Referat Politische Bildung

Frau, Leben, Freiheit: Der Aufstand gegen das Mullah-Regime und das System der Unterdrückung in der Isalmischen Republik

Vortrag von Ulrike Becker
Freitag, 16.12.22
19:00 Uhr
HSZ/401/H

Die „Islamische Republik Iran“ ist ein Regime der Unterdrückung, Zensur und Gewalt. Der islamische Gottesstaat erhebt den Anspruch, die Bevölkerung bis in die intimsten Bereiche hinein zu kontrollieren. Die totale Kontrolle trifft alle, insbesondere jedoch die Frauen, denn die islamische Ordnung wird insbesondere über die Zurichtung der Frau durchgesetzt. Wie funktioniert das System der Unterdrückung und von welchen Ideologien ist es geprägt? Welche Ziele hat die Freiheitsbewegung und was kann man von außen tun, um diese Bewegung zu unterstützen?

 

Ulrike Becker ist Historikerin und leitet den Bereich Forschung im Mideast Freedom Forum Berlin, einer Organisation für politische Bildung und politische Beratung.

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Anerkennung der Sitzscheine:

Liebe Zuhörer:innen der Ringvorlesung zur Identität. Wenn ihr flesig Unterschriften für einen Sitzschein gesammelt habt, reicht den Bitte bis zum 1.9. bei uns in der Stura Baracke ein. Wir stellen euch dann den Sitzschein aus.

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Bildungsexkursion zur documenta 15

Die documenta in Kassel gilt als die weltweit bedeutendste Reihe von Kunstausstellungen und hat so im Rahmen des Kunst- und Kulturbetriebes einen festen Platz. Von der diesjährigen documenta 15 las und hörte die internationale Öffentlichkeit – auch über die Feuilletons hinaus - insbesondere im Rahmen politischer Auseinandersetzungen, deren Kern oft als "Verständigungsproblem" zwischen Antisemitismuskritik und Postkolonialismus ausgemacht wird. Infolgedessen entfernte man eindeutig antisemitische Exponate. Die Künstlerin Hito Steyerl ließ ihre Arbeiten von der Ausstellung abziehen, nachdem Meron Mendel aufgrund fehlender Gesprächsbereitschaft seitens der für die documenta Verantwortlichen sein Beratungsangebot für Fragen des Antisemitismus zurückzog. Nun dauern die Auseinandersetzungen an, wobei es schon längst nicht mehr um das geht, was dort ausgestellt wird. Vielleicht ging es nie wirklich darum, sondern um wesentlich grundlegendere Fragen, die sich in Kassel aber besonders gut diskutieren lassen.
Wir wollen auf einer Exkursion vom 2. bis 4. September gemeinsam mit anderen Studierenden der TU Dresden zur Ausstellung zu fahren und uns vor Ort auf Grundlage vorheriger Lektüre entsprechender Texte und Textausschnitte sowohl mit (einzelnen) Werken als auch deren ideologischer Fundierung auseinandersetzen und dabei unter anderem anhand Benjamins Unterscheidung zwischen der emanzipatorischen Politisierung des Kunst und der tendenziell faschistoiden Ästhetisierung des Politischen den Werken nähern und Fragen wie die Folgenden diskutieren:
Welche Bedeutung hat Kunst in der heutigen deutschen Gesellschaft? Welche Funktionen erfüllen einzelne Kunstwerke und welches Verständnis von Ästhetik geht damit einher? Auf welche Weltbilder lassen Exponate und die Organisation der documenta (Lumbung-Konzept) schließen? Welche Widersprüche fallen auf und wie lassen sich diese deuten? Welcher Bezug zur Moderne wird dargestellt und wie steht dieser in Zusammenhang zum Vorwurf des Antisemitismus innerhalb post- und dekolonialer Politik?
Das Angebot richtet sich an Studierende der TU Dresden. Wir werden am 2. September morgens in Dresden starten und am 4. September spät abends wieder ankommen. Sowohl für Fahrt, documenta-Ticket, als auch Übernachtungen mit Frühstück fallen für euch keinerlei Kosten an. Voraussetzung für die Teilnahme ist die vorherige Lektüre einiger Textausschnitte, um für die Diskussion vorbereitet zu sein. Wenn ihr mitkommen möchtet, sendet gern Vorschläge ein, die wir im Reader unterbringen können und meldet euch bis zum 9. August per Mail bei uns an.

 

Archive

Hier findet ihr alle noch erhaltenen Aufnahmen der Veranstaltungen, die in den letzten Jahren vom Referat für Politische Bildung organisiert wurden. Die Bibliothekt wird stetig aktualisiert.

Infos bzgl. aktueller Veranstaltungen findet ihr unter dem Reiter "Veranstaltungen PoB" (rechts)

 

Über das Referat Politische Bildung:

Wir wollen Studierende motivieren, am gesellschaftspolitischen Leben - theoretisch wie praktisch - teilzunehmen und sich aktiv einzubringen. Sie sollen die notwendige Sensibilität entwickeln um herrschende gesellschaftliche Zustände kritisch zu hinterfragen und gesellschaftliche Debatten fundiert mitzubestimmen. Hierfür ist es unabdingbar, die in solchen Debatten immer schon vorhandenen und verwendeten Begriffe bezüglich ihres gesellschaftlichen Gehalts aufzuklären. Wo kommen die Begriffe historisch her, mit denen aktuelle gesellschaftliche Ereignisse gedacht werden? Treffen diese das gedachte Ereignis überhaupt noch und falls nicht, was hat sich verändert? Nur indem die vorausgesetzten Begriffe, die zur Erklärung gesellschaftlicher Ereignisse dienen sollen, aufgeklärt werden, können gesellschaftliche Ereignisse begriffen werden.

Insofern versteht das Referat für politische Bildung die Universität nicht als bloßen Ort des Wissenskonsums, als eine Meinungsfabrik, sondern als einen Raum der aktiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Denken und dem Denken der Gesellschaft.

Einen solchen Raum möchte das Referat für politische Bildung schaffen - und zwar gemeinsam mit den Studierenden. Habt ihr also Lust dies mit uns zu tun, dann kommt bei unseren Veranstaltungen vorbei, bringt euch aktiv ein und macht am besten gleich bei uns mit.

Beste Grüße,

euer Referat für Politische Bildung

 

   
Kontakt: pob[at]stura.tu-dresden.de
Sprechzeit: mit Voranmeldung
Mitglieder:
  • Cornelia B.
  • Pauline B.
  • Joel F.
  • Natalia F.
  • David L.
  • Max M.
  • Anna-Lena S.
  • Tim S.
  • Tom T.
  • Fabian W.
Aufgaben:

Die Politische Bildung der Studierenden ist die Aufgabe des Referats Politische Bildung. Das bedeutet, Toleranz, Emanzipation und Kritikfähigkeit zu vermitteln und zu stärken und so demokratische Spielregeln bei den Studierenden zu verankern. Verständnis für politische Sachverhalte soll gefördert, und so das demokratische Bewusstsein gefestigt und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit gestärkt werden. Insbesondere zählt zu den Aufgaben des Referats Politische Bildung:

  • Organisation und Durchführung von geeigneten Veranstaltungen (z.B. Seminare, Podiumsdiskussionen),
  • Förderung der demokratischen Fähigkeiten der Studierenden - insbesondere der studentischen Gremienmitglieder - an der TU (z.B. Sensibilisierung für hierachische Strukturen in Diskussionen),
  • Regelmäßige Zuarbeit zu den Medien des StuRa (Internetseite und Newsletter) im Sinne der politischen Bildung und
  • Aufklärung der Student/inn/en über politische Gruppierungen an der Universität

Aus diesen Aufgaben ergbit sich die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit mit dem Referat für Öffentlichkeitsarbeit.