Referat Politische Bildung

Aktuelles:

Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Jahr 2017:

In der Weltwirtschaftskrise 2007/2009 konstatierte selbst der gesellschaftstheoretische Mainstream eine grundlegende Krise des Kapitalismus. Neue Krisenausprägungen sind hinzugekommen, alte haben sich verschärft. Die damit eng zusammenhängende wachsende politische Polarisierung und der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen geben Anlass, Ursachen und Wesen der Gesellschaftskrise zu hinterfragen. Dabei bedarf auch die Krise der Kritik selbst, das Fehlen eines Aufschreis kritischer Intellektueller und eines wirksamen Streitens um kulturelle Hegemonie, der Aufarbeitung. Warum fehlen in der Parteienlandschaft wie in den Gewerkschaften bei allem wachsenden Krisenbewusstsein Positionen, die eine dezidiert linke Kritik am gesellschaftlichen Status Quo verbalisieren? Warum bleibt die Kritik in aktuellen sozialen Bewegungen oft oberflächlich und begriffslos? Wie lassen sich verschiedene Krisenausprägungen auf adäquate Begriffe bringen? Wo kann eine der gegenwärtigen Krise entsprechende Neubestimmung der theoretischen Grundlagen von Kritik an Klassiker der kritischen Gesellschaftstheorie – von Marx über Gramsci und die Frankfurter Schule bis zu Foucault – anknüpfen und wo sind neue Ansatzpunkte linken Denkens erfordert? Pierre Bourdieu hatte eine „ökonomische Alphabetisierungskampagne“ gefordert. Diese tut dem sozialwissenschaftlichen Denken, dass die Reflexion auf die strukturellen Bedingungen vieler sozialer Phänomene in den kapitalistischen Produktionsverhältnissen oft über Bord geworfen hat, heute ebenso Not, wie eine sozialwissenschaftliche Alphabetisierung der Ökonomie erfordert wäre, um ‚Marktgesetzte‘ nicht als unabwendbare Naturgesetze zu begreifen, sondern als Ausdruck, historisch gewordener und damit veränderbarer gesellschaftlicher Verhältnisse. Krisen sind immer auch der Beginn von etwas Neuem und können als Chancen und Aufbruchssignale wirken. Ob und wie solche Chancen in konkreten gesellschaftlichen Kämpfen genutzt oder verspielt werden hängt nicht zuletzt von den Fähigkeiten zur Reflexion auf die Ursachen und Wirkungszusammenhänge der Krisen und auf die möglichen Bedingungen anderer Formen der Vergesellschaftung ab.

Hier gibt es mehr Informationen (runterscrollen).

 

Für die Teilnehmenden unserer RV "Un|gebrochene Geschichte. Zur Gegenwart autoritärer Bewegungen":

Eure AQUA-Leistungsscheine sind ab sofort im StuRa-Büro abzuholen. 

 

hallo ...

Wir wollen Studierende motivieren am gesellschaftspolitischen Leben teilzunehmen und sich aktiv einzubringen. Sie sollten die notwendige Sensibilität entwickeln um herrschende gesellschaftliche Zustände kritisch zu hinterfragen und gesellschaftliche Diskurse mitzubestimmen. Sich eine differenzierte Meinung auf Grundlage von Fakten zu bilden ist eine wichtige Vorraussetzung um am politischen Leben zu partizipieren. Gerade Studierenden stehen eine ganze Reihe Möglichkeiten offen, sich im Unialltag zu engagieren.

Das Referat politische Bildung versteht die Universität nicht nur als Ort des Wissenskonsums sondern auch als ein Raum der aktiven Mitbestimmung durch die Studierenden. Dafür bietet das Referat einen Anlaufpunkt. Eine Grundvorraussetzung für gesellschaftliche Partizipation ist, das Studierende über aktuelle gesellschaftliche Belange informiert sind. Deshalb bemüht sich das Referat darum, kontinuierliche Veranstaltungsangebote, ausserhalb der Vorlesungen gemeinsam mit euch zu schaffen. Wir unterstützen euch und eure Gruppen bei der Durchführung und Organisation von Aktionen und Veranstaltungen.

euer Referat für politische Bildung

 

Archiv

Hier findet ihr alle noch erhaltenen Aufnahmen der Veranstaltungen, die in den letzten Jahren vom Referat für politische Bildung organisiert wurden. Die Bibliothekt wird stetig aktualisiert.

 

aktuelle Mitarbeiter_innen: 

  • Julian D.
  • Anton S.
  • Adrian N.
  • Lukas B.

Sprechzeit: mit Voranmeldung

Kontakt: E-Mail-Adresse anzeigen

Aufgaben:
Die Politische Bildung der Studierenden ist die Aufgabe des Referats Politische Bildung. Das bedeutet, Toleranz, Emanzipation und Kritikfähigkeit zu vermitteln und zu stärken und so demokratische Spielregeln bei den Studierenden zu verankern. Verständnis für politische Sachverhalte soll gefördert, und so das demokratische Bewusstsein gefestigt und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit gestärkt werden. Insbesondere zählt zu den Aufgaben des Referats Politische Bildung:

  • Organisation und Durchführung von geeigneten Veranstaltungen (z.B. Seminare, Podiumsdiskussionen),
  • Förderung der demokratischen Fähigkeiten der Studierenden - insbesondere der studentischen Gremienmitglieder - an der TU (z.B. Sensibilisierung für hierachische Strukturen in Diskussionen),
  • Regelmäßige Zuarbeit zu den Medien des StuRa (Internetseite und Newsletter) im Sinne der politischen Bildung und
  • Aufklärung der Student/inn/en über politische Gruppierungen an der Universität.

Aus diesen Aufgaben ergibt sich die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit mit dem Referat für Öffentlichkeitsarbeit.