Skip to content

Verkehrspolitischer Rückschritt nicht nur für Studierende

StuRa der TU Dresden spricht sich für Radfahrstreifen auf der Albertstraße aus

Die neue konservative Mehrheit im Stadtrat will den bereits beschlossenen Ausbau eines Radfahrstreifen auf der Albertstraße per Eilantrag stoppen.¹ – völlig unverständlich für das Referat Mobilität des StuRa der TU Dresden. Schmale Radwege, zu wenig Abstellmöglichkeiten, schlechte Querungsmöglichkeiten von Hauptverkehrsstraßen, ein fahrradfreundliches Dresden sieht nach Ansicht der größten sächsischen Studierendenvertretung anders aus. Nun soll ein Projekt, das eines der zahlreichen Probleme angeht, nicht verwirklicht werden.

Beschlossen war ursprünglich, durch Wegnahme eines Fahrstreifens Richtung Albertplatz kostengünstig einen Radfahrstreifen in angemessener Breite auf der Fahrbahn zu schaffen. Die Autos nutzen aufgrund einer Abbiegespur am Knotenpunkt Carolaplatz ohnehin nur den linken Fahrstreifen. Der aktuell bestehende gemeinsame Rad- und Fußweg ist uneben, sowie stellenweise zu eng, als Teil der Nord-Süd-Radroute aber gleichzeitig stark frequentiert.

„Das Absurde an der nachträglichen Diskussion um das Vorhaben ist, dass es laut Verkehrssimulationen lediglich um die Verlangsamung des Autoverkehrs um eine Sekunde geht“, meint David Färber vom Referat Mobilität des StuRa, der Verkehr an der TU studiert.

Während Autos also nicht spürbar eingeschränkt werden, könnte der Radverkehr durch die Änderungen stark profitieren. Auch die Dresdner Studierenden würden sich darüber freuen. Das studentische Mobilitätsverhalten unterscheidet sich stark von der übrigen Bevölkerung. Weniger als 20% haben dauerhaften Zugang zu einem Auto. Neben der Nutzung des ÖPNV radeln daher viele in die Uni und das trotz ungünstiger Randbedingungen.²

„Wie bereits in der Vergangenheit erleben wir nun erneut, dass ein fahrradfreundliches Dresden keine Priorität hat“, resümiert Daniel Duschik, Referent Mobilität des StuRa. „Auch andere aus StuRa-Sicht sinnvolle Projekte, wie die autofreie Augustusbrücke oder der Grüngürtel um die Altstadt wurden ohne für uns nachvollziehbare Gründe wieder in Frage gestellt bzw. abgelehnt.“

Der StuRa wird sich auch weiterhin für genau solche Anliegen einsetzen, die eine bessere, nachhaltigere Verkehrspolitik in Dresden zum Ziel haben.³

Für weitere Auskünfte kontaktieren Sie uns gerne unter presse@stura.tu-dresden.de oder 0151/43804884.

¹ http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Albertstrasse-Plaene-fuer-Radwege-stehen-vor-dem-Aus ² Diplomarbeit Nele Waag, 2014: „Wie mobil sind Dresdner Studierende?“ ³ Leitlinien Mobilität, gemäß Beschluss des StuRa-Plenums vom 12.10.2017