Preis- & Beitragserhöhungen im Studentenwerk Dresden

Der StuRa kritisiert in einer Pressemitteilung die geplante Erhöhung der Semesterbeiträge, Mieten und Essenspreise durch das Studentenwerk auf Grund zu niedriger Förderung durch den Freistaat Sachsen:
Am 2. November hat das Studentenwerk die Erhöhungen ab 2018 in einer eigenen Pressmitteilung angekündigt:
Die Meldung des Studentenwerks hat bereits in den Dresdener Neusten Nachrichten Widerhall gefunden und das Sächsische Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst hat Stellung bezogen:


Pressemitteilung StuRa TU Dresden (07.11.2017)

Studierende gleichen fehlende Mittel aus dem Landeshaushalt aus

Wie das Studentenwerk vergangene Woche verlauten ließ, müssen die Gäste der Mensen & Cafeterien mit höheren Preisen rechnen. Im Schnitt steigen die Grundpreise des Essens ab dem 1. Januar 2018 um 1,5%, in den Cafeterien sogar um 4%. Die zweite Säule der Finanzierung des Studentenwerks wird zu Beginn des Sommersemesters angehoben. Ab dem 1. April 2018 zahlen die Studierenden einen um 5,40 € höheren Semesterbeitrag, wovon 5 € auf die Hochschulgastronomie entfallen.
 
Beim Beschluss des Wirtschaftsplans am 26. Oktober haben die studentischen Vertreter den Erhöhungen unter Protest zugestimmt. Allerdings sind die studentischen Vertreter jedoch in ihrem Abstimmungsverhalten nicht frei von Sachzwängen: Christian Soyk, Referent Studentenwerk, erklärt dazu: „Die studentischen Vertreter stehen im Verwaltungsrat
in der Verantwortung, den Betrieb des Studentenwerks ohne massive Qualitätseinbußen durch einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan aufrecht zu erhalten. Des Weiteren hätte eine Ablehnung des vorgelegten Wirtschaftplanes die Preis- und Beitragserhöhungen nicht verhindern können.“
 
Ein um 7% erhöhter Semesterbeitrag und um 1,5% erhöhte Essenspreise belasten das Portemonnaie der Studierenden in Dresden deutlich. Claudia Meißner, Geschäftsführerin Soziales im StuRa, dazu: „Zwar wurden die BAföG-Sätze im Jahr 2016 deutlich erhöht, jedoch sinkt die die Zahl der BAföG-Empfänger aufgrund fehlender Anpassungen der Freibeträge bei den Eltern seit 2012 konstant.“ In Summe müssen die Studierenden ab 2018 mehr als 270 € Semesterbeitrag leisten.
 
Die Erhöhungen sind auf drei Ursachen zurückzuführen:
  • Im Vergleich zum Wintersemester 2013/14 hat das Studentenwerk auf Grund sinkender Studierendenzahlen inzwischen ca. 4.000 Beitragszahler weniger in Dresden, Zittau & Görlitz.
  • Personal- und Sachkosten sind durch die letzten Tarifverhandlungen (ca. 3%) und die allgemeine Inflation (ca. 1 %) gestiegen. Diese variabel gehaltenen Kosten spiegeln sich insbesondere in gestiegenen Essenspreisen wieder.
  • Nach der Erhöhung der jährlichen Landeszuschüsse im Jahr 2015 waren die Infrastrukturvorhaltekosten erstmalig wieder gedeckt. Da die Zuschüsse jedoch nicht dynamisiert sind, besteht derzeit wieder eine Unterdeckung.
Im letzten Wirtschaftsjahr konnten Beitrags- und Preiserhöhungen noch durch den Abbau von Rücklagen verhindert werden. Bereits damals war gegenüber dem SMWK signalisiert worden, dass dies zukünftig nicht mehr möglich sein wird.
 
Matthias Lüth, Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks: „Die Studentenwerke Sachsens leisten durch die Bereitstellung sozialer Infrastruktur einen maßgeblichen Beitrag zur Attraktivität der Studienstandorte und des allgemeinen Lernerfolgs. Es gehört zur
Aufgabe des Landes diese Attraktivität durch Bereitstellung entsprechender Infrastruktur zu erhalten.“
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Datei 07.11.2017 - Preis- und Beitragserhöhungen im Studentenwerk113.8 KB