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Hunderte demonstrieren und feiern für Vielfalt

Am Montag haben bis zu 600 Menschen auf der Demonstration der Studierendengruppe WHAT des StuRa der TU Dresden für Vielfalt und Toleranz demonstriert. Die Veranstalter wollten damit ein Zeichen für eine bunte, offene und diskriminierungsfreie Gesellschaft setzen. Mit zwei Musikwagen zog die Demo einmal durch die Dresdner Innenstadt. Daran spielten das Techno-DJ-Kollektiv „Ruhestörung im Kosmos“ und dj !mauf, der Indie und Rock auflegte.

Zur Eröffnung stellte ein Redner von WHAT klar, dass die Werte von Toleranz, Akzeptanz und Emanzipationen unabdingbare Grundlagen unserer Gemeinschaft sind und unbedingt verteidigt werden müssen:

„Alle Menschen, die gegen diese Werte auf die Straße gehen, sind Feinde der Basis unserer Gesellschaft. Das sind die wahren Gegendemonstranten!“

In einem Redebeitrag steuerte daraufhin Prof. Michael Kobel erfolgreiche Beispiele für Integration bei. Sie gelinge dann, wenn sich Menschen vorurteilsfrei begegnen. Außerdem dankte er den Strukturen NOPE. und Nationalismus raus aus den Köpfen für den jahrelangen Widerspruch gegen die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung.

Die feministische Gruppe evibes* legte Beispiele für immer noch aktuelle, sexistische und queerphobe Aspekte unserer Gesellschaft dar. Als der Demonstrationszug am Altmarkt vorbeizog, auf dem die Reste des bereits marschierenden Pegida-Zuges verblieben waren, gab es Wortgefechte und Situationen, in denen die Polizeibeamtinnen Schwierigkeiten hatten, die unterschiedlichen Kundgebungen sicher zu trennen. In Folge dessen kam es zu einem tätlichen Angriff auf einen Teilnehmer*in der WHAT-Demo. Daraufhin wurde Anzeige wegen Körperverletzung gegen den Täter gestellt, der Teilnehmer der Pegida-Kundgebung war.

In einem späteren Redebeitrag wurde die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen thematisiert. Im Alltag, im Arbeitsleben und in der Pflege herrschten viel zu häufig miserable Bedingungen für diese Menschen. In der Abendsonne auf dem Theaterplatz spielte zum Schluss der Kundgebung Ezé Wendtoin. Auf der Kundgebung herrschte gute Laune, viele Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft waren gekommen.