Referat Politische Bildung

Aktuelles:

 

Ringvorlesung im Sommersemester 2018:

 

Das unerträgliche Alltägliche.
Ringvorlesung zu gesellschaftlichen Gewaltverhältnissen.

 

Gewalt ist alltäglich, allgegenwärtig. Sei es der Umstand, dass fast jeder gezwungen ist, in Schule, Universität oder auf dem Arbeitsmarkt sich fremden Regeln zu unterwerfen und zu versuchen, sich gegen alle anderen durchzusetzen. Oder sei es die Gewalt, welche Menschen, deren sexuelle oder geschlechtliche Identität nicht der patriarchalen gesellschaftlichen Norm entsprechen, widerfährt. Sei es die Gewalt, zu welcher seit einigen Jahren vermehrt von AfD, Pegida und Co. gegen Geflüchtete, Andersdenkende und PolitikerInnen aufgerufen wird und welche seitdem signifikant angestiegen ist. Sei es die Gewalt, welche uns nur scheinbar nichts angeht und welche uns tagtäglich in den Nachrichten entgegenschlägt: der Sklavenhandel in Libyen, das Massensterben auf dem Mittelmeer, der Krieg in Syrien u.v.m. Gewalt ist normal. Und die meisten scheinen kein Problem damit zu haben.

Wie ist es dazu gekommen, dass Gewalt unsere Gesellschaft auf allen Ebenen durchdringt, dass sie als scheinbare Existenzbedingung menschlichen Zusammenlebens und damit als notwendiges Übel in Kauf genommen wird? Diesen Fragen wollen wir uns widmen. Dabei soll es nicht bei der Aufzählung konkreter Gewaltmechanismen belassen, sondern nach den dahinter liegenden Prinzipien von Vergesellschaftung gefragt werden. Wir wollen also den Zusammenhang von gesellschaftlicher Gewalt, ihrer Verschleierung sowie ihrer Reproduktion ausloten. Die Ringvorlesung besteht aus fünf Vorträgen, welche zweiwöchentlich stattfinden werden; dazwischen finden vertiefende und ergänzende Lesekreissitzungen statt.


Seminarplan:


>>Vorsicht: Raumänderung!<< ab jetzt findet die Veranstaltung im REC/B214/H statt!
Zeit: Dienstags, 16.40 Uhr und 18.30 Uhr
 

10.04.18 16.40 Uhr – Einführungsveranstaltung (RefPoB)

17.04.18 18.30 Uhr – Vortrag: Dr. Peggy H. Breitenstein: “Anekdoten der Vergangenheit? Marx zum Verhältnis von offener Gewalt und struktureller Herrschaft”

24.04.18 16.40 Uhr – Lesekreis

08.05.18 16.40 Uhr – Vortrag: -Ausfall-

15.05.18 16.40 Uhr – Lesekreis

29.05.18 16.40 Uhr – Vortrag: Prof. Dr. Gerhard Stapelfeldt: “Neue Freiheit und strukturelle Gewalt in der EU: Grundrechte-Charta, Wettbewerbs-Markt und monetäre Ordnung”

05.06.18 16.40 Uhr – Lesekreis

12.06.18 16.40 Uhr – Vortrag: Dr. Christine Zunke: “Objektivität und ihre Subjekte”

19.06.18 16.40 Uhr – Lesekreis

26.06.18 18.10 Uhr – Vortrag: Prof. Dr. Rolf Pohl: “Männlichkeitskrise und die Re- Souveränisierung des Mannes. Zur Sozialpsychologie von Sexismus, Rassismus und Gewaltbereitschaft”

03.07.18 18.30 Uhr – Vortrag: Dr. Iris Dankemeyer: “Die Gewalt der Musik. Techno und gesellschaftlicher Gehorsam” (im "objekt klein a")

10.07.18 16,40 - Klausur (freiwillig) im REC/B214/H

Weitere Informationen (u.a. Ankündigungstexte zu den einzelnen Vorträgen und Inhalte der Lesekreise) findet ihr hier.

 

hallo ...

Wir wollen Studierende motivieren, am gesellschaftspolitischen Leben - theoretisch wie praktisch - teilzunehmen und sich aktiv einzubringen. Sie sollen die notwendige Sensibilität entwickeln um herrschende gesellschaftliche Zustände kritisch zu hinterfragen und gesellschaftliche Debatten fundiert mitzubestimmen. Hierfür ist es unabdingbar, die in solchen Debatten immer schon vorhandenen und verwendeten Begriffe bezüglich ihrem gesellschaftlichen Gehalt aufzuklären. Wo kommen die Begriffe historisch her, mit denen aktuelle gesellschaftliche Ereignisse gedacht werden? Treffen diese das gedachte Ereignis überhaupt noch und falls nicht, was hat sich verändert? Nur indem die vorausgesetzten Begriffe, die zur Erklärung gesellschaftlicher Ereignisse dienen sollen, aufgeklärt werden, können gesellschaftliche Ereignisse begriffen werden.

Insofern versteht das Referat für politische Bildung die Universität nicht als bloßen Ort des Wissenskonsums, als eine Meinungsfabrik, sondern als einen Raum der aktiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Denken und dem Denken der Gesellschaft.

Einen solchen Raum möchte das Referat für politische Bildung schaffen - und zwar gemeinsam mit den Studierenden. Habt ihr also Lust dies mit uns zu tun, dann kommt bei unseren Veranstaltungen vorbei, bringt euch aktiv ein und macht am besten gleich bei uns mit.

Beste Grüße,

euer Referat für politische Bildung

 

Archive

Hier findet ihr alle noch erhaltenen Aufnahmen der Veranstaltungen, die in den letzten Jahren vom Referat für politische Bildung organisiert wurden. Die Bibliothekt wird stetig aktualisiert.

 

aktuelle Mitarbeiter_innen:

  • Juilian D.
  • Anton S.
  • Adrian N.
  • Lukas B.
  • Fabian W.

Sprechzeit: mit Voranmeldung

Kontakt: pob@stura.tu-dresden.de

 

Aufgaben:

Die Politische Bildung der Studierenden ist die Aufgabe des Referats Politische Bildung. Das bedeutet, Toleranz, Emanzipation und Kritikfähigkeit zu vermitteln und zu stärken und so demokratische Spielregeln bei den Studierenden zu verankern. Verständnis für politische Sachverhalte soll gefördert, und so das demokratische Bewusstsein gefestigt und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit gestärkt werden. Insbesondere zählt zu den Aufgaben des Referats Politische Bildung:

  • Organisation und Durchführung von geeigneten Veranstaltungen (z.B. Seminare, Podiumsdiskussionen),
  • Förderung der demokratischen Fähigkeiten der Studierenden - insbesondere der studentischen Gremienmitglieder - an der TU (z.B. Sensibilisierung für hierachische Strukturen in Diskussionen),
  • Regelmäßige Zuarbeit zu den Medien des StuRa (Internetseite und Newsletter) im Sinne der politischen Bildung und
  • Aufklärung der Student/inn/en über politische Gruppierungen an der Universität

Aus diesen Aufgaben ergbit sich die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit mit dem Referat für Öffentlichkeitsarbeit.