Referat Politische Bildung
Theorie und Praxis
Wir wollen Studierende motivieren, am gesellschaftspolitischen Leben - theoretisch wie praktisch - teilzunehmen und sich aktiv einzubringen. Sie sollen die notwendige Sensibilität entwickeln um herrschende gesellschaftliche Zustände kritisch zu hinterfragen und gesellschaftliche Debatten fundiert mitzubestimmen. Hierfür ist es unabdingbar, die in solchen Debatten immer schon vorhandenen und verwendeten Begriffe bezüglich ihres gesellschaftlichen Gehalts aufzuklären. Wo kommen die Begriffe historisch her, mit denen aktuelle gesellschaftliche Ereignisse gedacht werden? Treffen diese das gedachte Ereignis überhaupt noch und falls nicht, was hat sich verändert? Nur indem die vorausgesetzten Begriffe, die zur Erklärung gesellschaftlicher Ereignisse dienen sollen, aufgeklärt werden, können gesellschaftliche Ereignisse begriffen werden.
Kontakt
- Instagram: @refpob_tud
- Email: pob@stura.tu-dresden.de
- Bluesky: https://bsky.app/profile/did:plc:uwixqwqndijuxl5f52jefyte
- Telegram: https://t.me/refpob
Anstehende Veranstaltungen:
Genozidvorwurf gegen Israel: Wissenschaftstheoretische Überlegungen
- Referentin: Verena Buser
- Datum: 25.08.2026
- Zeit: 19Uhr
- Raum: ZEU/114/H
Im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Verena Buser stehen wissenschaftstheoretische Überlegungen zum Genozidvorwurf gegen den Staat Israel. Untersucht wird, welche Akteure den Vorwurf erheben, auf welche Evidenzen sie sich stützen und wie sie ihn theoretisch begründen. Ziel des Vortrags ist es, einen verengten Diskurs, der einen (wissenschaftlichen) Konsens hinsichtlich des Genozidvorwurfs behauptet, kritisch zu hinterfragen und die zugrunde liegenden erkenntnistheoretischen sowie methodischen Annahmen offenzulegen.
Aktuelle Stellungnahmen
Gegen das nahezu einhellige Votum der Kommission Verantwortung in der Wissenschaft genehmigte das Rektorat der TU Dresden einen Auftrag von Elbit Systems zur Untersuchung eines Motors, wie er in der Drohne Hermes 900 eingesetzt wird. Nachdem interne Unterlagen darüber öffentlich geworden waren, erstattete die Universität Anzeige gegen Unbekannt und löste die Kommission vorübergehend auf.
Dies führte zu einem Politikum an der TU Dresden, auch insbesondere inerhalb der politischen Gruppen.
Dazu hat das Referat Politische Bildung im folgenden Text Position bezogen:
Link zur Dual-Use Stellungnahme
“Der Engel der Geschichte muß so aussehen.”
Audioaufzeichnungen vergangener Veranstaltungen können unter folgenden Link angehört werden:
Eine Übersicht über vergangene Veranstaltungen und Ankündigungstexte gibt es unter diesem Link:
Angelus Novus ist eine von Paul Klee 1920 geschaffene aquarellierte Zeichnung aus Tusche und Ölkreide auf bräunlichem Papier. Walter Benjamin widmet in seinem Text “Über den Begriff der Geschichte” (1940) ein Aphorismus diesem Gemälde. Das Referat Politische Bildung macht selten Fotos, deswegen sei an dieser Stelle an diesen lesenswerten Text erinnert.
