Dresdens Studierendenvertreter zeigen sich entsetzt über Ablenkungspraktiken der Regierungskoalition
Als am heutigen Vormittag das umstrittene sächsische Hochschulgesetz trotz vehementer und unermüdlicher Kritik seitens der Studierenden und der lautstarken Ablehnung der Neuregelung durch Opposition und Sachverständige im Eilverfahren beschlossen wurde, ging ein Aufschrei des Protestes durch die Studierendenlandschaft Dresdens.
„Das neue Gesetz steht nun sinnbildlich für die zunehmende Autokratisierung der sächsischen Hochschulen, durch die einzelne Entscheidungsträger zu Alleinherrschern mutieren. Des Weiteren sind wir wütend und enttäuscht über falsche Versprechungen zu erneuten Gesprächsrunden, die am Rande der Großdemonstration am Mittwoch seitens der Regierungsparteien gemacht wurden.“, kritisiert Alexander Kasten, Geschäftsführer für Öffentlichkeitsarbeit des Studentenrates der TU Dresden.
Am vergangenen Mittwoch fanden sich c.a. 6000 Studierende aller Hochschulstandorte Sachsens vor dem Landtagsgebäude in Dresden ein, um, begleitet von Schüler- und Lehrervertretern ihr Veto gegen das neue Hochschulgesetz einzulegen. Diesem lauten Echo der Ablehnung zum Trotz verweigerte sich die Regierung weiterer Zugeständnisse und verabschiedete das Gesetz am heutigen Vormittag.
„Die Studierendenvertretungen der HTW und TU Dresden werden den Kampf gegen das Gesetz jedoch nicht einstellen und auch aus Teilen der Opposition wurden rechtliche Gegenschritte angekündigt.“, resümiert Alexander Kasten.