwissenschaft, Gender Studies und Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Université Paris 8. 2011 Promotion in den Fächern Gender Studies und Politikwissenschaft. 2008 – 2010 assoziiertes Mitglied des Graduiertenkollegs »Geschlecht als Wissenskategorie«. 2011 Vertretungsdozentur am Centre en études genre der Université de Lausanne. Seit 2012 Forschungsbeauftragte des CNRS am Laboratoire CRESPPA-GTM in Paris.

 

DONNERSTAG, 13.11.2014

Vortrag: (Dis)Ability und Geschlecht

18:30 bis 20:00 Uhr, Hörsaalzentrum Raum 101

Ableism - die Diskriminierung gegen Menschen mit Behinderung - ist eine aktuelle Problematik in allen Bereichen des Lebens. Dabei können sich die Lebenserfahrungen von Menschen mit Behinderungen auch aufgrund ihres Geschlechts stark unterscheiden. Wo bestehen hier Überschneidungen mit geschlechtsspezifischen Themen? Ist die metaphorische Unsichtbarkeit auch in Zeiten des intersektionellen Feminismus noch ein Problem? Wie kann man unterstützen, dass Menschen mit Behinderungen als gleichwertig behandelt und gesehen, sowie ihre Herausforderungen berücksichtigt werden?
Im Vortrag wird das Thema Behinderung und Geschlecht erst generell beleuchtet und dann anhand eines konkreten Praxisfelds weiter vertieft. Im Anschluss können im Rahmen einer Diskussion Fragen gestellt, Kritik geäußert und spezifische Aspekte ausführlicher besprochen werden.
 
Referentin: Dr. Heike Raab ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Innsbruck und Lehrbeauftrage an zahlreichen Universitäten unter anderen in Hamburg, Frankfurt und Wien. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören unter anderem: Disability Studies, Intersektionalität, Körper, Queer und Gender Studies. Dr. Raab ist seit 2012 Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung und Gender Studies.

 

Film und Input: Der Kampf um den weiblichen Körper

ab 20:00 Uhr, AZ Conni (Rudolf-Leonhard-Str. 39)

Vielen Menschen erscheint das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in Deutschland selbstverständlich, die Kämpfe um den §218 längst von der zweiten Frauenbewegung in den 70ern ausgefochten und gewonnen. Doch christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen und Versuche, die Möglichkeiten selbstbestimmter Familienplanung einzuschränken, sind kein Problem der USA oder von Drittweltländern, auch in Deutschland gibt es seit einigen Jahren wieder vermehrt Kampagnen gegen die Selbstbestimmung von Schwangeren Menschen.
Neben einem Film über die Kämpfe um das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in den 70ern wird Pro Choice Dresden über Märsche von christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen in Deutschland und Sachsen sowie die Proteste dagegen berichten, danach kann gemeinsam diskutiert werden. 

Referent_in: Pro Choice Dresden

Veranstaltet von: AZ Conni

 

FREITAG, 14.11.2014

Workshop: Handlungsstrategien im Umgang mit Antifeminismus

14:00 bis 17:30 Uhr, kosmotique (Martin-Luther-Str. 13)

Einführend werden Informationen zu den aktuellen Entwicklungen bei Inhalten, Akteuren und Strategien des familien- und geschlechterpolitischen Neokonservativismus in Deutschland vorgestellt. Es ist kein Vorwissen notwendig, zu Beginn werden ggf. auch alle grundlegenden Fragen geklärt.
Darauf aufbauend sollen gemeinsam mit den Teilnehmenden auf den für sie relevanten Ebenen individuelle, zivilgesellschaftliche, politische Handlungsoptionen und Strategien gemeinsam erarbeitet und weiterentwickelt werden.

Referentin: Karin Luttmann, Leiterin und Bildungsreferentin der Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung in Sachsen

Veranstaltet von: Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung in Sachsen

 

Dialog und Diskussion: Damals - in Ost und West - Lesben in Bewegung

ab 19:00 Uhr, Gerberbau Raum 37

Frauen Leben Vielfalt e. V. und Weiterdenken – Heinrich Böll Stiftung Sachsen laden ein zu einem Dialog über die Bewegung der 1970er und 80er Jahre, als Lesben ihren emanzipatorischen Weg in die "Mitte" der Gesellschaft begannen. Marinka Körzendörfer und Ilse Kokula, beide Aktivistinnen der „ersten Stunde“, berichten über ihre Erfahrungen und ihre Sicht auf die jeweiligen gesellschaftspolitischen Besonderheiten der Lesbenbewegung und die Verbindungen sowohl zur Frauen- als auch zur Schwulenbewegung. In der anschließenden gemeinsamen Diskussion stehen die Fragen, ob Lesben in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind und wo sie der Weg noch hinführen soll, im Vordergrund. 
 
Mit: Ilse Kokula, geb. 1944 in Sagan/Schlesien, Soziologin, Lesbenforscherin und Aktivistin der westdeutschen Frauen- und Lesbenbewegung, u.a. Mitarbeit in der Frauengruppe der Homosexuellen Aktion Westberlin, Vernetzerin vor und nach der Wiedervereinigung und
Marinka Körzendörfer, geb. 1953 in Berlin/DDR, Journalistin, Mitarbeit im „Arbeitskreis Homosexuelle Selbsthilfe – Lesben in der Kirche“ an der Berliner Gethsemane-Gemeinde und in der DDR-weiten Lesben- und Schwulenbewegung
 
Moderation: Cordula Karich, geb. 1980 in Dresden, Soziologin, lesbenpolitisch aktiv im Kontext der jährlich stattfindenden Lesbenfrühlingstreffen, Gründungsmitfrau von Frauen Leben Vielfalt e. V.

Veranstaltet von: Frauen Leben Vielfalt., unterstützt durch Weiterdenken - Heinrich Böll Stiftung Sachsen

 

MONTAG, 17.11.2014

Vortrag: Rape Culture

16:40 bis 18:10 Uhr, Hörsaalzentrum Raum 101

Wir leben in einer Gesellschaft, die sexualisierte Übergriffe verharmlost, Vergewaltigungsmythen reproduziert und männliche sexuelle Aggression als gegeben annimmt. Die Polizei rät körperlich unterlegenen Opfern sexualisierter Gewalt davon ab, sich zu wehren – wird sich aber nicht gewehrt, besteht dank lückenhafter Gesetzgebung vor Gericht kaum eine Chance auf Verurteilung. In den USA kündigt ein junger Mann mehrfach öffentlich an, Frauen zu töten, weil sie ihm keine sexuelle Aufmerksamkeit schenken und niemand verhindert die darauf folgenden Morde.    
Anhand von Beispielen wird im Vortrag erklärt, was Rape Culture bedeutet und wie sich diese Struktur durch die Gesellschaft zieht. Es wird aufgezeigt, wie alltäglicher Sexismus und sexualisierte Gewalt im Zusammenhang stehen. Darüber hinaus soll ein kleiner Einblick in das Prinzip der Consent Culture gegeben werden, um Überlegungen anzustellen, wie konsensuale Sexualität trotz Patriarchat möglich sein könnte.

Referentin: Jasna Strick ist Germanistin, Autorin und Mit-Initiatorin von #aufschrei, dem Hashtag, der 2013 eine deutschlandweite Sexismusdebatte anstieß und mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde. Sie veröffentlichte 2013 zusammen mit drei anderen Frauen ihr erstes Buch „Ich bin kein Sexist, aber…“. Jasna schreibt für das Gemeinschaftsblog derkeineunterschied.de über queer-feministische Gesellschaftspolitik und Netzfeminismus und ist Mitglied im Bundesvorstand der Jungen Piraten e.V.

 

Vortrag: Das Private ist politisch: Geschichte und Gegenwart der Politisierung des Privaten.

18:30 bis 20:00 Uhr, Hörsaalzentrum Raum 101

Der Slogan „The Personal is Political“ kennzeichnete Ende der 1960er Jahre in den USA den Beginn der zweiten Welle der Frauenbewegung. Mit  ihr setzte die Politisierung der Privatsphäre und die Erweiterung der  feministischen Agenda um Themen wie Sexualität, Beziehung, Familie, reproduktive Rechte und Arbeitsteilung ein.
Was bedeutet „Das Private ist politisch“ heute? Wie wirken sich  Geschlechterverhältnisse im Privaten noch heute aus und was hat sich verändert seit den ersten als Therapiegruppen abqualifizierten Versuchen, Bewusstsein zu schaffen für soziale Ungleichheiten, die sich im Privaten fortsetzen?
Der Vortrag soll einen Überblick verschaffen über Geschichte,  Bedeutungswandel und neoliberale Aneignungen eines der wichtigsten  Umbrüche im feministischen Aktivismus und wird am Beispiel aktueller  Debatten um reproduktive Rechte, Care und Self Care die Frage behandeln, warum die Politisierung der Privatsphäre auch heute nichts an  Wichtigkeit eingebüßt hat.

Referentin: Sandra Laczny ist Bloggerin und Netzaktivistin und schreibt auf sanczny.blogsport.eu u.a. über Feminismus.

 

DIENSTAG, 18.11.2014

Vortrag: Definitionsmacht - eine feministische Kritik

16:40 bis 18:10 Uhr, Hörsaalzentrum Raum 401

Oft wird Kritik am ‘Konzept’ der ‘Definitionsmacht’ als ‘antifeministisch’ abgeschmettert. So werden wichtige Debatten zum Umgang mit sexualisierter Gewalt und Diskriminierung verhindert.
Als feministische Gruppe hoffen wir, dass uns dies erspart bleibt und ein offener Autausch über theoretische und praktische Probleme sowie möglichen Alternativen zu diesem scheinbar unumstößlichen Standard stattfinden kann.

Veranstaltet von: e*vibes - für eine emanzipatorische Praxis

 

Vortrag: <3 eine kurze Kritik der Romantischen Zweierbeziehung

18:30 bis 20:00 Uhr, Hörsaalzentrum Raum 101

Die romantische Zweierbeziehung hat sich in den etwa dreihundert Jahren seit der Entstehung in ihrer heutigen Form soweit naturalisiert, dass sie als völlig natürlich und vielen als alternativlos erscheint. Insbesondere in ihrer heterosexuellen Ausprägung nimmt sie öffentlichen Raum ein wie keine andere Form der Liebesbeziehung. Und doch gelingt es ihr umfassend, sich der Kritik zu entziehen, indem sie sich zur Norm setzt und für viele einfach "ganz normal" ist. Was bedeutet die Normativität dieses Liebeskonstrukts für Menschen außerhalb der Norm? Wie zeigen sich in der romantischen Zweierbeziehung gesellschaftliche Machtverhältnisse, wie setzen sie sich in ihr fort und wie wirken sie aus ihr heraus? Wie kann eine notwendige Kritik aussehen, wie kann Subversion gelingen, und wie können andere Formen, Begehren und Zuneigung auszudrücken und füreinander da zu sein, aussehen? Eine Kritik der romantischen Zweierbeziehung und ein Versuch, die Frage zu beantworten, ob wirklich nur zählt, dass man sich liebt.

Referentin: Sandra Laczny ist Bloggerin und Netzaktivistin und schreibt auf sanczny.blogsport.eu u.a. über Feminismus.

 

MITTWOCH, 19.11.2014

Workshop: LiebesLeben - Achtung: FÄLLT AUS!

18:30 bis 20:00 Uhr, Hörsaalzentrum Raum 101

Seit mehr als 20 Jahren gehen unsere jungen Ehrenamtlichen an Dresdner Schulen und sprechen mit Jugendlichen über Liebe, Sexualität, Partnerschaft, Rollenbilder und sexuelle Orientierung.
Haben wirklich alle Lesben kurze Haare? Achten Schwule immer auf ihr Äußeres? Können sich bisexuelle Menschen nicht entscheiden? Was geht in trans* Menschen vor?
Vorurteile und Klischees werden dekonstruiert, diskutiert und reflektiert. Im Workshop lernt ihr einige unserer sexualpädagogischen Methoden kennen (z.B. Sex ABC, Alles hetero oder was?! u.v.m.), könnt euch ausprobieren und ganz viele Fragen rund um das Thema stellen.
 
Teilnahme: max. 20 Personen, Anmeldung unter liebesleben@gerede-dresden.de
Referent_innen: Aufklärungsprojekt "LiebesLeben"

Veranstaltet von: Gerede e.V.

 

DONNERSTAG, 20.11.2014

Vortrag: Selbstbestimmung und/oder Selektion? Eine kritische feministische Sicht auf Pränataldiagnostik

ab 20:00 Uhr, AZ Conni (Rudolf-Leonhard-Str. 39)

Abtreibungen sind in der BRD in den meisten Fällen weiterhin rechtswidrig. Im Zuge der Proteste gegen selbsternannte Lebensschützer_innnen ist der Abtreibungsparagraph 218 wieder in den Fokus feministischer Mobilisierungen gerückt. Gerne wird dabei die Forderung nach einem "Recht auf (körperliche/sexuelle/reproduktive) Selbstbestimmung" erhoben und ungebrochen an die "Mein Bauch gehört mir" Kampagnen der 1970er Jahre angeknüpft. Damit wird eine innerfeministische Kritik an dieser Argumentation ausgeblendet. "Selbstbestimmt" lässt sich nämlich nicht nur für eine Abtreibung entscheiden, sondern auch für vorgeburtliche Diagnosen, die fötale Abweichungen erkennen sollen und dann gegen ein behindertes Kind, eine selbstbestimmte Entscheidung im Rahmen der herrschenden ableistischen/behindertenfeindlichen Normen. Diese Kritik versuchen "Lebensschützer" zu besetzen und Bündnisse mit Behindertengruppen zu schmieden.

In diesem Vortrag soll hingegen eine feministische Kritik an pränataler Diagnostik dargestellt und nach einem anderen Konzept von Selbstbestimmung gefragt werden.

Referentin: Kirsten Achtelik ist Journalistin und Sozialwissenschaftlerin. Sie beschäftigt sich u.a. mit sexuellen und reproduktiven Rechten

Veranstaltet von: AZ Conni

 

SONNTAG, 23.11.2014

Mein Fett ist Politisch - Empowerment Workshop

12:00 bis 16:00 Uhr (inklusive Pause), Gerberbau Raum 52

Der obligatorische, kritische Blick in den Spiegel ist hier fehl am Platz. Heute soll es um Akzeptanz gehen - von sich selbst und von anderen - um Verständnis, Auflehnung und Stolz. Wir sezieren Fettenfeindlichkeit in der Gesellschaft. Wir schaffen Bewusstsein, Austausch, Unterstützung. Wir feiern unsere Körper. Empowerment eben.
Ziel des Fat Empowerment Workshops ist eine Übersicht darüber zu gewinnen, wie fettenfeindliche Strukturen wirken und wie eine empowernde Perspektive / Widerstand gegen diese  Strukturen aussehen kann. Eingeladen sind alle Frauen_Lesben_Trans*, in deren Leben Dick_Fettsein und die damit verbundenen Erfahrungen und Diskriminierungen eine Rolle spiel(t)en und die sich kritisch mit gängigen Schönheits- und Gesundheitsnormen auseinandersetzen möchten.
Im ersten Teil des Workshops geht es um  Erfahrungsaustausch und Begriffsklärungen von Begriffen wie „Fette Diskriminierung“, „Fette Selbstermächtigung“ und „Fette Unterstützung“ und wie diese konzeptualisiert werden bzw. was sie bedeuten (können). Im  zweiten Teil erarbeiten wir gemeinsam Strategien zur Selbstermächtigung gegen diskriminierende Strukturen und Handlungen. 

Referentin: Magda Albrecht ist politische Bildnerin und Mitglied des feministischen Vereins und Gemeinschaftsblogs Mädchenmannschaft e.V. Sie schreibt, forscht und hält Vorträge zu den Themen Körpernormierung, "fat shaming"  (Diskriminierung, Pathologisierung & Stigmatisierung von dicken Menschen) und queer-feministischen Aktionsformen.

 

MITTWOCH, 26.11.2014

Lesung: "Wie sag ich's meinen Möpsen?"

ab 19:00 Uhr, Stadtteilhaus (Prießnitzstr. 18)

Lesung mit Swen Röder über die Schriftstellerin und Bildhauerin Christa Windsloe

„Sie war immer eine ‚von denen‘. Für die bürgerliche Welt, der sie doch angehören wollte, war sie eine von denen Offizierstöchtern. Für die Künstlerkollegen im Atelier war sie eine von denen Weibsbildern, die eigentlich nicht Aktzeichnen, sondern selbst die Hüllen fallen lassen sollten. Für die Literatur war sie eine von den Schreibmamsells, die Frauenromane und Gesellschaftskomödien schreiben. Für die Emigranten war sie eine von denen, die emigrierten, weil sie halt nicht unter Hitler leben wollten. Da sie nicht jüdisch und nicht politisch war, war kein Komitée und keine Behörde für sie zuständig. Und im Krieg war sie eine von denen, die wehr- und waffenlos durch die Gegend rannten. Immer zwischen allen Fronten.“ (Christa Reinig)

Referent: Swen Röder, macht seit 2001 Lesungen und ist seit seinem Umzug nach Dresden regelmäßiger Gast beim Gerede e.V. in der Neustadt. Im Mittelpunkt seiner Lesungen stehen dabei oft Schauspieler_innen aus den 30er und 40er Jahren, oder Schriftstellerinnen die nur noch wenige kennen.

Veranstaltet von: Gerede e.V.

 

DONNERSTAG, 27.11.2014

Vortrag: Zwangssterilisation von Romnja - nationale Biopolitik und intersektionale Diskriminierung

ab 20:00 Uhr, AZ Conni (Rudolf-Leonhard-Str. 39)

Zwangssterilisationen sind nicht nur nationalsozialistische Verbrechen, sondern global immer da aktuell, wo ethnische oder andere Minderheiten unterdrückt werden. Der Vortrag beleuchtet Fälle von Zwangssterilisationen an Romnja und berichtet von den Herausforderungen, diese Form der intersektionalen Diskriminierung an Roma-Frauen aufzudecken und zu ahnden.

Referentin: Jana Gottschalk (angefragt)

Veranstaltet von: AZ Conni


Veranstaltungen im Sommersemester 2014

"Das Politische ist privat – Geschlechterverhältnisse zwischen Kontrolle und Selbstbestimmung"
 

Mit einer kleinen Veranstaltungsreihe im Sommersemester 2014 möchte das Referat Gleichstellungspolitk die Wartezeit bis zu den „Aktionstagen gegen Sexismus und Homophobie“ im kommenden November verkürzen. In drei Vorträgen werden aktuelle feministische Auseinandersetzungen beleuchtet.
Nebenbei werfen wir einen Blick zurück auf den Slogan „The Personal is Political“, der in den späten 60ern den Beginn einer zweiten Welle der Frauenbewegung kennzeichnete, und prüfen ihn auf seine heutige Wirkung. Denn immer noch sind Geschlechterverhältnisse Ausgangspunkt für Ungleichheit, die oft im Wechselspiel zwischen privater und öffentlicher Sphäre verstärkt und gleichzeitig durch Individualisierung unsichtbar gemacht wird.
 


04.11. - 16.11.2013: Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie 2013

Vom 04. bis 16. November finden zahlreichen Veranstaltungen an der TU Dresden und an weiteren Orten in Dresden statt. Informationen zu den Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie gibt es hier.

Datum 

Uhrzeit        

Veranstaltungstitel                      

Ort     

04.November
Montag

16.40 - 18.10 Uhr

18.30 - 20.00 Uhr


Vortrag: Colours of Feminism

Workshop: Visuelle Kolonalität - Körperpolitiken im (post)kolonialen Diskurs


BEY 117

05.November
Dienstag

16.40 - 18.10 Uhr

18.30 - 20.00 Uhr


Vortrag: Afrodeutsche Geschichte und Gegenwart

Vortrag: Das ist ja schwul - Homosexualität und Schule


BEY 98

HSZ 103

06.November
Mittwoch

16.40 - 18.10 Uhr


18.30 - 20.00 Uhr


Vortrag: Intersektionalität - Soziale Ungleichheiten zwischen race, class, gender und body

Vortrag: Klassismus und Sexismus


HSZ 403

 

07.November
Donnerstag

18:30 - 20:00 Uhr


Podiumsdiskussion: Homosexuell = Schwul?!
Über die Un/Sichtbarkeit von Lesben in den Medien
HSZ 103
 
08.November
Freitag

16.00 - 18.00 Uhr

ab 20.00 Uhr


Interaktiver Vortrag: (Hetero)Sexismus im Rap

Konzert: Sookee und Kobito aka Deine Elstern


AZ Conni

JuHa Pieschen

09.November
Samstag
11.00-16.00 Uhr
Improvisationstheater - Workshop: MACHT THEATER
ZEU 250
11.November
Montag

16.40 - 18.10 Uhr
 


Vortrag: Biologie und Homosexualiät. Die Genese des
Homosexualitäts-Diskurses


HSZ 304
 
12.November
Dienstag
20.30 - 22.00 Uhr
Hörsaalkino: You I love - Das Herz will, was es will...
WEB 243
13.November
Mittwoch
18.30 - 20.00 Uhr
Workshop: Homosexualität und Schule
HSZ 204
14.November
Donnerstag
19.30 - 21.00 Uhr
Forum G - Gesprächsrunde zu queeren Themen
Gerede e.V.
13.November
Freitag

ab 10.00 Uhr

ab 16:00 Uhr


Auswertungsbrunch

Workshop: Porno und Feminismus


StuRa

n.n.

14.November
Samstag
19:00 - 21:00 Uhr
Lesung: Hinter den schwulen Lachern - Homosexualität bei den Simpsons
BEY 68

 

Veranstaltungsempfehlungen (extern)

Mi, 24. Oktober 2013: Die Frau ist nicht der Rede wert?

19:00 - 21:00 Uhr, HSZ 401
Veranstaltet von: Frauen leben Vielfalt e.V.

Vortrag: "Die Frau ist nicht der Rede wert?" von Profn. Dn. Luise F. Pusch

Dank der Sprachkritik der internationalen Frauenbewegung ist das Maskulinum heute nicht mehr das, was es einmal war. Mit dazu beigetragen haben Luise F. Puschs sprachkritische Analysen und Satiren, die sie in sieben Büchern veröffentlicht und in vielen Seminaren verbreitet hat. Aber die Herrensprache, in der der Mann die Norm und die Frau buchstäblich nicht der Rede wert ist, ist noch keineswegs überwunden. Permanentes Gegensteuern bleibt notwendig.

Nach einer Einführung mit Überblick über die feministische Sprachkritik der letzten 40 Jahre werden die Zuhörer*innen für sprachliche Ungerechtigkeit anhand von Beispielen sensibilisiert. Dazu werden Glossen aus den o.g. sieben Büchern vorgetragen und die DNA-Methode zur Korrektur männerzentrierter Sprachmuster vorgestellt (Differenzierung, Neutralisierung, Abstraktion). Vornehmstes und schwierigstes Ziel ist das Erlernen frauenzentrierten Denkens. Beispiel: Nicht: "Schreiben Frauen anders?", sondern:
„Schreiben Männer anders?“

Luise F. Pusch, geb. 1944 in Gütersloh, ist Professorin für Sprachwissenschaft sowie Gründerin und Vorsitzende von FemBio e. V., Institut für Frauenbiographieforschung Hannover/Boston, mit dem Webportal www.fembio.org.

Mehr Informationen unter: http://www.frauenlebenvielfalt.de/deutsch/aktuelles/

 

Do, 14. Februar 2013: One Billion Rising – Eine Milliarde erhebt sich
 
17:00 Uhr, Dr.-Külz-Ring (vor der Altmarktgalerie)

"One Billion Rising – Eine Milliarde erhebt sich” heißt die Aktion, die weltweit in 199 Ländern ein Ende der Gewalt an Mädchen* und Frauen* fordert. In Deutschland finden mehr als 175 Aktionen statt.

Seid dabei und tanzt mit. Es gibt eine Choreographie, die ihr anschauen und üben könnt.

Willkommen sind aber auch allen, die nicht tanzen, aber trotzdem ihre Solidarität bekunden wollen. Je mehr wir sind, desto größer ist das Zeichen gegen Gewalt an Mädchen* und Frauen*, dass wir aussenden können.

Infos zu One Billion Rising

  • weltweit:   www.onebillionrising.org
  • deutschlandweit:   www.onebillionrising.de
  • in Dresden:   dresden.ihollaback.org

Steht auf - streikt - tanzt!

 

22.11.2012: Film und Gespräch "Öffne meine Augen - Te doy mis ojos"

20.00 Uhr, Programmkino Casablanca

anlässlich des Tages gegen Gewalt an Frauen

Nach 9 Jahren Ehe flieht Pilar mit ihrem gemeinsamen Sohn vor ihrem gewalttätigen Mann Antonio aus Madrid zu ihrer Schwester nach Toledo. Obwohl sie dort Arbeit findet und neue Freunde, liebt Pilar ihren Mann immer noch. Und Antonio tut alles, um seine Beziehung zu retten.
Pilar ist eine ganz normale spanische Hausfrau, die ihr Leben völlig unter den Scheffel ihres Mannes gestellt hat, dessen unvorhersehbare Gewaltausbrüche und die dadurch über sie ausgeübte Kontrolle ihre eigene Existenz fast unsichtbar haben werden lassen. So beschreibt es auch Regisseurin Iciar Bollain im Interview, wenn sie von einer der vielen namenlosen Frauen erzählt, die ihr im Zuge ihrer Recherchen davon berichtete, wie die häusliche Gewalt sie im Verlauf der Jahre dazu brachte, sich selbst nur noch durch die Augen des Ehemannes zu sehen, bis von ihr selbst nichts mehr übrig geblieben war. Folglich kann es auch nur Pilar sein, die sich selbst wandelt, die lernt, ihre Augen zu öffnen und sich selbst wieder zu sehen.
Der mit sieben spanischen Filmpreisen ausgezeichnete Film beschäftigt sich mit dem Thema Gewalt auf sensible und differenzierte Weise, fernab von der simplifizierenden Unterscheidung von Gut und Böse. "Öffne meine Augen" ist ein psychologisch glaubwürdiger und realitätsnaher Film. Er schildert einfühlsam Mechanismen männlicher Gewalt sowie weiblicher Defensivstrategien und birgt somit das Potential die Augen für dieses Tabuthema zu öffnen.
Seit 1981 findet am 25. November der von den Vereinten Nationen deklarierte Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen statt. Hintergrund für die Entstehung des Aktionstags war die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung von drei Frauen im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo. Seitdem wird weltweit durch Aktionen von Frauenprojekten und Initiativen, aber auch von staatlicher Seite zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen.

Infos zur Veranstaltung beim Frauenzentrum Sowieso (Kultur/13. Filmabend)

 

Hollaback-Soli-Party

31.08.2012: Hollaback-Soli-Party "Riot Grrrls Beat’n’Indie" in der Scheune
Beginn Konzert: 22 Uhr

 

Riot Grrrls Beat’n’Indie ist eine Partyreihe, die seit gut einem halben Jahr in Dresden ihr Unwesen treibt. Sie fand schon in verschiedenen Locations statt. Dieses Mal darf sie die Scheune ihr zu Hause nennen. Die Veranstaltung Riot Grrrls Beat’n’Indie war und ist was für Menschen, die Bock haben einen entspannten Abend mit entspannten Menschen zu erleben. Wer würde besser zu einer Veranstaltung mit diesem Namen passen, als eine Riot Grrrls Band? Poor Little Rich Girl sind seit kurzem dabei, die Konzertszene mit ihrem Gitarrensounds zwischen Punk Rock und Noise Pop zu

bereichern und proklamieren ganz klar: WE DONT WANNA BE LIKE THE OTHER GIRLS!
Wenn sie so weiter machen wie bisher, werden sie auch eure Herzen im Sturm erobern! Wir freuen uns, sie begrüßen zu dürfen.

Mehr Infos zur Party findet ihr auf der Seite der Scheune und in Facebook.


Über Hollaback

 

Hollaback! – „Brüll zurück!“ – ist eine internationale Bewegung, die das Internet nutzt, um gegen sexistische, rassistische, klassistische, homosexuellenfeindliche, queerfeindliche usw. usf. Übergriffe und Belästigungen jeder Form im öffentlichen Raum vorzugehen. Auf der Internetseite können Betroffene ihre Erlebnisse berichten. Es geht darum,
die Stimmen derjenigen Personen hörbar zu machen, die durch Tabus, HERRschaftsverhältnisse etc. zum Schweigen gebracht wurden. Es geht darum, das Problem sexualisierter Diskriminierung und Gewalt und Belästigungen
jeglicher „-Ismen“ öffentlich zum Thema zu machen.

Auf der Seite Hollaback Dresden und Umgebung gibt es außerdem die Möglichkeit, die Betroffenen durch einfaches Klicken wissen zu lassen, dass man hinter ihnen steht, ihnen den Rücken stärkt, auf ihrer Seite ist. Auch Infos bietet die Seite, beispielsweise dazu, wie wir in Aktion treten können, wenn wir Belästigungen und Übergriffe sehen.

Die Seite ist für die Region Dresden und Umgebung (ohne scharfe Abgrenzung, auch da es für Sachsen die erste Hollaback!-Seite ist). Selbstverständlich bleibt Anonymität gewahrt!

Hollaback Dresden und Umgebung ist auch bei Facebook zu finden und kann von euch mit einem „Gefällt mir“ unterstützt werden.

Mitmachen

Übrigens: Das Hollaback-Team sucht immer auch noch Verstärkung für die Betreuung der Seite. Wenn ihr also Lust habt oder jemanden kennt, Mail an dresden[at]ihollaback.org

 

Forum G

Das Forum G ist ein lockeres Treffen von Gleichstellungsinteressierten in Dresden, die sich über verschiedene Themen austauschen und gemeinsame Aktionen planen. Die Themen werden von den Teilnehmende des Forum G festgelegt. Interessierte sind jederzeit herzlich eingeladen.

Ort: Gerede e.V., Priesnitzstraße 18, Dresden

Zeit: jeden zweiten Donnerstag, 20-22 Uhr

Informationen zu den Treffen finden ihr in der Facebook-Gruppe Forum_G. Wer nicht bei Facebook angemeldet ist, kann sich die Infos auch per Email zusenden lassen, dazu müsst ihr nur eine Email an forum_g[at]web.de schicken.

nächste Termine:

  • 6. September 2012
    Thema: Frauen in der Neonazi-Szene
  • 20. September 2012
    Thema: Offenes Treffen - Bücher und Texte zum Diskutieren mitbringen
  • 04. Oktober 2012
    Thema: Lobbyarbeit für Frauenrechte und Gleichstellungspolitik in Sachsen
  • 18. Oktober 2012
    Queer Theory/Perfomativität - Einblick in die Theorie

 

Veranstaltungsempfehlungen

WS 2011/2012: Seminar "Was heißt denn hier Geschlecht?!?"

Mittwoch 16.40-18.10 im HSZ E01

Das Seminar „Was heißt denn hier Geschlecht?!?“ ist eine Veranstaltungsreihe, die im Wintersemester 2011/2012 dazu einlädt, sich einen Überblick über die historische Entwicklungen von Geschlechterverhältnissen und theoretischen Zugängen der Frauen- und Geschlechterforschung zu verschaffen (Doing Gender, Dekonstruktivismus, Queer Studies etc.). Auf dieser Grundlage sollen spezifisch ausgewählte Theorie- und Themenbereiche vertieft werden um so neue Perspektiven bei der Betrachtung und Interpretation des sozialen Phänomens Geschlecht in einzelnen Kontexten zu eröffnen, die miteinander diskutiert werden sollen.

Die Seminarplanung ist offen, bunt und flexibel gestaltet, so dass vorgeschlagene oder gewünschte Themen gern mit aufgenommen werden können.

Menschen, die nicht an der TU Dresden studieren, sind ebenfalls herzlich willkommen.

Vorläufiger Seminarplan:

  • 12.10.11 Einführung
  • 19.10.11 Geschlechterverhältnisse gestern und heute
  • 26.10. 11 Abschlussarbeiten vorgestellt
  • 02.11.11 Die historische Entstehung des Patriarchats und die Geschichte der Frauenbewegung
  • 09.11.11 Konzeptueller Wandel in der Geschlechtertheorie
  • 21.11.11 (18.30 Uhr, selber Raum) Biologie und Geschlecht - Vortrag von Dr. Heinz-Jürgen Voß
  • 30.11.11 Dekonstruktivismus: Judith Butler
  • 07.12.11 Queer Studies - Workshop unter der Leitung von Danilo Ziemen
  • 14.12.11 Männlichkeitsforschung - Vortrag von PD Dr. Sylka Scholz
  • 21.12.11 Pierre Bourdieu: Die männliche Herrschaft
  • 04.01.12 Pornographie aus der Perspektive der Geschlechterforschung
  • 11.01.12 Frauennetzwerke - Männernetzwerke - Vortrag von Dr. Katrin Pittius
  • 18.01.12 Politik: Diskussionen aktueller politischer Maßnahmen bzgl. Gleichstellung von Frau und Mann
  • 01.02.12 Abschlussdiskussion
  • + Filmabend (Termin wird noch bekanntgegeben)

Aktuelle Infos: Facebook-Seite "Was heißt denn hier Geschlecht?!?"

 

  • Dienstag, 25.10.2011: Rebellinnen

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe: Frauen haben eine Geschichte - Einführung in die Frauengeschichte

Zum Inhalt der Veranstaltungsreihe:
Die Geschichte von Frauen ist in der offiziellen Geschichtsschreibung weitesgehend unbekannt und unbeachtet geblieben. Sobald wir uns damit beschäftigen, erleben wir viele Überraschungen. Wer weiß schon, dass Frauen im Mittelalter fast 200 Berufe ausüben konnten und weitgehende Freiheiten hatten ...

Wir entdecken viele Parallelen zu Ungerechtigkeiten und politischen Prozessen unserer Zeit und finden Anregungen, unsere scheinbar unabänderliche Wirklichkeit mit ganz anderen Augen zu sehen. Wenn wir uns mit unsere eigenen, weiblichen Geschichte beschäftigen, finden wir Zugang zu unseren eigenen Wurzeln.

In dieser Vortragreihe erhaltet ihr eine Einführun in verschiedene Epochen der Geschichte von Frauen. Geschichte wird als lebendige Geschichte erschlossen. Es wird mit Methoden des lebendigen Lernens gearbeitet. Neben Vorträgen und Diskussionen werden auch Bilder und Texte, Mythen udn Kunst genutzt.

Ort: Frauenbildungszentrum Dresden, Oskarstraße 1 (Nähe Wasaplatz)
Zeit: 19.30-21.30 Uhr
Referentin: Dr. Alexandra Stanislaw-Kemenah
Kosten: 5 €
weitere Informationen: www.frauenbildungszentrum-dresden.de

Die Veranstaltungen sind für Personen jeglichen Geschlecht offen.

weitere Termine:

  • Di, 22.11.2011: Die deutsche Frauenbewegung

 

 

  • Dienstag, 27.09.2011:   Podiumsdiskussion "Tanz der Hormone? Sexuelle Identitäten

19.30 Uhr, FrauenBildungsHaus Dresden, Oskarstraße 1 (Nähe Wasaplatz)

Im Mittelpunkt dieses Abends steht nicht die Frage, wer was mit wem im Bett macht, sondern die Vielfalt der sexuellen Identitäten und die sich
daraus entwickelnden Lebensformen.

Impulsreferat:   Morena Gutte (Gerede e.V.)
Moderatorin:   Dr. Antje Meurers, Dipl.-Päd. für Geschichte und Sozialpädagogik
Podiumsgäste:

  • Susanne Seifert (*sowieso* Frauen für Frauen e.V.)
  • Markus Pöche (Ökomenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HUK) e.V.)
  • Isabell Kamberg (Sozialpädagogin)
  • Roland Jäkel (Transsexueller)

 

  • 22.09.2011:   Podiumsgespräch "Mythos Chancengleichheit? Zur Situation der bildenden Künstler und Künstlerinnen in Dresden"

19 Uhr, Kunstfoyer des Kulturrathauses, Königsstraße 15 (Nähe Albertplatz)

Gemeinschaftsveranstaltung der Reihen "Dresdner Frauengespräche" und "Dresdner Männergespräche"
veranstaltet von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Dresden

Moderation: Dr. Kristina Wopat und Dr. Regine Schneider
Podiumsgäste:

  • Dr. Ralf Lunau (Beigeordner für Kultur)
  • Stefan Zinkler (Mitglied der Kommission für Kunst im öffentlichenRaum / gleichstellungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion)
  • Kristine Schmidt-Köpf (Geschäftsführerin Künstlerbund Dresden e.V.)
  • N.N. (Kreative Werkstatt)
  • N.N. (Absolvent/-in Hochschule für Bildenden Künste)

 

  • 10.09.2011 Squeerdance

Robert-Matzke-Straße 16

21 Uhr: Vortrag von Anja Gregor (FSU Jena) zum Thema "Die Intersex-Bewegung seit den 90er Jahren"

Der Vortrag richtet sein Augenmerk insbesondere auf das politische Engagement medizinisch manipulierter Intersexueller. Die 20-jährige
Geschichte des Widerstandes wird als Kampf um körperliche Selbstbestimmung rekapituliert und zentrale Forderungen der Intersex-Bewegungn im Kontext
der Menschenrechte dargestellt.

ab 23 Uhr legen DiscaRov (Dresden) House, Discohouse und Frenchhouse sowie Claire (Conne Island, Leipzig) Indie, Indietronic und Electropop auf und
laden zum Tanzen und Feiern ein.

Weitere Informationen findet ihr hier

 

  • 17.05.2011: Veranstaltungsreihe: Frauen haben eine Geschichte - Einführung in die Frauengeschichte

Zum Inhalt der Veranstaltungsreihe:
Die Geschichte von Frauen ist in der offiziellen Geschichtsschreibung weitesgehend unbekannt und unbeachtet geblieben. Sobald wir uns damit beschäftigen, erleben wir viele Überraschungen. Wer weiß schon, dass Frauen im Mittelalter fast 200 Berufe ausüben konnten und weitgehende Freiheiten hatten ...

Wir entdecken viele Parallelen zu Ungerechtigkeiten und politischen Prozessen unserer Zeit und finden Anregungen, unsere scheinbar unabänderliche Wirklichkeit mit ganz anderen Augen zu sehen. Wenn wir uns mit unsere eigenen, weiblichen Geschichte beschäftigen, finden wir Zugang zu unseren eigenen Wurzeln.

In dieser Vortragreihe erhaltet ihr eine Einführun in verschiedene Epochen der Geschichte von Frauen. Geschichte wird als lebendige Geschichte erschlossen. Es wird mit Methoden des lebendigen Lernens gearbeitet. Neben Vorträgen und Diskussionen werden auch Bilder und Texte, Mythen udn Kunst genutzt.

Ort: Frauenbildungszentrum Dresden, Oskarstraße 1 (Nähe Wasaplatz)
Zeit: 19.30-21.30 Uhr
Referentin: Dr. Kristin Wopat
Kosten: 5 €
weitere Informationen: www.frauenbildungszentrum-dresden.de

Die Veranstaltungen sind für Personen jeglichen Geschlecht offen.

Termine:

  • Di, 01.02.2011: Frauen und ihre Ur(eigene)Geschichte - Die Kultur Alteuropas
  • Di, 17.05.2011: Die gestürzte Göttin - Der Fortschritt fordert seinen Tribut
  • Di, 28.06.2011: So finster war das Mittelalter nicht - Der Alltag von Mägden, Meisterinnen, Medizinerinnen
  • Di, 13.09.2011: Hexenverfolgung und Wissenschaftsentwicklung

 

 

Wintersemester 2010/11

08. März 2011: 100 Jahre Frauentag - Who Cares?

Zu Ehren des 100. Jubiläums des Frauentages wird es im Alten Wettbüro in der Neustadt so einiges zu erleben geben. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf alle die kommen wollen!

17h: Workshop - Feminismus 2.0

Mit Vertreterinnen aus Presse, Wissenschaft, Frauenbildungs- und Mädchenarbeit wollen wir über ganz konkrete Erscheinungsformen des „Feminismus heute“ ins Gespräch kommen, uns über Erreichtes informieren und neue Betätigungsfelder für uns erschliessen.

19h: Ausstellungseröffnung Silke Paustian (und Imbiss)

In ihren Fotografien nimmt die Rostocker Künstlerin Silke Paustian Geschlechterklischees unter die Lupe, inszeniert sie neu, zeigt Brüche auf und ermöglicht uns so einen anderen Blick auf das Alltägliche.

20h: Tanz das F - Party

Studio 17 und DJane Fran laden mit funkiger Musik zum Zelebrieren und standesgemäßen Ausklingen unseres Festtags.

 

8.-12. November 2010 Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie

Sommersemester 2010

14.07.2010 Vortrag: "Erinnerungskultur und Geschlecht. Geschlechtsspezifische Symbolisierungen in Akten öffentlichen Gedenkens"*
Mi, 6. DS 16.40-18.10 Uhr, HSZ E05

Die Bedeutung der Geschlechterdifferenz für das Erinnern und Gedenken wird häufig ausgeblendet oder als nebensächlich beurteilt. Doch bei genauerem Hinsehen wird erkennbar, dass Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit die Wahrnehmung historischer Ereignisse und ihre Repräsentationen wesentlich bestimmen. Gedenkveranstaltungen, Mahnmale, Darstellungen, Erzählungen und performative Akte, ohne die ein „Überdauern der Erinnerung“ unmöglich wäre, sind durch geschlechtsspezifische Symbolisierungen strukturiert.

Bilder etwa männlicher Stärke und weiblicher Schwäche und Schutzbedürftigkeit sind Teil des Stereotypenrepertoires, das im sozialen Gedächtnis tradiert wird. Der geplante Vortrag wird diese Thesen am Beispiel der Geschichte der Gedenk- und Erinnerungspraxis in der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück ausführen und im Kontext der Tradition nationaler Gedenkfeiern im 20. Jahrhundert diskutieren.

Referentin:Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

*Veranstaltungen findet im Rahmen der Ringvorlesung "Geschichtspolitik und Erinnerungskultur" statt. Das Programm zur Ringvorlesung findet ihrhier.

 

29.06.2010: Gender-FAQ – Was ihr schon immer vom Referat Gleichstellungspolitik wissen wolltet
Di, 6. DS 16.40 - 18.10 Uhr, StuRa- Baracke

Das Referat Gleichstellungspolitik stellt sich vor. Außerdem ist dies der ideale Ort um uns Löcher in den Bauch zu fragen oder uns von euren Problemen und Erlebnissen mit der Gleichstellung der Geschlechter an der TU Dresden zu berichten. Darüber hinaus könnt ihr auch eure Ideen und Wünsche für die weitere Arbeit des Referats mitbringen und mit uns diskutieren.

 

12.05. 2010 Workshop: "Liebe Macht Blind"
Mi, 6. DS 16.40-18.10 Uhr, Stura Baracke

Sei es Geschlecht, Ethnie, Kapital, Klasse, Nation, Habitus, Sexualität oder auch Behinderung... sämtliche dieser Phänomene sind Bestandteil von Machtstrukturen, die unserem gesamten Leben Struktur und uns persönlich damit auch Halt geben. Sie durchziehen unseren Beruf, unser Privatleben, unseren Alltag wie ein Pilzgeflecht das Erdreich. Inwieweit passen in dieses allgegenwärtige Phänomen "Macht" auch Beziehungen, Liebe und Partnerschaften? Wie könnten Alternativen zur traditionellen Ehe aussehen und welche Auswirkungen haben sie auf klassische Machtstrukturen? Kann man Liebe ohne Macht denken? Gibt es gleichberechtigte Partnerschaften? In einem kurzen Workshop von ca. 2 Stunden soll versucht werden, diesen Fragen gemeinsam auf den Grund zu gehen und die Begriffe "Macht" und "Liebe" zu einander ins Verhältnis zu setzen. Dabei werden bei Bedarf auch Nebenschauplätze besucht. Sicherlich wird man dabei letzten Endes keine gemeinsame Position finden, sondern man riskiert lediglich einen kleinen Blick über den Tellerrand.

Referent_in: Lausi (alias Tobias Lauszat), Studiert an der TU Dortmund Informatik mit Nebenfach gender studies. Darüber hinaus ist sie als gender- und diversity-Berater_in in der Hochschullandschaft unterwegs.

Anmeldung:Aufgrund begrenzter Teilnahmezahl wird um eine Anmeldung zum Workshop per Email an: gleichstellung@stura.tu-dresden.de gebeten.

*Veranstaltungen findet im Rahmen der Ringvorlesung "Geschichtspolitik und Erinnerungskultur" statt. Das Programm zur Ringvorlesung findet ihrhier.

Veranstaltungen des Referats vor dem SoSe 2010 findet ihr hier.

 

Sommersemester 2009: Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie 2009

28.04.2009-07.05.2009 Kein Sexismus an Hochschulen. Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie

Erstmals beteiligt sich der Stura der TU Dresden in diesem Jahr an den Aktionstagen. Die von freien Zusammenschluss der studentInnenschaften (fzs) vor einigen Jahren initiierte Veranstaltung steht diesmal unter dem Motto "Bild und Rahmen. Geschlecht und Gesellschaft".

Warum dieses Motto? Der fzs begründet es so "[...] die Erwartungen, welche an das jeweilige Geschlecht gerichtet werden, bilden in unserer Gesellschaft den Rahmen für die Entwicklungsmöglichkeiten und die Begrenzung von Menschen. Das Weltbild unseres Kulturkreise kennt nur zwei Geschlechter - Frauen und Männer. Das diese binäre Geschlechterordnung nur ein mögliches Interpretationsmodell ist, wird daran deutlich, dass andere Kulturen mehr als zwei Geschlechter kennen."

Dem schließt sich das Referat Gleichstellungspolitik gerne an, denn mit der unhinterfragten Akzeptanz des binären Geschlechtermodells werden nicht nur Menschen, die nicht eindeutig einem der Geschlechter "männlich" und "weiblich" zuzuordnen sind oder sein wollen, benachteiligt, sondern auch jene, die mit der Zuordnung zu einem dieser Geschlechter recht gut leben können.

In der Motto-Begründung des fzs heißt es dazu weiter: "So werden Frauen und Männern nach wie vor andere Fähigkeiten (z.B. Durchsetzungs- oder Leistungsfähigkeit) zugeschrieben. Diese sogenannten Stereotypen beschränken Frauen und Männer in ihren Entwicklungsmöglichkeiten und legen darüber hinaus auf bestimmte Rollen fest. [...] Weder für Frauen noch für Männer ist es derzeit möglich ein Leben nach ihren Vorstellungen zu führen, beide stoßen an die Grenzen ihrer Geschlechterrollen. Um diese Grenzen aufzubrechen, ist es notwendig, sich mit den eigenen Stereotypen auseinanderzusetzen."

Und genau das will das Referat Gleichstellungspolitik mit folgenden Veranstaltungen tun beziehungsweise anregen:

 

Dienstag, 28.04.2009, 19.30 Uhr, Frauenbildungszentrum Dresden, Oskarstraße 1:

Podiumsdiskussion “Was heißt Frausein heute?”

Es diskutieren Barbara Feichtinger (Projektkoordinatorin Frauenbildungszentrum Dresden), Gunna Bohne (Vorkämpferin der Dresdner Frauenbewegung), Janett Schmiedgen (Referat Gleichstellungspolitik, Stura TU Dresden), Antje Hintze (Landespfarrerin der kirchlichen Frauenarbeit).

Veranstaltung in Kooperation mit dem Frauenbildungszentrum „Hilfe zur Selbsthilfe"

 

Dienstag, 05.05.2009, 20.00 Uhr, Kino im Kasten, Hörsaal 3, August-Bebel-Straße 20:

Film "Breakfast on Pluto"

1958 wird Patrick in Nordirland als Resultat eines "Fehltritts" des Dorfgeistlichen geboren. Er wächst bei einer Pflegemutter auf: der boshaften, trinkfesten Chefin des örtlichen Pubs. Früh entdeckt Patrick eine Vorliebe für die Kleider und Lippenstifte. In seinen Teenager-Jahren, als Glam-Rocker mit beträchtlichem Mascara-Verbrauch, legt Patrick sich immer wieder mit den dörflichen Autoritäten an - bis er auf der Suche nach seiner leiblichen Mutter das bigotte Irland verlässt und nach London geht. Doch "Kitten" findet sich nur schwer in dem grausam-grotesken Leben der Metropole zurecht. Die Suche nach seiner Mutter gestaltet sich zu einer wahren Odyssee.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Kino im Kasten

 

Mittwoch, 06.05.2009, 16.40-18.10, Hörsaalzentrum E05:

Vortrag von Dipl. Soz. Daniela Heitzmann: “Genderprofessor/innen im ‘Wissenschaftsspiel’ - Frauen- und Geschlechterforschung im Spannungsfeld von Politik und Wissenschaft”

Im Jahr 1987 wurde in Frankfurt am Main die erste ordentliche Frauenforschungsprofessur an einer deutschen Universität eingerichtet. Ein Meilenstein für die Frauen- und Geschlechterforscherinnen, die hierum 13 Jahre gekämpft hatten. Es ging nicht „nur“ um die institutionelle Verankerung eines neuen Wissensbereiches in der Universität, vielmehr waren die Protagonisten Frauen und damit historische „Neulinge“ im Wissenschaftsfeld, die zudem einen Topos aufbrachten, der an den Grundfesten der Wissenschaft – der Geschlechterordnung – rütteln wollte (und es immer noch tut).
Mit ihren feministischen Wurzeln bot die Frauenforschung von Beginn an eine breite Angriffsfläche, denn seit Max Weber ist nichts verpönter als der Ruch des Politischen in der – sich als „objektiv“ verstehenden – Wissenschaft. Doch disqualifiziert sich die Frauen- und Geschlechterforschung in diesem Sinne wirklich als „unwissenschaftlich“? Wie gestaltet sich der Balanceakt zwischen feministischem Anspruch und akademischen Erfordernissen? Welche Rolle kommt hierbei den Genderprofessorinnen auf der reputationsträchtigsten und damit machtvollsten Position in den deutschen Universitäten zu?

Der Vortrag findet im Rahmen der 3. Ringvorlesung politischer Hochschulgruppen an der TU Dresden unter dem Thema „Wissenschaft und Politik – ein Wechselspiel in Geschichte und Gegenwart“ statt.

 

Donnerstag, 07.05.2009, 16.40-18.10, Hörsaalzentrum E03:

Vortrag von Maike Bußmann: "Geschlecht als soziale Konstruktion. Entstehung, Funktion und Wandel eines binären Codes"

Der im Jahr 2000 erschienene „Ratgeber“ Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken von Allan und Barbara Pease ist ein Beispiel dafür, wie Geschlechterunterschiede mit biologischen Argumenten begründet und damit als unverrückbar festgelegt werden. Im Vortrag werden solche im Alltag verbreiteten Annahmen in zwei Schritten dekonstruiert: Mit Thomas Laqueur wird zuerst gezeigt, dass das (Wissens-)System der „Zweigeschlechtlichkeit“ ein historisches Produkt des 18. Jahrhunderts ist. In Zeiten des historischen Umbruchs hatte die wissenschaftliche „Entdeckung“ und Hervorhebung der biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau die Funktion, der hierarchischen Geschlechterordnung eine neue Legitimationsbasis zu geben. Im zweiten Schritt wird exemplarisch veranschaulicht, wie in Sozialisationsprozessen und sozialen Interaktionen – dem doing gender – genau diese Unterschiede und Klassifikationen für „männlich“ und „weiblich“ erst sozial und kulturell hergestellt werden. Die in solchen Prozessen zugeschriebenen und angenommenen Eigenschaften können dann als „natürliche“ Charaktere für die Legitimation und Aufrechterhaltung der Geschlechterordnung herangezogen werden. Resümierend wird die Frage diskutiert, ob man Geschlechterdifferenz auch ohne die damit verbundene soziale Ungleichheit denken kann. Dies scheint nur durch eine „symbolische Revolution“ (Pierre Bourdieu), einen Ausbruch aus der „Zwangsheterosexualität“ und einen radikalen Bedeutungsverlust der Kategorie Geschlecht (Judith Lorber) möglich zu sein.

Weitere Infos zu den Aktionstage gibt's beim fzs unter http://www.kein-sexismus.de/

 

  • GUTEN ABEND DU SCHLAMPE! … check dich mal. Ein theatrales Happening.

Donnerstag, 25.11.2010 und Montag 29.11.2010, 221.30 Uhr im Madness, Louisenstraße 20, Infos und Karten unter www.die-buehne.net

Trailer: http://vimeo.com/13782589                    

ImMADNESS. Nähe Feuerwehr. Das tut auch not. Denn wenn die Welt in big big trouble und unsere Zukunft in Gefahr ist, sich unsere Helden reihenweise in Luft auflösen und nur einen Rauchschleier zurücklassen, würden wir doch alle gern James Bond anrufen — wie einst Miss Moneypenny. Was aber wenn Bond und andere Heroen keine Zeit haben? Genau! Drei Engel für Dresden! Sachsen, Europa und die Welt sowieso. Aber hallo! Mindestens! Drei in einer Mission:

Wir sind es leid, uns innerlich von den lila Latzhosen der 80er und den Feuchtgebieten der 10er abzugrenzen. Jetzt ma’ ehrlich hier. Wir wollen – ja was eigentlich? Aber das bestimmt. Seicht, sauber, subversiv.

Ausgang dieses Hauruck-Theaterprojekts, dem sogenannten Schnellschuss für theatrale Experimente — 12 Tage hart proben, fett raushauen — war ursprünglich Maxi Wanders Buch “Guten Morgen du Schöne” und die Reflexion von Frauenrolle in DDR und BRD. Aber hey, wir sind dreißig Jahre weiter, hinter uns die zweite Frauenbewegung. Alice Schwarzers Heroinentaten verblassen auf ihren Werbeplakaten für die Bild, Judith Butler proklamiert die Dekonstruktion der Geschlechter und Frau Merkl aus der ehemaligen DDR ist Bundeskanzlerin. Ja, wat solln wa denn da noch mit Emanzipation – is doch allet im grünen Bereich…Oder? Wir wollens wissen! Ja! Her mit den verschiedenen Rollenklischees und Frauenbildern, weg mit verstaubten Latzhosen, rein in die Punkröhre der 80er und fuckthe pain away – zum Beispiel. Sind das synergetische Abziehbildchen oder wirklich TöchterInnen der TomatenwerferInnen mit großem I? Was, besser wer sind sie denn nun eigentlich, die Frauen von heute? Also wir glauben ja in erster Linie an diese Engelsnummer. Und in zweiter? Auf jeden Fall an ‘ne Band. So – der Rest wird sich zeigen. Ob Flügelschlag oder schrill in die Seiten hauen, gewiss ein Kessel Buntes – ohne Antworten — für Wertmaßstäbe haben wir eh keine Zeit auf der Suche nach “Wer bin ich Eva? Maria, Alice, Marylin, Gesine und auch Gaby? Und was verdammt wenn das alles nur ein fettes Konstrukt ist? Denn was ist mit Brenda? Oder Brendon?” …und nebenbei retten wir ja auch noch die Welt. Muss ja!

 

  • Geschlechterpolitik: Männer auf der Suchenach ihrer Rolle? - Meilen- und Stolpersteine auf diesem Weg

  • Dienstag, 26.10.2010 - 19:30 Uhr im Frauenbildungszentrum, Oskarstraße 1 (nähe Wasaplatz)

    Männer gelten in unserer Gesellschaft oft noch als das "starke" Geschlecht, das leistungsfähig, machtvoll und überlegen ist. Dieses alte soziale Rollenmuster wirkt auch, wenn es um das Selbstverständnis der Männer geht - ABER es gibt ihnen nicht mehr den nötigen Rückhalt, Orientierung und Selbstbestätigung, weil die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen heute andere sind als zu Beginn der Industriegesellschaft.

An diesem sozialpolitischen Abend wird versucht,

  • Rahmenbedingungen, die eine Veränderung der sozialen Rolle des Mannes in unserer Gesellschaft erfordern, genauer zu betrachten,
  • Hintergründe für das Festhalten an alten Muster zu definieren und
  • uns von Männern mit Genderblick und Erfahrungen in der Männerarbeit eine differenzierte Problemsicht auf die Erfordernisse der Jungen- und Männerarbeit zu eröffnen.

Eingeladen sind alle interessiertne und neugierigen Frauen und Männer, die bereit sind Zuzuhören und zu Diskutieren.

Moderation: Prof. em. Dr. Ursula Pfäfflin
Impulsreferat: Dr. phil. Gerd Stecklina, Lehrstuhl für Sozialpädagogik an der TU Dresden
Gäste:

  • Kristina Winkler (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dresden)
  • Dagon Jänichen (Väterberatung, Caritasverband Dresden e.V.)
  • Stephan Henkelmann (Student und junger Vater)
  • Carsten Görlach (Schulsozialarbeiter, Verbund sozialpädagogischer Projekte)
  • Axel Willemsen (Männernetzwerk Dresden e.V.)

 

Mittwoch, 20.10.2010 - 19:30 im HSZ / E 05:

Das Projekt "Liebesleben" des gerede e.V. ist zu Gast bei der AG SchLaU. "Liebesleben" ist ein Aufklärungsprojekt des gerede e.V. für Schulen, unter anderem über sexuelle Orientierungen und Identitäten. Es wird herzlich eingeladen.

 

Am Montag, dem 18. Mai 2009 findet im Rektorat der TU Dresden (Festsaal) zwischen 16 und 18 Uhr eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Exzellenz und Chancengleichheit. Wie ernst ist es der TU Dresden mit der Gleichstelllung" statt. Es diskutieren Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Christa Cremer-Renz, ehemalige Rektorin der Universität Lüneburg, Daniela Heitzmann, Projektleiterin Gleichstellungsmanagement der TU Dresden, Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, parlamentarischer Geschäftsführer und hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag. Moderation: Dr. Hildegard Küllchen, Frauenbeauftragte der TU Dresden