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Probieren kommt vor dem Studieren – sich Einbringen auch.

Studentenrat der TU Dresden wirbt für Gremientätigkeit und ehrenamtliches Engagement

Am Donnerstag, den 10. Januar 2008, öffnen die Universitäten und Hochschulen in Sachsen ihre Türen zum so genannten Schnupperstudium, um Studierende in spe von ihrem Angebot zu überzeugen. Auch die TU Dresden stellt sich vor und mit ihr der Studentenrat.

Während oftmals der Schwerpunkt der Vorstellung auf das Lehrangebot oder die Betreuungsquoten gelegt wird, möchte der StuRa der TU Dresden auf die fundamentalen Unterschiede zwischen der Schule – als pure Bildungseinrichtung mit Regelsetzung von oben nach unten – und der Universität als basisdemokratische Einrichtung mit Bildungsauftrag, in der Studierende aktiv an der Ausgestaltung von Lehrinhalten und Entwicklung mitbestimmen, hinweisen.

Trotz der Bemühungen der jüngsten Vergangenheit die studentische Mitbestimmung zu diskreditieren und abzuschaffen, wird diese an der TU Dresden von unzähligen aktiven Studierenden engagiert gelebt und gegen Eingriffsversuche verteidigt, wie zuletzt eindrucksvoll durch die Demonstration am 13.12.2007 mit 10.000 Teilnehmern gezeigt.

Dazu Michael Moschke, Geschäftsführer für Hochschulpolitik des StuRa der TUD:

„Der Studentenrat wird am Tag des Schnupperstudium und darüber hinaus die neuen Studierenden über ihre Rechte und mannigfaltigen Mitgestaltungsmöglichkeiten informieren und dazu motivieren sich und ihre Ideen aktiv einzubringen. Dass dies eine lohnende, aber auch unbedingt notwendige Arbeit ist, zeigen die vielen Studienanfänger, die leider am Anfang ihres Studiums keine wirklichen Vorstellungen besitzen, was ein Studium für sie bedeutet oder bedeuten kann.“

Dies zeigt nur einmal mehr, dass es eben nicht ausreichen kann, die Universitäten und Hochschulen sowie deren Angebote durch Schnupperstudien und Tage der offenen Türen bekannt zu machen. Schon in den Schulen muss gezielter darauf vorbereitet werden, was die Schüler nach der Schule erwartet. Des Weiteren muss alles daran gesetzt werden, kritische und interessierte Studierende in unserem Land zu haben. Deshalb ist der geplante Demokratieabbau der großen Koalition auf das Schärfste zu verurteilen.

Kristin Hofmann aus dem Referat für Hochschulpolitik des StuRa:

„Nur wenn man den Studierenden Mitspracherecht einräumt, sie an Entscheidungen ihrer Uni beteiligt, hat man Chancen, dass sie sich mit ihrer Ausbildungsstätte identifizieren und sie als mehr betrachten, als nur als bloßer Scheinelieferant.“